Bischberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bischberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bischberg
Bischberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bischberg hervorgehoben
49.90944444444410.830555555556236Koordinaten: 49° 55′ N, 10° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 236 m ü. NHN
Fläche: 17,54 km²
Einwohner: 5983 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 341 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96120
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 117
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 16
96120 Bischberg
Webpräsenz: www.bischberg.de
Bürgermeister: Johann Pfister (BI)
Lage der Gemeinde Bischberg im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
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Bischberg ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg am Zusammenfluss von Regnitz und Main etwa fünf Kilometer westlich von Bamberg.

Der Name des Ortes leitet sich von Bischofsberg ab. Der Bischof von Würzburg soll dem Ortsgründer aufgetragen haben, am Zusammenfluss von Main und Regnitz einen Stützpunkt anzulegen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bischberg liegt in der Planungsregion Oberfranken-West.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nächstgelegene Bahnstationen sind die Bahnhöfe in Bamberg, Hallstadt und Oberhaid. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Oberhaid, Bamberg, Stegaurach, Walsdorf, Lisberg und Viereth-Trunstadt.

Gemeindeteile und Gemarkungen[Bearbeiten]

Bischberg gliedert sich in fünf Ortsteile[2]:

Einwohnerzahlen[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2014:[3]

Gemeindeteil Hauptwohnsitz Nebenwohnsitz Gesamt
Bischberg 4256 252 4508
Trosdorf 832 50 882
Tütschengereuth 703 16 719
Weipelsdorf 235 11 246
Gemeinde gesamt 6026 329 6355

Geschichte[Bearbeiten]

Urkunde aus dem Jahr 1013, in der Bischberg erstmals erwähnt ist
Bevölkerungsentwicklung seit 1840[4]

Bischberg wurde 1013 durch Kaiser Heinrich II. erstmals urkundlich als Biscoffesberge erwähnt[5]. Die erste Siedlung wurde wohl auf einer Anhöhe errichtet, wovon sich der Ortsname ableitet. Der Ort feierte 2013 sein offizielles Festjahr zum 1000-jährigen Bestehen.

Bischberg gehörte vor der Säkularisation zum Hochstift Bamberg, sowie ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Bedeutendster Grundherr war das Kloster Michelsberg, das im 18. Jahrhundert auch die Ortsherrschaft innehatte. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern.[6] Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Trosdorf eingegliedert.[7]

Flößerei[Bearbeiten]

Durch die Lage Bischbergs am Zusammenfluss von Main und Regnitz wurde der Ort für die Flößer aus dem Frankenwald zu einer wichtigen Station. Es war der zweite Halteplatz nach Schwürbitz für die aus der Kronacher Gegend kommenden Flöße. Weil dort die Regnitz den Main wesentlich verstärkte, wurden die Böden in Bischberg zu Mainflößen zusammengefügt, die etwa hundert Meter lang und acht Meter breit waren[8]. Die Verkehrsentwicklung auf Straße und Schiene ließ die Flößerei aussterben.

Politik[Bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit 1996 Johann Pfister von der Bürger-Initiative (BI). Er setzte sich zuletzt bei der Wahl 2014 bei drei Gegenkandidaten mit 54,49 % der Stimmen durch.

Bürgermeister seit 1978[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Bischberg
Nr. Bild Name (Lebensdaten) Partei Amtsantritt Ende der Amtszeit Länge der Amtszeit
1 Alfred Wachter

(1923-1997)

CSU 1978 1990 12 Jahre
2 Andreas Will

(* 1950)

CSU 1990 1996 6 Jahre
3 Johann Pfister

(* 1951)

BI 1996 (im Amt) (18 Jahre und 71 Tage, andauernd)

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg besteht aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

BI * CSU AB ** SPD Grüne FWG *** FFB **** Gesamt
6 Sitze 5 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

**Aktive Bürger (AB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

****Forum für Bischberg (FFB)

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU BI * SPD AB ** FWG *** Grüne FFB **** Gesamt
6 Sitze 6 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

**Aktive Bürger (AB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

****Forum für Bischberg (FFB)

Der damalige Dritte Bürgermeister Walter Rottmann trat im April 2009 aus der SPD aus und war anschließend fraktionslos im Gemeinderat. Der damalige Zweite Bürgermeister Dr. Richard Seitz trat im September 2011 zurück und war seither nur noch Gemeinderat.

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

BI * CSU SPD AB ** FWG *** FFB **** Grüne Gesamt
7 Sitze 5 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

**Aktive Bürger (AB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

****Forum für Bischberg (FFB)

Im Juni 2007 trat der damalige Zweite Bürgermeister Michael Betz aus der SPD aus und wechselte zur Partei Die Linke.

