Bistum Sapa

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Bistum Sapa
Basisdaten
Staat Albanien
Metropolitanbistum Erzbistum Shkodra-Pult
Diözesanbischof Lucjan Avgustini
Generalvikar Carlo Fantini
Fläche 2.544 km²
Pfarreien 32 (2010 / AP2011)
Einwohner 203.000 (2010 / AP2011)
Katholiken 70.300 (2010 / AP2011)
Anteil 34,6 %
Diözesanpriester 10 (2010 / AP2011)
Ordenspriester 5 (2010 / AP2011)
Ständige Diakone 1 (2010 / AP2011)
Katholiken je Priester 4.687
Ordensbrüder 7 (2010 / AP2011)
Ordensschwestern 44 (2010 / AP2011)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Albanisch

Das in Albanien gelegene Bistum Sapa (lat.: Dioecesis Sappensis, Albanisch: Dioqeza e Sapës) wurde im Jahre 1052 begründet und ist ein Suffragan des Erzbistums Shkodra-Pult. Es erstreckt sich entlang des Unterlaufs des Drin südlich der Stadt Shkodra. Bischofssitz ist der Ort Vau-Deja im Kreis Shkodra.

Die Diözese ist nach Sapa (italienisch Sappa) benannt, einem ehemaligen Städtchen[1] auf dem Gebiet der Gemeinde Vau-Deja. Seit Anfang 2007 hat Lucjan Avgustini das Bischofsamt inne.

Im Frühjahr 2002 übersiedelten einige albanische Karmelitinnen aus Kroatien nach Nënshat, einem Dorf südlich von Vau-Deja und früher vorübergehend Bischofssitz der Diözese, und gründeten dort ein kontemplatives Kloster.

Geschichte[Bearbeiten]

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gehörte Sapa zur Kirchenprovinz Antivari.

Im 17. Jahrhundert konnten die kleinen nordalbanischen Diözesen wegen der fortschreitenden Islamisierung durch die Osmanen nur mehr unter Schwierigkeiten mit Bischöfen besetzt werden und blieben nicht selten vakant. Deshalb wurde das Bistum Sarda (Sardoniki) im 17. Jahrhundert zu Sapa geschlagen. In jener Zeit hatte die vereinigte Diözese zwei bedeutende Bischöfe, Pjetër Budi (1621–1622) und Frang Bardhi (1637–1643). Sie gehörten zu den ersten, die religiöse Werke in albanischer Sprache verfassten.

Der 1940 ins Amt gekommene Bischof von Sapa, Gjergj Volaj wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Angehörigen der Sigurimi eingekerkert, gefoltert und im Februar 1948 ermordet. Unter der Gewaltherrschaft der Kommunisten konnte kein neuer Bischof ernannt werden. Papst Johannes Paul II. richtete die Diözese in den 1990er Jahren wieder ein.

Bischöfe[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Bartl: Das Bistum Sappa-Sarda in Nordalbanien nach einem Bericht aus dem Vatikanischen Archiv (ca. 1750). In: Südost-Forschungen. 25. 1966, S. 27–37.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Peter Bartl: Das Bistum Sappa-Sarda in Nordalbanien nach einem Bericht aus dem Vatikanischen Archiv (ca. 1750). In: Südost-Forschungen. 25, 1966, S. 27–37.