Bismarckturm (Ballenstedt)

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Bismarckturm
Turmart: Aussichtsturm
Staat: Deutschland
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Ortschaft: Ballenstedt
Standort: auf dem Stahlsberg
Geo-Koordinaten: 51° 42′ 52″ N, 11° 15′ 32″ O51.71430555555611.258972222222Koordinaten: 51° 42′ 52″ N, 11° 15′ 32″ O
Standorthöhe: 270,6 m ü. NN [1]
Turmhöhe: ca. 11 m [1]
Aussichtsplattformhöhe: ca. 280 m ü. NN
Bauzeit: Phase 1: 1914/15 [1]
Phase 2: 1930/31 [1]
Bismarckturm Ballenstedt

Der Bismarckturm beim Ballenstedter Ortsteil Opperode ist ein 1914/15[1] baulich begonnener und 1930/31[1] vollendeter Aussichtsturm auf dem 270,6 m ü. NN[1] hohen Stahlsberg im Harz im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt und gehört zu den Bismarckdenkmälern.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Bismarckturm befindet sich im Mansfelder Land am Rand des Naturparkes Harz/Sachsen-Anhalt. Er steht auf dem direkt südlich des vom Sauerbach durchflossenen Opperode gelegenen Stahlsberg, einem bewaldeten Bergsporn der Nordostflanke des Harzes.

Beschreibung und Geschichte[Bearbeiten]

Zur 100-Jahr-Feier der Völkerschlacht bei Leipzig (1913) regte der Ballenstedt Oberbürgermeister Wendt die Errichtung eines Bismarckturmes an. Der gebildete Turmausschuss wählte als Standort den Stahlsberg bei Opperode und Professor Wilhelm Kreis als Architekten des Turms. Letzterer entschied sich für einen Entwurf, der dem bereits prämierten Entwurf Götterdämmerung äußerst ähnlich war.

Der Bismarckturm wurde aus Kalksteinen und Harzgranit errichtet. Die feierliche Grundsteinlegung fand kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914–1918) am 14. Juni 1914[1] statt, in dem die Bauarbeiten zum Erliegen kamen. 1930 bis Anfang 1931[1] wurde der Turm im Auftrag des Harzklub-Zweigvereins Ballenstedt in einfacher Form fertiggestellt. Man verzichtete zum Beispiel auf die vorgesehene Feuerschale auf der Aussichtsplattform. Am 20. Mai 1931[1] wurde der Turm im Rahmen einer schlichten Feier eingeweiht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) und in der DDR-Zeit (1949–1990) wurde der Turm dem Verfall preisgegeben. Nach Ende des Kalten Krieges (1945–1990) erfolgte 1994/95[1] eine Restaurierung, und der Turm wurde am 1. Juli 1995[1] wieder eröffnet.

Der Turm ist etwa 11 m[1] (ursprünglich waren 16,50 m[1] geplant) hoch. Eine Innentreppe mit 57 Stufen[1] führt auf die Aussichtsplattform, die auf rund 280 m ü. NN liegt.

Wandern und Aussichtsmöglichkeit[Bearbeiten]

Der Bismarckturm ist nicht ständig zugänglich. Ein Schlüssel für das Eingangstor kann zum Beispiel über die Touristik-Information Ballenstedt entliehen werden. Von der Aussichtsplattform fällt der Blick besonders auf das Harzvorland, Ballenstedt und Opperode. Der Turm ist als Nr. 199[2] in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Bismarckturm Ballenstedt, auf bismarcktuerme.de
  2. Harzer Wandernadel: Stempelstelle 199 – Bismarckturm Ballenstedt auf harzer-wandernadel.de

Weblinks[Bearbeiten]