Gemeinderatswahl 1996[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU BI * + BB ** SPD Grüne FWG *** Gesamt
8 Sitze 7 Sitze 3 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

Listenverbindung aus * Bürger-Initiative (BI) und ** Bürgerblock (BB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Gemeinderatswahl 1990[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU SPD BI * + BB ** FWG *** Gesamt
7 Sitze 6 Sitze 5 Sitze 2 Sitze 20 Sitze

Listenverbindung aus * Bürger-Initiative (BI) und ** Bürgerblock (BB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Gemeinderatswahl 1984[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg hat seither 20 statt 16 Sitze. Er bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU SPD BI * BB ** FWG *** Gesamt
8 Sitze 5 Sitze 3 Sitze 3 Sitze 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

** Bürgerblock (BB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Gemeinderatswahl 1978[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU SPD FWG * übrige Gesamt
7 Sitze 4 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 16 Sitze

*Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Bischberg

Blasonierung: „In Rot über silbernem Dreiberg zwei schräg gekreuzte, zugekehrte silberne Bischofsstäbe, überdeckt von einer goldenen Schalenwaage.“

Der Dreiberg und die beiden Bischofsstäbe stehen für die beiden Bestandteile des Wortes Bischberg. Die Bischofsstäbe stehen außerdem für die Hochstifte Würzburg und Bamberg. Die Waage symbolisiert als ein Attribut des Erzengels Michael das Bamberger Kloster Michelsberg, das im 18. Jahrhundert die Herrschaft über den Ort innehatte. Das heutige Wappen wurde 1968 vom bayerischen Innenministerium genehmigt.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bischberg verfügt über folgende Bildungseinrichtungen:

  • Grundschule Bischberg
  • Mittelschule Bischberg

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

In den Gemeindeteilen gibt es jeweils Fußballplätze und in der Bischberger Hauptschule ein gemeindliches Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit August 1987 besteht eine Partnerschaft mit Montauban-de-Bretagne, Frankreich[9].

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dachverband der Bischberger Vereine ist der Ortskulturring Bischberg.

Sport und Sportvereine[Bearbeiten]

  • Die RKB Solidarität Bischberg 1925 e. V. ist mehrfacher Deutscher Meister im Rasenradball.
  • Die erste Mannschaft des Fußballclubs 1. FC Bischberg 1926 e. V. spielt in der Kreisklasse Bamberg 1; die Jugendabteilung besitzt Mannschaften von der G- bis zur A-Jugend.
  • Derzeit hat der Sportkegelklub 1. SKK Bischberg e. V. 95 Mitglieder, davon sind 40 aktiv. Die Erste Damenmannschaft spielt in der Regionalliga Oberfranken/Unterfranken, die Erste Herrenmannschaft in der Bezirksliga Süd und die Jugend in der Bezirksklasse Süd. Für den Verein gewannen mehrere Akteure die Deutsche Meisterschaft.
  • Tennisclub Bischberg 1980 e. V. (5 Tennisplätze beim Ortsteil Weipelsdorf)
  • Die Mannschaften des Basketballvereins Bischberg Baskets e. V.(U 10, U 12, U 14, U 16, Damen, Herren) spielen von der Kreisklasse bis zur Bezirksoberliga. Die 1. Herrenmannschaft verpasste in der Saison 2013/14 nur knapp den Aufstieg in die höchste Basketballliga Oberfrankens (Bezirksoberliga).

Museen[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich das Fränkische Fischereimuseum.

Bauwerke[Bearbeiten]

Auffälligstes Bauwerk neben der Kirche ist das Untere Schloss, 1743 von Carl Maximilian Zollner von Brand anlässlich seiner Vermählung errichtet. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem ein griechisches Speiselokal und wird als Standesamt genutzt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bischberg

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Bischberger Kirchweih findet jährlich von Donnerstag bis Montag um den ersten Sonntag im September statt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Durch die örtliche Fischerzunft gefangene und vermarktete Main- und Regnitzfische.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Brauereien[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet besteht noch die Brauerei zur Sonne in Bischberg. Bis 1995 gab es noch die Brauerei Zellmann im Gemeindeteil Tütschengereuth. Heute lässt sie ihr Bier bei der Schlossbrauerei Reckendorf brauen. In Trosdorf war die Brauerei Steuer bis 1968 und die Brauerei Wachter bis 1975 ansässig.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehren bestehen in Bischberg, Trosdorf und Tütschengereuth. In Weipelsdorf gibt es eine Löschgruppe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/182128&attr=OBJ&val=1107
  3. Einwohnerzahlen auf der Homepage der Gemeinde Bischberg
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik: Genesis online
  5. Homepage Gemeinde Bischberg
  6. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB). Siehe auch Geschichte Frankens
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.
  8. Dokument der Flößergemeinschaft Wallenfels (PDF-Datei; 190kB)
  9. Homepage Gemeinde Bischberg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bischberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien