Bischheim (Donnersberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bischheim
Bischheim (Donnersberg)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bischheim hervorgehoben
49.6709861111118.0342888888889224Koordinaten: 49° 40′ N, 8° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Kirchheimbolanden
Höhe: 224 m ü. NHN
Fläche: 6,61 km²
Einwohner: 723 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67294
Vorwahl: 06352
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 007
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Allee 2
67292 Kirchheimbolanden
Webpräsenz: www.bischheim.de
Ortsbürgermeister: Rüdiger Menges
Lage der Ortsgemeinde Bischheim im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Bischheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Pfalz. Zu Bischheim gehören auch die Wohnplätze Am steinernen Berg, Heubergerhof, Heubergermühle, Jägerhaus, Kupfermühle und Pulvermühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bischheim hieß früher Bischofsheim.

Der Ort hatte frühzeitig einer Ritterfamilie den Namen geliehen aus welcher Stephan vor 1181 sein Gut dem Kloster Rothenkirchen abgetreten und 1226 mit Jakob von Bischheim eine Urkunde des Klosters Hane bezeugt hat. auch Gerung von Bischheim hatte Güter zu Marnheim vor dem Jahr 1202 diesem Kloster überlassen. König Friedrich II. schenkte 1214 unter anderen die zur Pfarrei Kirchheim gehörende Filialkirche Bischofsheim mit allen ihren Zugehörungen dem Kloster des heiligen Grabes in Speyer zur Seelenrettung.[3] Für das Jahr 1442 ist eine Kapelle oder kleine Kirche mit wenigstens zwei Altären nachgewiesen. Die Kirche in Bischheim zählte noch im Jahr 1501 zur Pfarrei Kirchheim, sie wurde im 16. Jahrhundert der Reformation zugeführt. Im Jahr 1698 war sie zwischen Katholiken und Protestanten gemeinschaftlich.[3]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort völlig verlassen, 1657 waren erst acht Häuser wieder bewohnt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Kirchheim, die im Besitz der Fürsten von Nassau-Weilburg war. Im Jahr 1802 lebten 359 Menschen in der Gemeinde: 12 Katholiken, 309 Lutheraner, 30 Reformierte und 8 Mennoniten.[3]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Kirchheim zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Bischheim dem Landkommissariat Kirchheim im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kirchheimbolanden zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kirchheimbolanden hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Bischheim Teil der französischen Besatzungszone und wurde in das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert. Seit 1969 gehört die Gemeinde zum Donnersbergkreis.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bischheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 406
1835 518
1871 625
1905 532
1939 588
1950 765
Jahr Einwohner
1961 634
1970 629
1987 552
1997 730
2005 722
2010 707

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bischheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Im mit goldenen Schindeln bestreuten blauen Feld ein rotbewehrter und bezungter goldener Löwe, ein achtspeichiges rotes Rad haltend“.

Der Löwe ist übernommen aus dem Wappen von der Fürsten von Nassau-Weilburg, zu dessen Territorium der Ort bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte, das Rad erinnert an die Herren von Bolanden, die im Mittelalter auch in Bischheim Besitz hatten.

Es wurde am 13. März 1931 durch das bayerische Innenministerium verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die L 386 verläuft als Umgehungsstraße um den Ort. In kurzer Entfernung befindet sich westlich ein direkter Anschluss an die A 63 (Kaiserslautern-Mainz).

In Kirchheimbolanden befindet sich ein Bahnhof der Donnersbergbahn.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bischheim (Donnersberg) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 90 (PDF; 2,3 MB)
  3. a b c Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Dritter Theil, Speier: Neidhard, 1837, S. 256 ff (Google Books)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen