Biscari-Massaker

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Das Biscari-Massaker war ein Kriegsverbrechen durch US-amerikanische Truppen während des Zweiten Weltkrieges (Operation Husky), bei dem 76 unbewaffnete italienische und deutsche Kriegsgefangene (74 italienische und 2 deutsche) bei Biscari in Sizilien im Juli und August 1943 getötet wurden. 36 kriegsgefangene italienische Soldaten wurden auf Befehl des Kommandeurs der C Company, 1. Battalion, 180. Infanterie-Regiment, Captain John T. Compton von einem Erschießungskommando kurz nach der Gefangennahme erschossen[1]. Am gleichen Tag erschoss Sergeant Horace B. West 35 italienische und zwei deutsche Kriegsgefangene[2]. Das Kriegsverbrechen sollte von den Verantwortlichen vertuscht werden, gleichwohl kam es zu einem Kriegsgerichtsprozess gegen die beiden amerikanischen Soldaten. Compton wurde freigesprochen, und fiel am 8. November 1943 in Italien. West wurde degradiert und unehrenhaft entlassen. Beide hatten sich auf Befehle ihres Vorgesetzten, General George S. Patton, berufen. Zwischen General Omar Bradley und General Patton war es bezüglich des Umgangs mit diesem Verbrechen zu einem Disput gekommen. Patton hatte später in sein Tagebuch geschrieben: I told Bradley that it was probably an exaggeration, but in any case to tell the Officer to certify that the dead men were snipers or had attempted to escape or something, as it would make a stink in the press and also would make the civilians mad. Anyhow, they are dead, so nothing can be done about it (Ich sagte Bradley, dass es sich wahrscheinlich um eine Übertreibung handle, aber in jedem Fall solle dem Offizier gesagt werden, dass er bestätigen solle, dass die toten Männer Scharfschützen gewesen seien oder versucht hätten zu fliehen oder so etwas, denn die Presse könnte Ärger machen und damit auch die Zivilisten verrückt machen. Jedenfalls wären sie jetzt tot, und dagegen könne sowieso nichts mehr getan werden)[3].

Literatur[Bearbeiten]

  • James Weingartner, »Massacre at Biscari: Patton and An American War Crime«, The Historian LII, no. 1, (November 1989), 24-39.
  • Gianfranco Ciriacono. Le stragi dimenticate – Gli eccidi americani di Biscari e Piano Stella. Ragusa, tipografia Cooperativa Cdb.
  • Giovanni Bartolone. Le altre stragi. Le stragi alleate e tedesche nella Sicilia del 1943–1944. Bagheria, Tipografia Aiello & Provenzano, 2005.
  • Carlo D'Este. Lo sbarco in Sicilia. Milano, Mondadori, 1990
  • Ezio Costanzo. Sicilia 1943. Le Nove Muse, 2003.
  • Gianfranco Ciriacono. Arrivano .... Vittoria, 2003.
  • Alfio Caruso. Arrivano i nostri. Longanesi, 2004.
  • Giuseppe Federico Ghergo. 14 luglio 1943: il massacro di Biscari su Storia Militare n° 133, ottobre 2004 (p. 4-7).
  • Atkinson, Rick (2007). The Day of Battle: The War in Sicily and Italy, 1943-1944 (The Liberation Trilogy). New York: Henry Holt and Co. ISBN 0-8050-6289-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. U.S. Department of the Army, Aussagen der US-Soldaten: Marlow, Hair, Gazzetti und Blanks, Trial Proper, Compton Court-Martial, 27-34, 15-6, 35, 7-9.
  2. Atkinson, Rick (2007). The Day of Battle: The War in Sicily and Italy, 1943-1944 (The Liberation Trilogy). New York: Henry Holt and Co. ISBN 0-8050-6289-0., S. 50
  3. Atkinson, Rick (2007). The Day of Battle: The War in Sicily and Italy, 1943-1944 (The Liberation Trilogy). New York: Henry Holt and Co. ISBN 0-8050-6289-0., S. 119