Bistum Aachen

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Bistum Aachen
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Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz Köln
Metropolitanbistum Erzbistum Köln
Diözesanbischof Heinrich Mussinghoff
Weihbischof Karl Borsch
Johannes Bündgens
Emeritierter Weihbischof Gerd Dicke
Karl Reger
Generalvikar Manfred van Holtum
Fläche 3.937 km²
Dekanate 64 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Pfarreien 371 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Einwohner 2.028.699 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Katholiken 1.110.948 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Anteil 54,8 %
Diözesanpriester 436 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordenspriester 106 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ständige Diakone 82 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Katholiken je Priester 2.050
Ordensbrüder 141 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ordensschwestern 766 (31. Dezember 2011 / AP 2013)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Deutsch/ Latein
Kathedrale Aachener Dom
Website www.kirche-im-bistum-aachen.de
Kirchenprovinz
Erzbistum Freiburg Erzbistum Bamberg Erzbistum Berlin Erzbistum Hamburg Erzbistum Köln Erzbistum München und Freising Erzbistum Paderborn Bistum Aachen Bistum Augsburg Bistum Dresden-Meißen Bistum Eichstätt Bistum Erfurt Bistum Essen Bistum Fulda Bistum Görlitz Bistum Hildesheim Bistum Limburg Bistum Magdeburg Bistum Mainz Bistum Mainz Bistum Münster Bistum Münster Bistum Osnabrück Bistum Passau Bistum Regensburg Diözese Rottenburg-Stuttgart Bistum Speyer Bistum Trier Bistum Trier Bistum WürzburgKarte der Kirchenprovinz Köln
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Das Bistum Aachen (lat.: Dioecesis Aquisgranensis) ist eine römisch-katholische Diözese in der deutschen Kirchenprovinz Köln. Bischofssitz ist die Stadt Aachen und Kathedralkirche der Hohe Dom zu Aachen, der 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Amtierender Diözesanbischof ist seit 1994 Heinrich Mussinghoff.

Das Bistum Aachen liegt im äußersten Westen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Es grenzt auf deutscher Seite an das Erzbistum Köln sowie an die Bistümer Münster, Essen und Trier. Auf niederländischer Seite bestehen gemeinsame Grenzen mit dem Bistum Roermond, auf belgischer Seite mit dem Bistum Lüttich.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es für kurze Zeit ein Bistum Aachen. Dessen Geschichte ist geprägt durch die Machtpolitik Napoléons und die Reaktionen des Heiligen Stuhls. Eingerichtet wurde es 1802 durch Napoléon, der es aus dem linksrheinischen Gebiet des Erzbistums Köln sowie aus Teilen des Bistums Lüttich und kleineren Teilen der Bistümer Utrecht, Roermond und Mainz zusammensetzte. Im Jahr 1808 wurde es zudem um das Gebiet um Wesel erweitert. Der erste Bischof war Marc-Antoine Berdolet, den Napoléon ernannte. Nach dem Tod Berdolets (13. August 1809) erhob Napoléon Jean-Denis-François Camus, genannt Le Camus, zum Nachfolger, der jedoch keine Billigung des Vatikans fand. Damit wollte Papst Pius VII. die Grenzen der Autorität des Kaisers aufzeigen. Nach Ende der französischen Herrschaft wurde das Bistum durch den Papst mit der Bulle De salute animarum am 16. Juli 1821 de jure wieder aufgelöst und in das Erzbistum Köln eingegliedert. Die endgültige Auflösung des ersten Aachener Bistums erfolgte dann am 24./25. März 1825 nach der letzten Sitzung des Domkapitels.

Das heutige Bistum Aachen wurde am 13. August 1930 errichtet. Zunächst wurde 1929 das Preußenkonkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Preußen geschlossen, unterzeichnet von Nuntius Pacelli, dem späteren Pius XII., und dem preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun. Durch die päpstliche Bulle „Pastoralis officii nostri“ am 13. August 1930 und das „Dekret des Apostolischen Nuntius in Deutschland, betr. Domkapitel Circumscripto der Diözese Aachen“ wurde die Wiedererrichtung vollzogen. Joseph Heinrich Peter Vogt wurde zum Bischof geweiht.

Gegenwart[Bearbeiten]

In den letzten Jahren wurde ein Prozess der Zusammenlegung von Kirchengemeinden und der Bildung von Seelsorgeeinheiten im Bistum Aachen eingeleitet.[1] Hintergrund sind die zurückgehenden Zahlen von Priestern und Gemeindemitgliedern und die dadurch bedingten Sparzwänge.

Im Jahr 2010 lebten noch 1,12 Millionen Katholiken im Bistum. Dies sind 14.969 (circa 1,5 Prozent) weniger als 2009. Noch stärker sank 2010 die Zahl der Wochenendgottesdienstbesucher: Durchschnittlich nahmen 108.838 Menschen an den Gottesdiensten teil – ein Rückgang um 12 Prozent gegenüber 2009.[2]

Gliederung des Bistums[Bearbeiten]

Übersichtskarte des Bistums Aachen nach Regionen

Das Bistum Aachen umfasst

Düren (ohne die Ortschaften Embken, Muldenau und Wollersheim der Stadt Nideggen)
Heinsberg
Viersen (ohne die Ortschaft Tönisberg der Stadt Kempen)
Stadt Korschenbroich (ohne die Stadtteile Glehn, Lüttenglehn, Epsendorf und Steinforth-Rubbelrath)
Stadt Meerbusch (ohne den Ortsteil Büderich)
Gemeinde Jüchen
Gemeinde Blankenheim
Gemeinde Dahlem
Gemeinde Hellenthal
Gemeinde Kall
Stadt Mechernich (ohne die östlichen Ortschaften)
Gemeinde Nettersheim
Stadt Schleiden


Vermögen[Bearbeiten]

Neben dem regulären Etat, über welchen Rechenschaft abgelegt werden muss, hat das Bistum Aachen über den "Bischöflichen Stuhl" keine Rechenschaft abzulegen. Anders nur, wenn öffentlichen Gelder verwendet werden. Die Höhe des Vermögens des Bischöflichen Stuhls betrug im Bistum Aachen im Oktober 2013 rund 8,2 Millionen Euro. Erstmals veröffentlichte das Bistum Aachen seit seinem Bestehen seine Vermögensverhältnisse.[3]

Patrone[Bearbeiten]

Die Patronin des Bistums Aachen und des Aachener Domes ist die Gottesmutter Maria unter dem Titel ihrer Aufnahme in den Himmel (15. August).

Bedeutende Kirchen[Bearbeiten]

Dom zu Aachen

Wallfahrtsstätten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bistum Aachen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rheinische Post: Wenn Pfarren verschwinden
  2. Pressedienst des Bistums Aachen: Ein Drittel mehr Kirchenaustritte in 2010
  3. Deutsche Welle: Bistümer legen ihr Vermögen offen