Birne Helene

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Birne Helene (französisch: Poire belle Hélène) ist ein Dessert der klassischen französischen Haute cuisine. Im Originalrezept werden frische, geschälte Birnen in Läuterzucker pochiert, nach dem Auskühlen auf Vanilleeis angerichtet und mit kandierten Veilchen bestreut. Dazu wird eine heiße Schokoladensauce gesondert gereicht.

Das Dessert wurde um 1870 von Auguste Escoffier kreiert, als Jacques Offenbachs Operette Die schöne Helena in Paris aufgeführt wurde.[1][2]

Heute wird unter Birne Helene meist nur eine einfach eingekochte oder in Dosen konservierte Birne verstanden, die mit kalter oder warmer Schokoladensauce übergossen wird.

Loriot setzte der Birne Helene ein filmisches Denkmal in seinem Spielfilm Pappa ante Portas (1991), in der Birne Helene mehrfach für Streit über das korrekte Rezept zwischen Heinrich Lohse (Loriot) und anderen Protagonisten sorgt.

Literatur[Bearbeiten]

  • James Winter: Wie die Helene zur Birne kam: 50 Rezeptklassiker und ihre Geschichte. Callway, 2013, ISBN 978-3766720412

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gisela Reiners: Birne Helene war einmal. Welt am Sonntag, 21. September 2008
  2. Michael Utz: Sprachbar - Kulturspeisen. Deutsche Welle, 10. Oktober 2007