Bismut(III)-sulfid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Bismut(III)-sulfid
__ Bi3+     __ S2−
Allgemeines
Name Bismut(III)-sulfid
Andere Namen
  • Bismutsulfid
  • Dibismuttrisulfid
  • Schwefelwismut (veraltet)
Verhältnisformel Bi2S3
CAS-Nummer 1345-07-9
Kurzbeschreibung

dunkelbrauner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 514,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,78 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

685 °C[3] (andere Quelle 850 °C[2])

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Bismut(III)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus Bismut und Schwefel.

Vorkommen[Bearbeiten]

Bismutsulfid kommt natürlich im Mineral Bismuthinit vor. Es wird vermutet, dass es als dünne Schicht auch auf Bergen der Venus vorkommt.[6]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Bismutsulfid kann in einer Fällungsreaktion aus Bismut(III)-salzen mit einer Schwefelwasserstofflösung dargestellt werden.

\mathrm{2 \ Bi^{3+} + 3 \ H_2S \longrightarrow \ Bi_2S_3 + 6 \ H^+}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Bismutsulfid hat eine trigonal prismatische Kristallstruktur. Außerdem hat es mit 1,6·10-72 eines der kleinsten Löslichkeitsprodukte aller chemischer Verbindungen.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Bismutsulfid als Mineral wird als Ausgangsstoff zur Herstellung von Bismut verwendet. Weiterhin wird es als Zusatzstoff in Bremsbelägen, als Katalysator, als Komponente von Flussmitteln beim Lichtbogenschweißen und als Komponente in Zündladungen von Munition verwendet.[8] Bismutsulfid Dünnschichten und Nanoröhren werden zur Zeit als Hochleistungskatalysator erforscht.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Bismut(III)-sulfid bei AlfaAesar, abgerufen am 29. Januar 2010 (JavaScript erforderlich)..
  2. a b webelements.com: Dibismuth Trisulphide
  3. ESPI-Metals: Bismuth Sulfide
  4. a b Datenblatt Bismut(III)-sulfid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 13. März 2011 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben
  5. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. wissenschaft.de: Blei-"Schnee" bedeckt die Berge der Venus, vom 11. Februar 2004, abgerufen am 14. Juni 2013.
  7. Das große Tafelwerk - Cornelsen, Seite 139, ISBN 978-3-464-57143-9
  8. loradchemical.com: Bismuth Sulfide - Bi2S3, abgerufen am 14. Juni 2013.
  9. S. MAHMOUD, A. H. EID, and H. OMAR: OPTICAL CHARACTERISTICS OF BISMUTH SULFIDE (Bi2S3) THIN FILMS (PDF; 1,2 MB) In: FIZIKA A 6 (1997) 3, 111–120.