Bismarckburg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bismarckburg (Begriffsklärung) aufgeführt.

Bismarckburg war der Name zweier Orte in den deutschen Kolonien. Die Orte waren nach dem Reichsgründer Otto von Bismarck benannt.

Deutsch-Ostafrika[Bearbeiten]

Dorf bei Bismarckburg (Deutsch-Ostafrika) zur Kolonialzeit

Die heutige Stadt Kasanga am Tanganjikasee in Tansania (8° 28′ S, 31° 9′ O-8.466666666666731.15810) hieß während des Bestehens Deutsch-Ostafrikas Bismarckburg. In 810 m Höhe über dem Meeresspiegel auf dem Adadoberg, nicht weit vom Hafen entfernt (damals Wissmannhafen genannt), befand sich eine Forschungsstation, von der heute nur noch Ruinen vorhanden sind.

Togo[Bearbeiten]

Togo um 1915

In der deutschen Kolonie Togo gab es ebenfalls ein Bismarckburg. Die Station wurde 1888 von dem Forscher Ludwig Wolf gegründet.[1][2] Sie befand sich auf dem 750 Meter hohen Adadoberg.[3] In den Jahren 1889/90 wurde die Station von Erich Kling geleitet[4], aber bereits 1894 als Europäerstation aufgehoben. Sie unterstand noch bis 1914 als Nebenstation einem deutschen Bezirksleiter in Kete Krachi. In der Nähe befindet sich heute Yégué (8° 11′ N, 0° 39′ O8.18333333333330.65) in der Präfektur Sotouboua.

Literaturhinweise[Bearbeiten]

  • Heinrich Schnee, Deutsches Koloniallexikon, Bd. 1 - 3, Leipzig 1920.
  • Meyers Enzyklopädisches Lexikon.
  • Der große Weltatlas, Kartographisches Institut Bertelsmann, Gütersloh 1963.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Stichwort Wolf, Ludwig
  2. Rochus Schmidt: Deutschlands Kolonien. Band 2, Verlag des Vereins der Bücherfreunde Schall & Grund, Berlin 1898, S. 182 ff. (Reprint durch Weltbild Verlag. Augsburg 1998)
  3. Conrad Weidmann: Deutsche Männer in Afrika. Bernhard Nöhring, Lübeck 1894, S. 187. (Onlinefassung).
  4. Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Stichwort Kling, Erich

Weblinks[Bearbeiten]