Bistro

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Im Bistro (Gemälde von Jean Béraud)

Das Bistro ist ein kleines Lokal – ursprünglich im französischen Stil. Man trinkt hier Wein, Bier, Kaffee, Cappuccino oder andere Genussgetränke. Meist sind die klassischen Bistros einfach möbliert, ohne übertriebenes Dekor. Das Angebot an Speisen, wenn es überhaupt welche gibt, ist meist klein.

„In-Bistros“ bieten als Szenekneipen auch gehobene Speisen oder Getränke (Champagner, Trüffel, Spezialitäten).

Vor allem im Saarland sind Bistros seit langem sehr beliebt. Die Nähe zu Frankreich hat maßgeblich zur Popularität dieser kleinen Kneipen à la française beigetragen. Aber auch im übrigen Deutschland hat sich der Begriff „Bistro“ sehr verbreitet und ist in nahezu allen Städten anzutreffen. Die Grenze zum Café, zum Restaurant oder zur Kneipe ist fließend.

In Frankreich wuchs ihre Zahl in den Fünfziger Jahren schnell an, zehn Jahre später existierten bereits etwa 200.000 Lokale. Seitdem schrumpfte die Zahl der Bistros jedoch stetig wieder, seit den 2000ern zusätzlich beschleunigt durch Wirtschaftskrisen. So existierten 2012 nur noch rund 30.000 Bistros im Land.[1]

Im Französischen ist auch die Schreibweise Bistrot gebräuchlich.

Etymologie[Bearbeiten]

Eine verhältnismäßig populäre, wenngleich angezweifelte, Herkunftsgeschichte des Begriffs Bistro ist, dass er sich vom russischen Wort für „schnell“, быстро (bystro), ableitet. Dieses Wort gelangte im Zuge der Befreiungskriege gegen Napoleon im Zeitraum 1816 bis 1818 nach Paris, das zu der Zeit von russischen Soldaten besetzt war. In Gaststätten sollen sie mit dem Ruf bystro, bystro ihren Wunsch nach möglichst schneller Bedienung ausgedrückt haben.

Nach Angabe des Standardwörterbuchs Le Grand Robert ist der Begriff allerdings erst 66 Jahre später, im Jahr 1884, zum ersten Mal belegt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Weber-Lamberdière, Patrick Czelinski: Paris verliert an Flair: Adieu Bistro – Gott lebt nicht mehr in Frankreich. In: focus.de. 23. November 2012, abgerufen am 23. November 2012.