Bismarck (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel: Bismarck
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1940
Länge: 116 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 18, ursprünglich 6
Stab
Regie: Wolfgang Liebeneiner
Drehbuch: Rolf Lauckner,
Wolfgang Liebeneiner
Produktion: Heinrich Jonen für Tobis
Musik: Norbert Schultze
Kamera: Bruno Mondi
Schnitt: Walter von Bonhorst
Besetzung

Bismarck ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Wolfgang Liebeneiner aus dem Jahr 1940. Die Filmbiografie Otto von Bismarcks ist als NS-Propagandafilm zu Anfang des Zweiten Weltkriegs anzusehen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Inhalt

Obwohl er bei der Königin Augusta und dem Landtag unbeliebt ist, wird Graf Otto von Bismarck von König Wilhelm I. auf Anraten seines Kriegsministers von Roon ins Kabinett berufen. Es hagelt innenpolitische Angriffe im Landtag und von Seiten des Kronprinzen Friedrich. Vor allem der preußische Abgeordnete und Mediziner Rudolf Virchow ist sein schärfster Gegner. Bismarck löst den Landtag auf und unternimmt die verfassungswidrige Heeresreform. Er verbündet sich mit Österreich gegen Dänemark. Es kommt zu einem kurzen deutsch-dänischen Krieg. Dann kommt es zum Krieg gegen Österreich. Nach der siegreichen Schlacht von Königgrätz kämpft Bismarck anfangs vergeblich gegen eine Weiterführung des Krieges. Der König, im Siegesrausch, ist besessen von dem Ziel, in Wien einzumarschieren. Mit Hilfe des Kronprinzen Friedrich, der sich zum ersten Mal auf Bismarcks Seite schlägt, kann der Friedensplan doch noch durchgesetzt werden.

[Bearbeiten] Kritiken

„Historisch-biografischer Film über die Berufung Otto von Bismarcks zum preußischen Ministerpräsidenten 1862 bis zum Vorfrieden von Nikolsburg 1866, um an dieser Epoche den genialen Diplomaten und „eisernen Kanzler“ zu porträtieren, dem allein die Reichsgründung 1871 zu verdanken sei. Bei sorgfältiger Darstellung war dies ein Versuch, Entwicklungslinien bis zu Hitler zu konstruieren.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Bismarck erscheint als makelloser Held, der seine Gegenspieler Napoleon (W. F.) und Kaiser Franz Joseph (K. S.) mühelos überspielt und eigentlich nur den blinden Unverstand preußischer Liberaler zu fürchten hat. Seine einsamen Entschlüsse werden verherrlicht, seine innenpolitischen Gegner karikiert und verkleinert. Das große Werk, das er geschaffen hat, rechtfertigt ihn.“

Reclams Filmführer, 1982

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Die Filmprüfstelle gab dem Film die Prädikate „staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll“ sowie „jugendwert“.

[Bearbeiten] Hintergrund

Goebbels wollte im ersten Kriegsjahr einen anti-englischen Stoff, nach Möglichkeit einen friderizianischen. In mehreren Besprechungen mit dem Tobis-Produktionschef von Demandowisky einigte man sich schließlich auf Bismarck. Es sollte aber nicht der Rücktritt dargestellt werden, sondern der Ausbruch des Deutschen Krieges von 1866, weil dies die einsame Größe des Genies darstelle und einen aktuellen Bezug zum Jahre 1940 habe.

Es handelt sich bei Bismarck und dem späteren Die Entlassung um NS-Propagandafilme. Gedreht wurde vom 10. Juni 1940 bis zum September 1940 in Plau, Wien und Bad Gastein. Uraufführung war am 6. Dezember 1940 in Berlin, Ufa-Palast am Zoo. Der Film wurde von der alliierten Militärregierung verboten, nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland aber von der FSK (FSK-Prüfungen am 26. November 1980 und 18. November 1996) nicht als Vorbehaltsfilm eingestuft.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.kabeleins.de/film_dvd/filmlexikon/ergebnisse/index.php?filmnr=10818

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

  • Rother, Rainer: Bismarck im nationalsozialistischen Spielfilm. In: Knabel, Klaudia [Hrsg.]: Nationale Mythen - kollektive Symbole. Funktionen, Konstruktionen und Medien der Erinnerung. S. 245-265. Göttingen 2005.
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