Bistum Torit

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Bistum Torit
Basisdaten
Staat Südsudan
Kirchenprovinz Juba
Metropolitanbistum Erzbistum Juba
Diözesanbischof Sedisvakanz
Emeritierter Diözesanbischof Paride Taban
Fläche 76.000 km²
Pfarreien 19 (2010 / AP2011)
Einwohner 891.000 (2010 / AP2011)
Katholiken 682.000 (2010 / AP2011)
Anteil 76,5 %
Diözesanpriester 44 (2010 / AP2011)
Ordenspriester 10 (2010 / AP2011)
Katholiken je Priester 12.630
Ordensbrüder 26 (2010 / AP2011)
Ordensschwestern 17 (2010 / AP2011)
Ritus Römischer Ritus
Kathedrale St. Peter und Paul, Torit (zerstört)
Website http://home.catholicweb.com/DioceseofTorit/index.cfm
Übersicht über die Bistümer in Sudan und Südsudan; Nr. 9 ist das Bistum Torit

Das römisch-katholische Bistum Torit (lat.: Dioecesis Toritensis) umfasst die Distrikte Kapoeta, Imatong und Magwi des südsudanesischen Bundesstaates Eastern Equatoria.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung und Entwicklung[Bearbeiten]

Am 2. Mai 1983 wurde das Bistum Torit gegründet und dem Erzbistum Juba als Suffragan unterstellt. Während des Bürgerkriegs war der größere Teil des Diözesangebiets durch die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) kontrolliert. Der Sitz der Diözese war vorübergehend nach Narus, 50 Kilometer von der kenianischen Grenze, verlegt worden. Torit und weitere wichtige Orte konnten nicht von dort aus verwaltet und versorgt werden. Teile der Diözesanverwaltung waren nach Nairobi verlegt. Durch eine Vereinbarung mit dem Bischof von Malakal, kümmert sich der Bischof von Torit um die Gemeinden im Gebiet um Boma im Bistum Malakal. Seit dem Ende des Bürgerkriegs 2005 und der LRA-Unruhen 2008 kann das gesamte Bistumsgebiet wieder von Torit aus verwaltet werden.

Pastorale Situation[Bearbeiten]

Aufgrund langer Sedisvakanzen, der langjährigen Krankheit und des frühen Todes von Bischof Akio Johnson Mutek fehlte während der entscheidenden Jahre des Aufbaus eine tatkräftige Leitung der Diözese. Altbischof Paride Taban, der bereits während des Bürgerkriegs der Diözese sowie der gesamten sudanesischen Kirche durch internationale Kontakte viel humanitäre Hilfe beschaffen konnte, engagiert sich weiterhin für Frieden und Versöhnung. Er baute mit internationaler Hilfe das Kuron Peace Village auf, einen Lernort für praktische Versöhnung im Osten der Diözese. In etwa 10 Orten betreibt das Bistum Gesundheitszentren für die Erstversorgung (PHCC), zudem etwa 15 Schulen verschiedenen Typs.

Bischöfe[Bearbeiten]

Pfarreien[Bearbeiten]

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Da es in den einzelnen Pfarreien nur wenige Kirchen gibt und nur unter schwierigen Bedingungen größere Kirchen errichtet werden können, werden stattdessen zahlreiche kleinere Häuser oder Lager zum Gebet und für Gottesdienste eingerichtet. Neben diesen Gebetszentren gibt es des Weiteren Einrichtungen zur Versorgung und Logistik, die sich auch außerhalb des Diözesangebiets befinden, so zum Beispiel im Bistum Malakal oder im Grenzgebiet von Kenia.

Die Pfarreien[Bearbeiten]

2010 bestanden im Bistum Torit insgesamt 19 Pfarreien; zu folgenden Pfarreien aus dem Jahr 2006 gibt es weitere Informationen:

Dekanat Ost

  • Narus (gegründet 1994)
  • Chukudum (gegründet um 1946)
  • Kapoeta (gegründet 1934)
  • Nanyangachor (gegründet 1997)
  • Kimotong (gegründet 1991)
  • Namoruputh (gegründet um 2005)

Dekanat Mitte

  • Lowoi
  • Ikwoto (gegründet 2000)
  • Isohe (gegründet 1926)
  • Torit (gegründet um 1920)
  • Lafon - Lopit (gegründet um 1948)
  • Iboni (gegründet 2006)
  • Boma (gegründet um 1997)

Dekanat West

  • Palotaka (gegründet 1933)
  • Loa (gegründet um 1921)
  • Nimule (gegründet 2000)
  • Naita - Lotimot (gegründet um 1997)

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag zu Bistum Torit auf catholic-hierarchy.org (englisch)