Birni Lallé

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Landgemeinde Birni Lallé
Landgemeinde Birni Lallé (Niger)
Landgemeinde Birni Lallé
Landgemeinde Birni Lallé
Koordinaten 14° 26′ N, 6° 46′ O14.4291666666676.7627777777778Koordinaten: 14° 26′ N, 6° 46′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Maradi
Departement Dakoro
Einwohner 30.846 (2012)

Birni Lallé (auch: Birnin Lallé) ist eine Landgemeinde im Departement Dakoro in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Birni Lallé liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Azagor, Bermo, Dakoro und Roumbou I im Norden, Bader Goula im Osten, Adjékoria, Korahane und Kornaka im Süden sowie Azèye und Babankatami im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 43 administrative Dörfer, 14 traditionelle Dörfer, 21 Weiler, fünf Lager und eine Wasserstelle gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Birni Lallé.[2]

Die Forêt classée de Birni Lallé ist ein 48 Hektar großes unter Naturschutz stehendes Waldgebiet, das sich unmittelbar östlich des Hauptorts befindet. Die Unterschutzstellung erfolgte 1951.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Birni Lallé kommt aus der Sprache Hausa und bedeutet „Zitadelle des Glücks“.[4] Birni Lallé war die erste namentlich bekannte Hauptstadt Gobirs, später zog das Volk von Gobir weiter in den Süden. Die Ruinen des alten Birni Lallé sind noch heute vorhanden. In den 1920er Jahren siedelten sich einige Familien aus Tibiri im Ort an. 1947 richtete die französische Kolonialverwaltung einen Kanton in Birni Lallé ein und löste den Ort damit aus dem bereits bestehenden Kanton Kornaka heraus.[5] Im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform 2002 wurde das Gebiet des Kantons Birni Lallé auf die Landgemeinden Birni Lallé sowie Azagor, Korahane und Roumbou I aufgeteilt. Teile des Kantons fielen außerdem an die Departementshauptstadt Dakoro.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Birni Lallé 22.477 Einwohner.[6] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 30.846.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Zone, in der Agropastoralismus betrieben wird.[8] Durch Birni Lallé verläuft die Nationalstraße 30, die den Ort mit den Nachbargemeinden Dakoro und Kornaka verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Données disponibles pour chaque forêt classée. Website der Direction de l’Environnement, Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte Contre la Désertification, abgerufen am 25. Februar 2012.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 156.
  5. Abdoulaye Mohamadou: Foncier, pouvoirs locaux et decentralisation dans le departement de Dakoro (Niger) . In: Sten Hagberg (Hrsg.): Inventer e mobiliser le local. LIT, Münster 2010, ISBN 978-3-643-10535-6, S. 117–118.
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 54.
  7. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  8. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.