Bistum Pécs

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Bistum Pécs
Karte Bistum Pécs
Basisdaten
Staat Ungarn
Metropolitanbistum Erzbistum Kalocsa-Kecskemét
Diözesanbischof György Udvardy
Emeritierter Diözesanbischof Mihály Mayer
Fläche 8.200 km²
Pfarreien 206 (2004)
Einwohner 621.000 (2004)
Katholiken 401.000 (2004)
Anteil 64,6 %
Diözesanpriester 122 (2004)
Ordenspriester 10 (2004)
Ständige Diakone 2 (2004)
Katholiken je Priester 3.038
Ordensbrüder 17 (2004)
Ordensschwestern 41 (2004)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Ungarisch
Kathedrale St. Peter und Paul
Website http://www.pecs.egyhazmegye.hu

Das in Ungarn gelegene Bistum Pécs bzw. Bistum Fünfkirchen (lat.: Diocesis Quinque Ecclesiensis) in Fünfkirchen wurde bereits im Jahre 1009 gegründet und 1135 der Kirchenprovinz des Erzbistums Kalocsa unterstellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Entstehungsgeschichte des Bistums ist umstritten. Als wahrscheinlich gilt, dass im Jahre 1009 König Stephan I. von Ungarn die Diözese nach der Unterwerfung der „schwarzen Magyaren“ (lat.: Ungri Nigri ) gründete.[1] Zu ihrem Besitz gehörten seither ehemalige Gebiete der besiegten und christianisierten Magyaren.[2] Seine Grenzen lagen auf einer Line zwischen den Orten Zemogny und Tápé auf der einen Seite, zwischen den Flüssen Kapos und Almás sowie einem römischen Aquädukt zwischen den Flüssen Donau und Save auf der anderen Seite. Es erstreckte sich somit über die Gebiete der ehemalige Komitate Tolna, Baranya und Pozsega.[3] Die Bischöfe von Pécs waren Suffraganbischöfe der Erzdiöszese von Esztergom. Gleichzeitig waren sie aufgrund ihrer kirchlichen Dignität traditionell „Erbobergespan“ (lat.: Baraniensis perpetuus supremus comes )[4] des Komitates Baranya.[5]

Basilika und Bischofspalast[Bearbeiten]

Die Kathedrale ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht und befindet sich in der Mitte der Stadt. Ihre Grundmauern stammen aus dem Ende des 4. Jahrhunderts. Die Vorgängerkirche des heutigen Doms galt in ihrer Zeit als eines der vier größten Bauwerke dieser Art in Europa. Sie wurde 1991 von Papst Johannes Paul II. zu einer Basilica minor erhoben.[6] Ihre früheren Skulpturen und Reliefs sind heute im Dommuseum und im Lapidarium ausgestellt. Auf dem Balkon des nahe gelegenen Bischofspalastes steht eine Statue des Komponisten Franz Liszt. Ebenfalls in der Nähe[7] befindet sich mit der Bibliothek des Bischofs György Klimó eines der wichtigsten Teile der ungarischen und europäischen Kulturgeschichte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Anmerkungen / Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bruno von Querfurt: Vita quinque fratrum eremitarum; Vita vel passio Benedicti et Iohannis sociorumque suorum.
  2. Alfried Wieczorek, Hans-Martin Hinz (Hrsg.): Europas Mitte um 1000. Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1544-8, ISBN 3-8062-1545-6.
  3. H. Wickham Steed, Walter Alison Phillips, David Hannay: A short history of Austria, Hungary an Poland. The Enzyclopaedia Britannica Company LTD, London 1914
  4. Anm.: Die ungarische Bezeichnung lautet: „Baranya vármegye örökös főispánja
  5. Zoltán Fallenbüchl: Magyarország főispánjai 1526-1848. Argumentum, Budapest 1994
  6. Liste aller Basilica minor weltweit auf der Website von gcatholic.com
  7. Anm.: in der Szepessy Ignác Straße

Literatur[Bearbeiten]

  • Gyula László: The Magyars. Their life and civilisation. Corvina, Budapest 1997 ISBN 963-13-4807-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Basilika und Bischofspalast von Pécs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien