Bitcoin

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Bitcoin-Qt
Logo
Screenshot
Das Hauptfenster unter Ubuntu
Basisdaten
Maintainer Gavin Andresen
Entwickler Satoshi Nakamoto, Martti Malmi, Amir Taaki, Pieter Wuille, Nils Schneider, Jeff Garzik und andere
Aktuelle Version 0.9.3[1]
(27. September 2014)
Betriebssystem Windows, Linux, Mac OS X
Programmier­sprache C++
Kategorie elektronisches Geld
Lizenz MIT-Lizenz
Deutschsprachig ja
bitcoin.org
Bitcoin Protokoll
Familie: Internetprotokollfamilie
Einsatzgebiet: Zahlungsverkehr
Port: 8333/TCP[2]
Bitcoin im TCP/IP‑Protokollstapel:
Anwendung Bitcoin
Transport TCP
Internet IP (IPv4, IPv6)
Netzzugang Ethernet Token
Bus
Token
Ring
FDDI
Standards: Bitcoin protocol specification[3]

Bitcoin ist ein weltweit verfügbares dezentrales Zahlungssystem und der Name einer virtuellen Geldeinheit.[4][5] Überweisungen werden von einem Zusammenschluss von Rechnern über das Internet und mithilfe einer speziellen Peer-to-Peer-Anwendung abgewickelt, sodass dabei keine zentrale Abwicklungsstelle – wie im herkömmlichen Bankverkehr – benötigt wird. Die Guthaben der Teilnehmer werden in persönlichen digitalen Brieftaschen gespeichert.[6] Der Marktwert von Bitcoins ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage.[7]

Bitcoin wurde 2008 in einem White Paper unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erstmals beschrieben[8] und 2009 als quelloffene Bitcoin-Software veröffentlicht.[9] Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam mit Hilfe der „Bitcoin Core“-Software[10] verwalteten dezentralen Datenbank, in der alle Transaktionen verzeichnet werden. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist der Betrieb eines Bitcoin Core, alternativ kann auch einer der Online-Dienste genutzt werden (z. B. für mobile Geräte). Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keinen geographischen Beschränkungen – außer der Verfügbarkeit einer Internet-Verbindung – und kann länderübergreifend eingesetzt werden.

Mit Hilfe kryptographischer Techniken wird sichergestellt, dass nur der Eigentümer der Bitcoins Transaktionen vornehmen kann und die Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben werden können. Daher wird Bitcoin auch als Kryptowährung bezeichnet, obwohl es im eigentlichen Sinne keine Währung darstellt.[11] In deutschsprachigen Medien wird auch die Bezeichnung Kryptogeld benutzt.[12][13][14]

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Das Konzept von Bitcoin wurde 2008 in einem Whitepaper von Satoshi Nakamoto[15] auf einer Mailingliste über Kryptographie vorgeschlagen.[16][17] Bisher wurde nicht bekannt, ob der Name für eine Person, ein Pseudonym oder eine Gruppe von Personen steht. Bitcoin basiert auf der Idee einer kryptographischen Währung, die 1998 von Wei Dai als b-money und von Nick Szabo als bit gold beschrieben wurde.[18]

„Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung. Wir müssen den Banken unsere Privatsphäre anvertrauen, vertrauen, dass sie Identitätsdieben nicht die Möglichkeit geben, unsere Konten leerzuräumen. Ihre massiven Zusatzkosten machen Micropayments unmöglich.
Eine Generation früher hatten Nutzer von Time-Sharing-Computersystemen ein ähnliches Problem. Vor dem Aufkommen von starker Verschlüsselung mussten die User sich auf Passwortschutz für ihre Daten verlassen und dem Systemadministrator vertrauen, dass dieser ihre Informationen vertraulich hielt. Diese Privatsphäre konnte jederzeit aufgehoben werden, wenn der Administrator zu dem Schluss kam, dass sie weniger wog als andere Belange, oder auf Anweisung seiner Vorgesetzten. Dann aber wurde starke Verschlüsselung für die Masse der Nutzer verfügbar, und Vertrauen war nicht länger nötig. Daten konnten auf eine Weise gesichert werden, die einen Zugriff durch Dritte – egal aus welchem Grund, egal mit wie guten Entschuldigungen, egal was sonst – unmöglich machten.
Es ist Zeit, dass wir dasselbe mit Geld machen. Mit einer elektronischen Währung, die auf einem kryptografischen Beweis beruht und kein Vertrauen in Mittelsmänner benötigt, ist Geld sicher und kann mühelos transferiert werden.“

Satoshi Nakamoto[19]

Das Bitcoin-Netzwerk entstand am 3. Januar 2009 mit der Schöpfung der ersten 50 Bitcoins.[20] Einige Tage später wurde unter dem Pseudonym "Satoshi Nakamoto" auch die erste Version der Bitcoin Referenz-Software auf derselben Mailingliste veröffentlicht, wie schon das Whitepaper, bei SourceForge und im Internet-Diskussionsforum der P2P Foundation.[21][22][19] Die erste Version des „Bitcoin Core“[10] ist in der Programmiersprache C++ geschrieben, verwendet die Softwarebibliotheken wxWidgets, OpenSSL, Berkeley DB und Boost und enthält neben Programmdateien für Microsoft Windows auch Quellcode unter der MIT-Lizenz. Ende 2009 portierte der Finne Martti Malmi den Bitcoin Core-Software auf GNU/Linux und unterstützte Nakamoto bei der Entwicklung.[23] Später stießen weitere Entwickler aus der Open-Source-Gemeinschaft hinzu. Einige der Entwickler, wie beispielsweise Jeff Garzik, sind auch mit Beiträgen am Linux-Kernel beteiligt. Mitte 2010 zog sich Nakamoto aus der Entwicklung zurück und übergab die Projektleitung an Gavin Andresen.[24] Nakamoto hatte bis zu dem Zeitpunkt einige Diskussionsbeiträge im Internet geschrieben, seine Identität jedoch nicht offengelegt.[25]

Funktionsweise[Bearbeiten]

Bitcoin besteht im Kern aus einem Zahlungssystem und einer Geldeinheit, welche dezentral in einem Rechnernetz mit Hilfe eigener Software verwaltet bzw. geschöpft wird.

Bitcoin basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam verwalteten dezentralen Datenbank, in welcher alle Transaktionen in einer Block-Kette aufgezeichnet werden. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist der Betrieb eines mit dem Bitcoin-Protokoll kompatiblen Bitcoin Cores oder die Nutzung eines diese Funktionalität bereitstellenden Online-Dienstleisters. Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keinen geographischen Beschränkungen – außer der Verfügbarkeit einer Internet-Verbindung – und kann länderübergreifend eingesetzt werden.[12]

Zahlungssystem Bitcoin[Bearbeiten]

Das Zahlungssystem Bitcoin besteht zum einen aus einer Datenbank, der Block-Chain (dt. Block-Kette), in der alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet sind. Das Bitcoin-Zahlungssystem verwendet ein Peer-to-Peer-Netzwerk, zu dem sich alle teilnehmenden Rechner mithilfe eines Programms, dem Bitcoin Core verbinden. In diesem Bitcoin-Netzwerk werden alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet. Die Block-Chain wird redundant und dezentral auf allen Bitcoin Cores gespeichert und verwaltet und laufend über das Bitcoin-Netzwerk aktualisiert.

Um das Bitcoin-System für Zahlungen nutzen zu können, muss ein Bitcoin Core auf dem Computer installiert und die Verbindung über das Internet zum Bitcoin-Netzwerk hergestellt werden.

Zahlungen finden an pseudonyme Adressen statt, welche die Software für jeden Teilnehmer beliebig neu erzeugen kann. Eine Identifizierung der Handelspartner ermöglicht Bitcoin nicht. Eine vollständige Anonymität garantiert das System allerdings auch nicht, da die Kette aller Transaktionen öffentlich in der Transaktionsgeschichte verzeichnet wird und eine Verknüpfung von Bitcoinadressen mit identifizierenden Informationen prinzipiell möglich ist.[26] Wie bei Zahlungen mit Warengeld, kann eine Bitcoin-Transaktionen nicht widerrufen werden, nachdem sie durch das Netzwerk bestätigt wurde. Die Bestätigung einer Zahlung dauert etwa zehn bis sechzig Minuten, wobei die Bestätigung umso verbindlicher wird, je länger sie zurückliegt, d. h. je mehr neue Blöcke gefunden und bestätigt wurden. Zur Durchführung einer Zahlung kann eine Gebühr abgeführt werden, wobei Zahlungen mit höheren Gebühren bevorzugt bestätigt werden.

Die virtuelle Geldeinheit Bitcoin[Bearbeiten]

Die virtuellen Geldeinheiten, Bitcoins genannt,[11] werden dezentral in einem Rechnernetz geschöpft und verwaltet. Dieses Netzwerk wird aus Teilnehmern gebildet, die eine Bitcoin-Peer-to-Peer Software, Bitcoin Core genannt,[10] ausführen und sich über das Internet miteinander verbinden. Bitcoin-Geldbeträge werden in einer digitale Brieftasche, der Wallet verwaltet, die ein Teil der Software des installierten Bitcoin Core ist oder auf einem Online-Server läuft. Die persönliche Wallet (dt. "Brieftasche") enthält kryptographische Schlüssel. Die Verwendung dieses eigenen, privaten Schlüssels ist erforderlich, um die Durchführung einer Zahlung zu autorisieren. Die privaten Schlüssel als solche müssen bei diesem Verfahren nicht offenbart werden. Die digitale Wallet muss jedoch gegen Verlust, gegen Ausspähen und Schadsoftware geschützt werden.

Allgemein werden Bitcoins jedoch elektronisch zwischen den Teilnehmern überwiesen.[27] Ihr Besitz wird durch den Besitz kryptographischer Schlüssel nachgewiesen. Jede Transaktion von Geldeinheiten wird mit einer digitalen Signatur versehen und in einer öffentlichen, vom gesamten Netzwerk betriebenen Datenbank, der Block-Chain, aufgezeichnet. Wegen der Überlegenheit altbekannter Sicherheitsmethoden, wie z. B. Tresore, haben sich auch analoge Offline-Varianten von Wallets für Bitcoin etabliert. Auf Papier können kryptographische Schlüssel zu den eigenen Bitcoins, die in der dezentralen öffentlichen Block-Chain gespeichert sind, notiert werden. Solange dieser private Schlüssel nur in der Hand seines Besitzers ist, kann auch nur dieser über das Bitcoin-Guthaben des Papier-Wallets im Bitcoin-Netzwerk verfügen.[28] Auf diese Weise können Bitcoin-Guthaben auch ohne elektronische Systeme ausgetauscht werden; man übergibt einem anderen seine Papier-Wallet und dieser kann als neuer Besitzer über das entsprechende Bitcoin-Guthaben verfügen.

Die Bitcoin-Geldeinheiten können zur Zeit auch an speziellen unregulierten Online-Börsen, ähnlich dem Devisenmarkt, gegen Währungen getauscht werden.[29] Nach Meinung von Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank, seien Bitcoins hochspekulative Güter und es könne daher - wie bei anderen Spekulationen - im schlimmsten Fall auch zu einem Totalverlust kommen, da es keine staatlichen Garantien gebe.[30]

Neue Geldeinheiten des Kryptogeldes werden nach und nach erzeugt, Bitcoin-Mining genannt.[31] Die Bitcoin-Teilnehmer können sich durch Aufwendung von Rechenleistung an der Erzeugung neuen Geldes beteiligen.[32] Hierbei konkurrieren alle Teilnehmer um einen Betrag, der etwa alle zehn Minuten an einen der Teilnehmer ausgeschüttet wird, sowie um den Erwerb der Transaktions-Gebühren. Das Ergebnis der aufwendigen Berechnung dient der Bestätigung von fremden Zahlungen und sichert den Betrieb des Bitcoin-Netzes. Die maximale Geldmenge ist durch das Netzwerkprotokoll auf 21 Millionen Einheiten festgelegt und kann nicht durch einzelne Teilnehmer beeinflusst werden.

Verbreitung[Bearbeiten]

Handel, Dienstleistungen und Spenden[Bearbeiten]

Wie bei anderen Währungen auch ist die Grundidee, Bitcoins zur Bezahlung beim Handel von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen zu verwenden. Dabei wurden Bitcoins in einem Blogbeitrag auch als „Regionalwährung des Internet“ bezeichnet.[33] Durch die zunehmende Verbreitung werden mittlerweile unzählige Dienstleistungen und Waren gegen Bezahlung in Bitcoins angeboten.[34] Ende Juni 2014 waren im OpenStreetMap-Datenbestand 4.810 Orte wie beispielsweise Geschäfte oder Hotels eingetragen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.[35]

Zu den größten Online-Diensten, die Bitcoin als Bezahlmittel akzeptieren, gehören bisher der Bloghoster WordPress.com, der Social News Aggregator Reddit und (über den Reseller Bitvoucher) der Sharehoster Mega, die zusammen viele Millionen Nutzer haben.[36][37][38] Seit Januar 2014 akzeptiert auch der Online-Einzelhandel Overstock.com die Bitcoin-Zahlungsweise und konnte durch fast 4.000 Bitcoinzahlungen in einem Monat 870.000$ Umsatz verbuchen.[39]

Ein Bereich mit schnell anwachsender Nutzung ist der Handel mit virtuellen Gütern und Online-Spielen sowie diverse Handelsplattformen.[40] Neben diversen Kleinanzeigendiensten existieren Internet-Auktionshäuser, auf denen Artikel privat versteigert werden können.

Einige Pizza-Bestelldienste akzeptieren Bitcoins, indem sie Aufträge an große Lieferdienste weitergeben,[41] ebenso Essenslieferdienste für Restaurants.[42] Der Aufschlag gegenüber einer Bezahlung in USD beträgt rund 100 %.[43] Weiterhin wird die Bezahlung in Bitcoins bei manchen Spieleentwicklern,[44] kommunalen Dienstleistungen[45] oder diversen Reiseveranstaltern [46][47] angeboten. Vereinzelt wurden Bitcoins im ersten Quartal 2013 für den Kauf von Autos und Häusern oder auch für Mietzahlungen genutzt.[48][49][50]

Spenden von Bitcoins werden von zahlreichen NGOs akzeptiert, so beispielsweise von WikiLeaks oder dem BUND Berlin. Daneben wird die Währung zum Micropayment von Organisationen angenommen, die sich für verschiedene gemeinnützige Zwecke einsetzen, sowie als Anerkennung für kreative Inhalte im Web verschenkt.[51]

Weitere Einsatzgebiete sind auch die Bezahlung von Online-Striptease,[52] Cyberbegging,[53] Online-Glücksspiel[54] und auch der Handel mit illegalen Waren wie z. B. nicht verkehrsfähigen Drogen.

Im März 2013 wurde der chinesische Yuan (Renminbi) mit einem Anteil von 4 % die Währung mit dem drittgrößten an Bitcoin-Börsen gehandelten Volumen nach US-Dollar und Euro.[55]

Nutzer[Bearbeiten]

Im September 2011 schätzte ein Teilnehmer der Bitcoin-Community die Anzahl verschiedener innerhalb eines Tages aktiver Bitcoin Cores auf 60.000. Die Schätzung basierte auf der Auswertung bestimmter Nachrichten im Peer-to-Peer-Netzwerk. Bis Oktober 2012 sank die mit dieser Methode ermittelte Zahl auf knapp 20.000.[56] Die Forscher Dorit Ron und Adi Shamir analysierten im Mai 2012 den Transaktionsgraphen und ermittelten eine Zahl von 2,4 Millionen unabhängig verwendeten Adressen. Diese Zahl stellt eine Obergrenze der Nutzer dar, die bis zu dem Zeitpunkt eine Bitcoin-Transaktion durchgeführt haben. Die aktivsten Einzelnutzer sind der Mining Pool Deepbit und die Handelsplattform Mt.Gox, verantwortlich für elf Prozent und sieben Prozent aller Bitcoin-Transaktionen.[32] Die Referenz-Software, bekannt als "Bitcoin-Qt", erzielte Ende 2012 rund 70.000 Downloads monatlich und im März 2013 rund 270.000 Downloads.[57] Die Zahl der Nutzer des Dienstes My Wallet wurde im Dezember 2012 mit 80.000 angegeben.[40]

Die reddit-Gruppe /r/bitcoin erreichte im September 2012 10.000 Nutzer, im März 2013 20.000 Nutzer und im Februar 2014 bereits 107.000 Nutzer.[58][59] Eine Umfrage des Blogs netzpolitik.org im Januar 2013 ergab, dass 5,5 % der Leser Spenden per Bitcoin zahlen würden, während die Alternativen Flattr und PayPal 33,0 und 27,7 % erreichten.[60]

Kursentwicklung[Bearbeiten]

Bitcoins hatten anfangs keinen in anderen Währungen bezifferbaren Wert. 2010 wurden die ersten Wechselkurse durch Personen in den Bitcointalk-Foren ausgehandelt. Der Wechselkurs von US-Dollar nach Bitcoins bewegte sich bis Ende 2011 nur im einstelligen Bereich, d. h. man erhielt für unter 10 US-Dollar einen Bitcoin. Im Laufe des Jahres 2012 stieg er, verstärkt ab Jahresmitte, auf 15 US-Dollar je Bitcoin zum Jahresende. Anfang 2013 verstärkte sich der Aufwärtstrend zusehends durch die steigende Verbreitung, die mediale Aufmerksamkeit und die Bankenkrise in Zypern.[61][62] In der ersten Aprilhälfte erreichte der Kurs sein bisheriges Allzeithoch bei 266 US-Dollar. Anschließend fiel der Kurs binnen einer Woche um über 80 % auf bis zu 50 US-Dollar. Bis zum Oktober 2013 pendelte der Kurs zwischen 60 und 130 US-Dollar und überstieg dann wieder die 200-$-Marke. Im November 2013 stieg der Kurs binnen eines Monats von ca. 200 auf bis über 1100 $/BTC. Der anschließende Kursrückgang, begleitet von der Mt.-Gox-Pleite im Februar 2014, fand seinen Tiefpunkt Anfang April 2014 mit Kursen um 340 US-Dollar. Ein weiteres Zwischenhoch markierte der Kurs etwa zwei Monate später mit ca. 670 $. Anschließend setzte eine erneute Abwärtsbewegung ein, die den Kurs Anfang Oktober 2014 unter die Marke von 300 $ fallen ließ.[63][64]

Der Wechselkurs unterliegt im Vergleich zum Devisenmarkt heftigen Kursbewegungen.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Fälschungssicherheit
Eine Fälschung von Einheiten oder Transaktionen ist durch das verwendete asymmetrische kryptographische Verfahren, das digitale Signaturen erzeugt und überprüft, mit zum jetzigen Zeitpunkt (2014) bekannten Algorithmen und vorhandenen technischen Mitteln nicht möglich. Das doppelte Ausgeben derselben Bitcoins wird mittels eines Proof-of-Work-Verfahrens verhindert. Ein Angreifer müsste im Durchschnitt mehr Rechenzeit als alle ehrlichen Bitcoin-Teilnehmer zusammen aufwenden, um den Proof of Work zu fälschen.
Allerdings ist es prinzipiell nicht völlig auszuschließen, dass das System durch Softwarefehler Transaktionen fehlerhaft verrechnet oder sogar das Bitcoin-Netzwerk als ganzes unbrauchbar wird.[65]
Kosten und Ausführungsgeschwindigkeit
Zahlungen können ohne Mitwirkung von Finanzinstituten zwischen den Beteiligten abgewickelt werden, wodurch die Gebühren der etablierten Dienstleister umgangen werden. Die Bestätigung einer Transaktion kostet gegenwärtig (abhängig von der Implementierung der Bitcoin-Software) 0,0001 Bitcoins (zu einem Kurs von 400€ etwa 0,04€).[66] Wenn sie freiwillig erhöht wird, kann dies den Bestätigungsvorgang durch eine höhere Priorität bei der Berechnung beschleunigen. Die Gebühr wird demjenigen Netzknoten, welcher den Proof of Work erstellt, gutgeschrieben. Das Verfahren soll insbesondere verhindern, dass das Netzwerk gezielt durch sehr viele sehr kleine Transaktionen überlastet wird. Auf lange Sicht sind diese Transaktionsgebühren als Belohnung für den Erhalt des Netzes durch Bereitstellung von Rechenleistung geplant.
Die Bestätigung einer Zahlung dauert ca. 10 Minuten.[67] Allerdings besteht im System nicht sofort Konsens über eine einzelne Bestätigung. Jede weitere Bestätigung, die wieder ca. 10 Minuten dauert, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahlung dauerhaft erhalten bleibt. Nach sechs aufeinanderfolgenden Bestätigungen gilt eine Zahlung als verbindlich bestätigt.
Dezentralität
Das System ist aufgrund der Peer-to-Peer-Struktur völlig dezentral, ähnlich Systemen wie BitTorrent. Eine Einflussnahme auf die Geldmenge würde erfordern, dass die Mehrheit der Mining-Rechenleistung mit veränderter Software erfolgt, da sonst ein nicht allgemein anerkannter Fork von Protokoll und Zahlungseinheit entstehen würde.
Schreibweise und Symbole
In Anlehnung an die Dreibuchstaben-Codes der ISO 4217 ist BTC die zur Zeit gängige Abkürzung für die Währungseinheit. Einige Websites verwenden das Symbol des thailändischen Baht ฿ (U+0E3F), das ein B mit einem senkrechten Strich darstellt. Für kleine Anteile wird neben „Bitcent“ in Anlehnung an die wissenschaftliche Notation das Einheitenpräfix „milli“ und die Bezeichnung mBTC verwendet. Die kleinste im aktuellen Protokoll darstellbare Unterteilung von 1/100.000.000 wurde zu Ehren des Erfinders als „Satoshi“ benannt.[68]
Irreversibilität von Transaktionen
Zahlungen mit Bitcoin können nicht rückgängig gemacht werden. Dies stellt im Online-Handel für den Verkäufer einen Vorteil dar, da Rückbuchungen von Zahlungen bei betrügerischen Käufen nicht möglich sind.
Einmal falsch überwiesenes Geld kann dadurch aber auch nicht durch eine zentrale Instanz zurücküberwiesen werden. Innerhalb des Bitcoin-Systems ist der Empfänger anonym und kann auch nicht kontaktiert werden. Falls eine Zahlung irrtümlich erfolgt, ist man daher entweder darauf angewiesen, dass der Empfänger seine Identität außerhalb des Bitcoin-Systems preisgegeben hat oder allgemein Wohlwollen beweist und die unerwartete Einzahlung auf sein Konto zurücküberweist. Die versehentliche Eingabe von falschen Adressen aufgrund von Tippfehlern wird durch die Auswertung einer Prüfsumme verhindert.

Initiale Verteilung von Guthaben[Bearbeiten]

Ein Problem bei der Einführung von Bitcoin als Währung war die anfängliche Verteilung von Geld. Moderne staatliche und private Währungen sind – im Gegensatz zu Bitcoin – durch ein Zahlungsversprechen der ausgebenden Stelle gedeckt. Da Bitcoin als neues Zahlungsmittel anfangs kein Vertrauen genoss und der Rücktausch von keiner Stelle garantiert wird, hatten Bitcoins ursprünglich keinen bezifferbaren Wert. Auch eine Nutzbarkeit war aufgrund der fehlenden Angebote von Waren gegen Tausch der Währung zunächst nicht vorhanden. Aus diesem Grund war es anfangs irrational für Marktteilnehmer, die neuen Währungseinheiten zu kaufen.

Im Fall von Bitcoin werden neue Einheiten nach einem Prinzip verteilt, das die Unterstützung des Netzwerks durch Zur-Verfügung-Stellen von Rechenleistung belohnt (Bitcoin-„Mining“, das Erzeugen bzw. Entdecken neuer „Münzen“ durch Lösung einer mathematischen Aufgabe, analog zum Schürfen nach Edelmetallen). Aufgrund des steigenden Wertes des Guthabens stellt dies im Fall einer Ausweitung der Nutzung eine hohe Belohnung und somit einen substanziellen Anreiz dar.

Als problematisch wird − auch wenn diese Guthaben nicht direkt im Zusammenhang mit wirtschaftlicher Macht stehen − oft die resultierende Ungleichheit in der Vermögensverteilung gesehen, falls das System einen (bisher nicht absehbaren) dauerhaften Erfolg hätte und der Wert der Einheiten stark steigen würde.

Laut einer Schätzung des finnischen Unternehmers Risto Pietilä wurden im Dezember 2013 die Hälfte aller Bitcoins von etwa 927 Personen gehalten.[69]

Anonymität versus Pseudonymität[Bearbeiten]

Grundsätzlich baut Bitcoin auf der bereits möglichen Anonymität im Internet auf. Für Privatpersonen und Firmen sind Transaktionen ohne weitere Informationen nicht nachvollziehbar. Unter der Voraussetzung, dass weder IP-Adressen noch Bitcoin-Adressen einer Person zugeordnet werden können, bietet Bitcoin einen weitaus besseren Schutz der Privatsphäre als konventionelle Zahlungswege.

Die durch Bitcoin gewährte Anonymität ist jedoch begrenzt und bietet von sich aus keine sichere Absicherung gegen polizeiliche und nachrichtendienstliche Ermittlungsmethoden. Zur Abwicklung von Geschäften muss normalerweise einer der Geschäftspartner zumindest teilweise seine Anonymität aufgeben. Alle Transaktionen zwischen zwei Adressen sind öffentlich protokolliert und werden dauerhaft im gesamten Netzwerk gespeichert. Spätere Empfänger von Teilbeträgen können den jeweils letzten Besitzer beispielsweise bei Behörden nennen, welche dann die Kette der Transaktionen verfolgen können.

Daher verhindert Bitcoin nicht unbedingt den Nachweis von illegalen Geschäften. Insbesondere können Ermittlungsbehörden Zugriff auf Internet-Verbindungsdaten, Postsendungen, virtuelle Fingerabdrücke (Browser-Profile) und Kontaktdaten von früheren oder späteren Beteiligten an einer Transaktionskette erhalten und verknüpfen. Wenn an einer Stelle eine Verbindung zu einer Person geschaffen wird, etwa durch eine abgefangene Warensendung oder eine erbrachte Dienstleistung, kann allen Transaktionen zu der zugeordneten Adresse nachgegangen werden. Die Möglichkeiten einer Verfolgung von Transaktionen sind also wesentlich weitreichender als bei Bargeld. Betreiber von Börsen, die den Umtausch von Bitcoin in andere Währungen ermöglichen, sind darüber hinaus meist Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche unterworfen. Darüber hinaus sehen sich beispielsweise die Betreiber von Börsen auch keineswegs verpflichtet, Guthaben freizugeben, die möglicherweise illegal erworben wurden.[70]

Eine experimentelle Analyse von Zahlungsflüssen im Bitcoin-System zeigte, dass es praktisch möglich ist, Ursprünge von Transaktionsketten einschlägig bekannten Adress-Pools zuzuordnen. Gezeigt wird das anhand von Zahlungen an Wikileaks.[71] Dagegen war es bisher, auch wenn es sich um große Beträge handelte, nicht möglich, anhand von öffentlichen Daten Personen sicher zu identifizieren, die sich illegal Guthaben durch Ausspähen der zugeordneten Schlüssel übertragen haben.[72]

Die Abwicklung von Bitcoin-Transaktionen über das Tor-Netzwerk kann Anonymität bieten, da die Nutzer nur schwer über das Netzwerk zurückverfolgt werden können. Daher sind Seiten, wie es z. B. der „BlackMarket Reloaded“ für illegale Waffen war, im Tor-Netzwerk bis heute auch sehr aktiv.

Erwerb von Bitcoins[Bearbeiten]

Benutzeroberfläche der originalen Bitcoin-Qt-Software für das Windows-Betriebssystem

Zum Empfangen und Überweisen von Bitcoins kann eine lokale Bitcoin-Software oder eine Online-Plattform benutzt werden.

Bitcoin-Geldautomat. Mit Bargeld können Bitcoins gezogen werden, die unmittelbar auf ein Wallet (via QR-Code) überwiesen werden.

Bitcoins können entweder bei Online-Börsen oder auch bei Einzelpersonen gegen andere Währungen, e-Currencies oder auch Paysafecards getauscht werden. Hierbei fallen in der Regel Gebühren an, die je nach Anbieter variieren.

Es existieren Online-Börsen, über die Bitcoins gegen andere Währungen getauscht, d. h. ge- und verkauft werden können. Hierbei ist der Betreiber der Börse der Handelspartner, dem der Kunde auch sein Geld anvertraut.[73] Die Handelsgebühren liegen typischerweise bei rund 0,2–1 % des getauschten Betrags.[74]

Die Tauschbörsen sind bisher nicht reguliert,[12] unterliegen jedoch Auflagen zur Erschwerung von Geldwäsche, z. B. in Form von Auszahlungslimits oder Know-your-customer-Prinzipien.[75] Zum Handeln größerer Beträge ist in der Regel ein Identitätsnachweis erforderlich.[76]

Ein- bzw. Auszahlungen erfolgen mit Bitcoins direkt durch die Überweisung auf die bzw. von der Kunden-Wallet beim Anbieter. Bei anderen Währungen können Einzahlungen häufig als SEPA-Überweisungen vorgenommen werden. Guthaben beim Börsenbetreiber kann auf das eigene Bankkonto wieder ausgezahlt werden, dabei können jedoch zusätzliche Gebühren anfallen.

Die Sicherung der Einlagen ist nicht vorgeschrieben und wird so dem jeweiligen Anbieter überlassen. Die Professionalität und auch Seriosität der Anbieter variiert dabei stark. Da große Beträge und die leichte Beweglichkeit von Bitcoins einen starken Anreiz für Angreifer liefern, Plattformen mit hohen Guthaben zu hacken, kommt es immer wieder zu folgenschweren Einbrüchen, bei denen Kunden mitunter ihre gesamten Einlagen verlieren. Aufgrund vielfach aufgetretener Probleme im Bereich Informationssicherheit werben einige Börsen mit verbesserter Sicherheit und bieten teilweise Zertifizierungen ihrer Websites, Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren, Haftung für verlorene Einlagen bis hin zu einer regulären Einlagensicherung für Fiat-Geldbeträge.[77][78]

Außerdem gibt es Dienste, welche als Wechselstuben einen direkten Umtausch von gängigen Währungen, e-Currencies, und Paysafecards in Bitcoin anbieten. Die Kurse sind vorgegeben, enthaltene Gebühren sind höher als bei den Exchanges und betragen etwa 1,5 bis 5 %. Diese Services erfordern typischerweise keine Registrierung, so dass man die Bitcoins schnell erwerben und auf sein Wallet überweisen lassen kann.

Es existieren virtuelle „Handelsplätze“, bei denen Interessenten Kauf- und Verkaufsangebote anmelden können. Die Transaktion findet dabei (ähnlich wie oft bei Internet-Auktionsplattformen) zwischen zwei Privatpersonen statt. Einige Anbieter sichern Transaktionen einseitig durch die Hinterlegung der zu verkaufenden Bitcoins ab und geben diese erst frei, wenn der Verkäufer den Zahlungseingang bestätigt.

Bei dieser Form des Handels besteht sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer ein gewisses Risiko, dass der Handelspartner oder auch der Treuhänder sich nicht ehrlich verhalten.

#bitcoin-otc (IRC Channel)

Die älteste Erwerbsmöglichkeit ist ein IRC-Kanal namens „#bitcoin-otc“, wo Tauschangebote zwischen Privatpersonen registriert werden können. Vertrauen wird hergestellt durch ein GnuPG-basiertes Bewertungssystem. Dieses Medium ist technisch vergleichsweise anspruchsvoll.

Lokale Verzeichnisse

Weiterhin existieren z. B. mit den Websites localbitcoins.com regional gegliederte Verzeichnisse von Personen, die Bitcoins in ihrem Wohnort zum Tausch gegen Bargeld anbieten, beispielsweise als Betreiber eines Internet-Cafes. Die überwiegende Mehrheit der Bitcoin-Nutzer weltweit befindet sich (Stand Ende 2012) in den USA, Kanada, Westeuropa, Australien und den ostasiatischen Pazifik-Anrainern wie Japan, doch es gibt auch in Ländern wie Malaysia, Südafrika, Saudi-Arabien, Venezuela oder Brasilien schon Tauschmöglichkeiten.

Steuerliche Handhabung[Bearbeiten]

In Deutschland ist Bitcoin weder gesetzliches Zahlungsmittel, noch E-Geld, Devisen oder Sorten,[13][79][80] allerdings ist es nach der Feststellung der BaFin eine Rechnungseinheit (engl. “unit of account”), welche in „multilateralen Verrechnungskreisen“ eingesetzt werden kann, und somit Finanzinstrument im Sinne des KWG.[81] Das wurde auch im August 2013 durch eine Anfrage des Abgeordneten Frank Schäffler an das Bundesfinanzministerium bestätigt, Bitcoin sei eine Art „privates Geld“.[4][5][82] Damit ordnet die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Bitcoin als mit Devisen vergleichbare Werteinheiten ein. Weiterhin wären Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoins ein privates Veräußerungsgeschäft und unterlägen damit der Einkommensteuer. Anders als bei Wertpapieren, sind Gewinne jedoch nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei.[83] Geschäfte und Transaktionen die in Bitcoin abgewickelt werden unterliegen den üblichen Steuerpflichten, sie sind nicht geeignet, legal bspw. einer Umsatzbesteuerung zu entgehen.[84]

In Österreich stellte Niko Alm am 23. Mai 2014 eine Parlamentarische Anfrage an Finanzminister Michael Spindelegger in Bezug auf die steuerliche und rechtliche Handhabung von Bitcoin.[85]

Der amerikanische Internal Revenue Service hat eine Stellungnahme herausgegeben, die Bitcoin als Eigentum (Property) besteuert.[86] Sofern keine Ausnahmeregelungen für kleine Beträge geschaffen werden, hat diese Einstufung allerdings den Nachteil, dass auch bei Kleingeschäften wie z. B. dem Erwerb einer Tasse Kaffee für alle Nutzer umfangreiche Buchführungspflichten anfallen würden, um die anfallenden Kapitaleinkünfte zu ermitteln.

Sicherheitsaspekte[Bearbeiten]

Sicherheit vor Datenverlust und Ausspähen von Daten[Bearbeiten]

Während alle Transaktionen öffentlich in der Blockkette gespeichert werden, wird der Besitz von Bitcoins durch private Schlüssel nachgewiesen, die ausschließlich dem Besitzer zugänglich sind. Bei einem Verlust der Schlüssel sind die damit verbundenen Bitcoins sowohl für den Besitzer, als auch das gesamte Netzwerk verloren. Durch das Ausspähen der Schlüssel erhält ein Angreifer ebenso Zugriff auf das Guthaben.[87][88] Die Begrenzung auf 21 Mio. Bitcoins ist daher ein theoretischer Wert, der durch die bereits eingetretenen Bitcoinverluste nicht mehr erreicht werden kann.

Sicherung im täglichen Gebrauch[Bearbeiten]

Aktuelle Software erlauben die Verschlüsselung der elektronischen Geldbörse. Dies schützt zwar bei einem Diebstahl des benutzten Computers, jedoch nicht vor einer Kompromittierung durch Malware und Keylogger.[89] Im Fall einer Entwendung des Rechners kann – vorausgesetzt ein Backup ist vorhanden – das Guthaben vor Nutzung durch den Dieb an eine neu erzeugte eigene Adresse übermitteln werden.

Eine weitere Sicherungsstrategie ist, die Wallet-Datei auf einem getrennten Speichermedium (z. B. auf einem USB-Stick) aufzubewahren. Für eine Gutschrift ist ein Zugriff auf die Wallet nicht erforderlich und ohne die darin befindlichen Schlüssel können keine Beträge abgebucht werden.

Speicherung auf nicht-elektronischen Medien[Bearbeiten]

Die privaten Schlüssel für das Guthaben müssen nicht zwangsläufig auf einem elektronischen Medium gespeichert werden. Sie können auch an eine Adresse übertragen werden, deren privater Schlüssel ausschließlich in physischer Form hinterlegt ist, z. B. indem man ihn auf einem Stück Papier notiert (auch paper wallet genannt). Dieser Schlüssel kann jederzeit von einer Bitcoin-Software importiert werden, um die Bitcoins auszugeben.

So wurden neben Papier-Wallets bspw. auch Münzen[90][91] und Schallplatten[28] angefertigt, die einen Schlüssel mit einem bestimmten Betrag an Bitcoins enthalten und so praktisch wie Bargeld getauscht werden können. Umgekehrt bringen sie jedoch auch die gleichen Risiken wie Bargeld mit sich, z. B. Zerstörung oder Verlust.

Integrität der Bitcoin-Software[Bearbeiten]

Eine Überprüfung der Integrität der Software wird dadurch ermöglicht, dass sie als Open-Source-Software im Quelltext verfügbar ist. Die Überprüfung der Authentizität von heruntergeladenen binären Releases wird anhand der in der FLOSS-Community üblichen digitale Signaturen und des Vergleichs kryptographischer Hashfunktionen vorgenommen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Bitcoin-Börsen[Bearbeiten]

Eines der Risiken bei der Nutzung von Bitcoin-Börsen und Handelsplattformen ist die Ausspähung von Passwörtern durch Erraten oder Cracken schwacher Passwörter oder Malware in Form von Keyloggern. Beim gängigen Online-Banking wird deswegen in aller Regel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt, beispielsweise in Form von Password in Kombination mit mTAN. Eine solche Absicherung durch Implementierungen wie Google Authenticator[92] oder YubiKey wird inzwischen auch von zahlreichen Tauschbörsen angeboten.[93]

Signaturen bei geschäftsmäßiger Verwendung[Bearbeiten]

Im Bitcoin-System kann jeder Teilnehmer eine unbegrenzte Anzahl Bitcoin-Konten erstellen, ohne dass dies von einer unabhängigen Instanz geprüft oder in irgendeiner Form überwacht wird. In Verbindung mit der technischen Eigenschaft der Nicht-Umkehrbarkeit von Transaktionen sind je nach Rahmenbedingungen Betrugsszenarien oder Manipulationen denkbar, wie dem Austausch der Bitcoin-Adresse in elektronisch versandten Rechnungen durch Man-in-the-middle-Angriffe, Rechnungsfälschungen oder einer betrügerischen Abrede eines Zahlungsempfangs. Diese Anfälligkeit ist prinzipbedingt: Da sich Bitcoin nicht auf Institutionen wie Banken oder Gerichte stützt, an die Vertrauen delegiert wird, muss auch das Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern individuell hergestellt werden.

Bei umfangreicheren Geschäften mit einander noch unbekannten Handelspartnern kann es sicherer sein, wenn die Empfängeradresse belegbar nachvollzogen werden kann.[94] Für Person-zu-Person-Geldgeschäfte wurde hierzu mit Bitcoin-OTC bereits früh ein eigenes, auf GnuPG basierendes, Web of Trust etabliert, dessen Nutzung allerdings technisch relativ anspruchsvoll ist.[95]

Neuere Bitcoin Core-Software bieten hierzu eine Funktion an, mit der Textnachrichten vom Sender durch starke asymmetrische Verschlüsselung anhand einer ihm gehörenden öffentlich bekannten Adresse signiert werden können. Der Empfänger kann umgekehrt in der Bitcoin-Software die Zugehörigkeit zu dieser Adresse überprüfen. Die Integrität der öffentlichen Adresse wiederum kann beispielsweise anhand des dezentralen Web of Trust von GnuPG oder auch eine hierarchische Public-Key-Infrastruktur und (bei Webseiten) durch SSL-Zertifikate nachgewiesen werden.[96]

Debitorenrisiko[Bearbeiten]

Der Online-Handel beinhaltet häufig ein erhöhtes Debitorenrisiko. Bei Transaktionen mit Bitcoin existieren wichtige Besonderheiten.

Handel mit Waren mit Bitcoins als Zahlungsmittel[Bearbeiten]

Da Zahlungen mit Bitcoin nicht rückgängig gemacht werden können, besteht für Verkäufer ein geringeres Debitorenrisiko. Das kann zu niedrigeren Kosten für den Verkäufer bzw. günstigeren Preisen für den Käufer führen. Da im Handel die Gewinnmargen oft sehr gering und Gebühren für unbare Zahlungsdienste oft einige Prozent betragen können, kann dies einen signifikanten Preisvorteil für beide Seiten mit sich bringen. Andererseits entfallen für den Käufer Schutzmechanismen wie beispielsweise die Möglichkeit, Lastschriften für nicht gelieferte Ware zurückzufordern, er trägt also das volle Zahlungsrisiko. Das bedeutet, dass Geschäfte ein höheres Maß an Vertrauen benötigen und unter Umständen zusätzliche Absicherungen angezeigt sind, etwa durch digital signierte Kaufangebote, eine Webrecherche bezüglich der Reputation des Anbieters oder einen Nachweis der Identität des Verkäufers.

Debitorenrisiko bei Geldgeschäften[Bearbeiten]

Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch für Anbieter, welche Bitcoin gegen Geld handeln. Hier bietet z. B. der Eingang einer Zahlung per Kreditkarte (sogenannten „weichen“ Zahlungsmitteln) keinen Schutz dagegen, dass die Zahlung nicht nach der Transaktion der Bitcoins rückgängig gemacht wird. Der Verkäufer hat in diesen Fällen praktisch keine Möglichkeit, seinen Anspruch durchzusetzen. Dazu kommt, dass Dienste wie PayPal oder Skrill in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen derartige Geschäfte explizit untersagen und der Verkäufer damit rechnen muss, dass sein Konto eingefroren und Guthaben einbehalten wird. Deswegen wird von einer Nutzung dieser Zahlungsdienste dringend abgeraten.

Technik[Bearbeiten]

Peer-to-Peer-Netz[Bearbeiten]

Um sich in das Bitcoin-Netz einzuwählen, benötigt die Bitcoin Core-Software[10] auf dem PC oder dem Smartphone die Kenntnis von IP-Adressen anderer Bitcoin-Cores. Für die initiale Suche nach anderen Cores (Bootstrapping) wird das Domain Name System verwendet. Der Bitcoin Core löst einen Domainnamen auf, um die IP-Adressen mehrerer anderer Bitcoin Cores zu erhalten. Die für das Bootstrapping verwendeten Domainnamen sind in der Bitcoin Core-Software fest integriert und die Services werden von Mitgliedern der Bitcoin-Community betrieben. Bereits verbundene Bitcoin Cores tauschen bekannte IP-Adressen untereinander aus. Schlägt das Bootstrapping fehl, greift der Bitcoin Core auf eine mitgelieferte Liste von Bitcoin Cores zu.

Der Bitcoin Core hält eine feste Anzahl von Verbindungen zu beliebigen anderen Bitcoin Cores offen. Hierdurch entsteht ein unstrukturiertes Overlay-Netz, in dem alle Bitcoin-Bitcoin Cores untereinander verbunden sind.

Anfangs wurde der Internet Relay Chat für das Bootstrapping verwendet. Der Bitcoin Core kodierte seine eigene IP-Adresse und Portnummer mit Base58 als Nickname und wählte sich automatisch in einen IRC-Channel ein, um die IP-Adressen anderer Bitcoin Cores aus den Nicknamen zu lesen. Nachdem ursprünglich freenode verwendet wurde, wurde mit zunehmender Nutzerzahl Mitte 2010 auf irc.lfnet.org ausgewichen. Das IRC-Bootstrapping ist in neueren Software-Versionen aus dem Bitcoin Core entfernt worden.

Skalierbarkeit[Bearbeiten]

Zielsetzung der Entwickler von Bitcoin ist es, basierend auf dem vorhandenen Protokoll ein System zu schaffen, welches der Leistungsfähigkeit von großen Zahlungsdienstleistern vergleichbar ist. Das bestehende Netzwerk ist allerdings nur eingeschränkt skalierbar, da Transaktionen von allen Teilnehmern im Peer-to-Peer-Netzwerk empfangen und gespeichert werden müssen. Limitierende Faktoren sind die Bandbreite zum Empfang und Weiterversand von Transaktionen und Blöcken, die CPU-Leistung zur Verifikation eingehender Transaktionen und Blöcke, und die Speicherkapazität zur Speicherung der Blöcke. Übersteigt einer der Faktoren die Kapazität eines einzelnen Teilnehmers, so kann dieser nicht mehr am System teilnehmen. Wird die Kapazität des Gesamtsystems überschritten, steigt die Dauer zur Bestätigung einer Transaktion. Die Teilnehmer müssten die Transaktionsgebühren erhöhen, damit ihre Zahlungen bevorzugt bearbeitet werden.

Nakamoto beschrieb im Whitepaper vereinfachte Bitcoin Cores, die keine vollständige Verifikation der Ergebnisse durchführen, sondern sich auf einen anderen, vertrauenswürdigen Bitcoin Core verlassen (Simplified Payment Verification).[17] Mit einem solchen Entwurf wäre es möglich, eine hohe Anzahl von Transaktionen über ein kleines Netz von besonders leistungsfähigen Bitcoin Cores zu bearbeiten.

Der Sicherheitsexperte Dan Kaminsky kritisiert die Skalierbarkeit von Bitcoin. Seiner Auffassung nach würde das Netzwerk bei einer starken Zunahme von Transaktionen Superknoten erfordern, da die benötigte Rechenkapazität und Bandbreite für normale Teilnehmer zu aufwendig würde. Solche Superknoten würden aber das Bitcoin-Netzwerk zwangsläufig in ein zentralisiertes und hierarchisches Netzwerk verwandeln. Dieses hätte, so Kaminsky, fundamental andere Eigenschaften als das heutige Netzwerk, da die Superknoten effektiv die gleiche Rolle hätten, wie sie heutzutage Banken spielen: Insbesondere hätten sie die Macht, unerwünschte Transaktionen abzulehnen.[97]

Block-Chain[Bearbeiten]

Die bestimmende Blockkette (schwarz) besteht aus der längsten Folge von Blöcken ausgehend vom Ursprung zum aktuellen Block. Alternative Ketten verwaisen (lila), sobald sie kürzer als eine andere Kette sind.

Die Block Chain (dt. ‚Blockkette‘) ist das Journal in dem alle Bitcoin-Transaktionen verzeichnet werden. Sie besteht aus einer Reihe von Datenblöcken, in denen jeweils eine oder mehrere Transaktionen zusammengefasst und mit einer Prüfsumme versehen sind. Neue Blöcke werden in einem rechenintensiven Prozess erschaffen, der sich Mining nennt, und anschließend über das Netzwerk an die Teilnehmer verbreitet.[98]

Die Transaktionen eines Blocks werden durch einen Merkle-Baum paarweise miteinander gehasht und nur der letzte Hashwert, der Root-Hash, als Prüfsumme im Header des Blocks vermerkt. Das Verketten der Blöcke erfolgt dann mithilfe dieses Root-Hashes. Jeder Block enthält im Header den Hash des gesamten vorherigen Blockheaders, so ist die Reihenfolge der Blöcke eindeutig festgelegt. Außerdem ist dadurch auch das nachträgliche Modifizieren vorangegangener Blöcke bzw. Transaktionen praktisch ausgeschlossen, da die Hashes aller nachfolgenden Blöcke in kurzer Zeit ebenfalls neu berechnet werden müssten. Der erste Block in der Blockkette ist vorgegeben und wird Genesisblock genannt.

Die Blockkette hat derzeit eine Größe von etwa 21 GB (Stand: September 2014).[99] Sie muss von neu beitretenden Bitcoin Cores vollständig heruntergeladen werden und wird dabei in der Regel auch auf Gültigkeit geprüft. Zudem enthält die Bitcoin Core-Software eine fest integrierte Liste von wohlbekannten Blöcken aus der Vergangenheit, die mit der heruntergeladenen Blockkette übereinstimmen müssen. Im Original-Paper wurde die Möglichkeit beschrieben Speicherplatz einzusparen, indem man ältere Transaktionen aus den Blöcken entfernt und nur den Header mit dem Root-Hash behält.[100]:4 Diese Funktionalität ist jedoch bis jetzt nicht im Bitcoin Core implementiert, sodass die gesamte Transaktionshistorie bis zu den Anfängen nachvollziehbar ist.

Beim Erzeugen von Blöcken kann es vorkommen, dass mehrere Bitcoin Cores gleichzeitig einen gültigen neuen Block erzeugen. Empfangen die anderen Teilnehmer mehr als einen gültigen neuen Block, entscheiden diese, welchen Block sie übernehmen. In der Regel ist das der erste empfangene Block. In seltenen Fällen kann es zu einem Fork in der Blockkette kommen, bei der die Kette verzweigt und beide Zweige mit gültigen neuen Blöcken fortgeführt werden. In solch einem Fall setzt sich irgendwann der Fork mit der längeren Kette durch, weil angenommen wird, dass dahinter die Mehrheit der Teilnehmer steht.[101]

Die erste Transaktion in einem Block enthält die Überweisung der neu erzeugten Bitcoins und der Transaktionsgebühren.[102] Die Menge der neu erzeugten Bitcoins ist derzeit auf 25 Bitcoins pro Block beschränkt. Versucht ein Bitcoin Core, mehr Bitcoins zu erzeugen als ihm zustehen, wird sein Block von anderen Bitcoin Cores nicht akzeptiert. Ursprünglich wurden 50 Bitcoins pro Block erzeugt. Diese Zahl halbiert sich alle 210.000 Blöcke, was etwa vier Jahren entspricht, sodass die maximale Anzahl an Bitcoins, die jemals erzeugt werden können, auf 21 Millionen festgelegt ist. Da ein Bitcoin (in der aktuellen Bitcoin Core-Version) in 100 Millionen Einheiten (Satoshis) unterteilt werden kann, ergibt sich eine Gesamtzahl von 2,1·1015, d.h. 2,1 Billiarden diskreten Einheiten.

Bitcoin Core und Wallets[Bearbeiten]

Electrum mit Ansicht der Transaktionsgeschichte und des resultierenden Saldos

Ein Bitcoin Core stellt eine spezielle Software für das Bitcoin-System dar.[10] Die Bitcoin Cores unterscheiden sich bezüglich der Anzahl an Funktionen und bezüglich der Handhabung der Block Chain. Diese stellt ein Verzeichnis aller bisherigen Transaktionen dar, welches bei vollständigem Herunterladen mehrere Gigabyte Speicherplatz und eine entsprechend lange Zeit benötigt.

Bitcoin-Geldbörsen (Wallets) enthalten keine Geldeinheiten, sondern Schlüsselpaare
Berechnung einer Bitcoin-Adresse aus dem öffentlichen Schlüssel

Die Wallet (englisch für ‚Geldbeutel‘ oder ‚Portemonnaie‘) steht sinnbildlich für eine Art virtuellen Geldbeutel, der die Bitcoins eines Teilnehmers enthält. Da Bitcoins jedoch nur innerhalb der Blockkette existieren und transferiert werden können, ist die Wallet eher vergleichbar mit einer Kreditkarte, die bestimmte Daten enthält, mit denen der Kunde Zahlungen tätigen kann, selbst aber kein Geld enthält.

Die Wallet ist ein digitaler Schlüsselbund mit dem ein Benutzer nachweist, dass ihm eine gewisse Menge Bitcoins gehören und es ihm erlaubt, diese zu überweisen. Die Adressen zum Empfang von Zahlungen werden aus den Schlüsseln erzeugt. Es können beliebig viele Schlüssel – und damit auch Adressen – generiert werden.

Bitcoin-Adressen[Bearbeiten]

Die Bitcoin-Adresse ist eine Kurzform (Fingerprint) des öffentlichen Schlüssels und mit Base58 kodiert. Um die Adresse zu berechnen, werden zwei kryptologischen Hashfunktionen nacheinander auf den öffentlichen Schlüssel angewandt (hier: RIPEMD-160(SHA-256(pubkey))). Neben dem sich daraus ergebenden 160 Bit langen Hashwert (public key hash) ist in der Adresse ein weiterer 32 Bit langer Hashwert enthalten, durch den, wie bei einer Prüfsumme, Übertragungs- oder Tippfehler erkannt werden sollen. Bitcoin verwendet das Elliptische-Kurven-Kryptosystem ECDSA in der standardisierten 256-Bit-Konfiguration secp256k1.[103] Um eine Bitcoin-Adresse zu erhalten, muss der Bitcoin Core des Teilnehmers zunächst ein Schlüsselpaar erzeugen. Das Schlüsselpaar besteht aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel. Der private Schlüssel ist eine generierte Zufallszahl und wird in der Wallet gespeichert. Er dient dem Signieren von Transaktionen, d. h. ausgehenden Zahlungen (analog zur Unterschrift auf einem Überweisungsträger), und sollte geheim gehalten werden. Gleichzeitig bedeutet der Verlust des privaten Schlüssels auch den Verlust der dazugehörigen Bitcoins. Der öffentliche Schlüssel muss nicht mit gespeichert werden, da er aus dem privaten Schlüssel berechnet[104] werden kann (siehe ECDSA #Schlüsselerzeugung).[105]

Vergleich von Bitcoin Core und Wallets[Bearbeiten]

Name Entwickler Programmiersprache Betriebssysteme Lizenz Bemerkungen
Bitcoin-Qt (Original-Bitcoin Core)[106] Satoshi Nakamoto und andere C++ Windows, Linux, Mac OS X MIT-Lizenz bewährter Bitcoin Core mit Basisfunktionalität, vollständige Block Chain, daher anfangs lange Ladezeit
MultiBit[107] Jim Burton Java Windows, Linux, Mac OS X BSD-Lizenz Schwerpunkt auf einfache Bedienung, Geschwindigkeit, geringen Ressourcenbedarf
Electrum[108] Python Windows, Linux, Mac OS X, Android GPL reduzierte Block Chain, Nutzung von Guthaben auf mehreren Geräten, Wallets werden aus einem Seed generiert (als Brainwallet nutzbar)
Bitcoin Wallet[109][110] Andreas Schildbach Java Android, Blackberry OS GPLv3 Schwerpunkt auf einfacher Bedienung und hoher Sicherheit, ist unabhängig von Servern und Web Services
Armory[111] Python Windows, Linux, Mac OS X AGPL 3 Erweiterung von Bitcoin-Qt mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen für erfahrene Nutzer; vollständige Block Chain, Export / Import von Schlüsseln, Unterstützung von „Cold Storage“
Hive[112] Mac OS X, Android Open Source
Mycelium[113] Android Open Source
GreenAddress.it[114] Windows, Linux, Mac OS X, Android Open Source

Bitcoin Core und Wallets für Smartphones[Bearbeiten]

Für Smartphones existieren mehrere Bitcoin Cores mit Zusatzfunktionen, die für den mobilen Betrieb nützlich sind. Die Apps laden typischerweise nach der Installation eine reduzierte Fassung der Block Chain herunter, was über WLAN etwa eine Minute dauert. Eine Bitcoin-Adresse des Wallets auf dem Smartphone kann als QR-Code angezeigt werden. Dieser enthält einen speziellen Uniform Resource Identifier mit der benötigten Bitcoin-Adresse sowie dem Betrag.[115] Zum Ausführen von Zahlungen können QR-Codes mit der Kamera des Telefons gescannt werden. Es ist auch möglich, Zahlungen später zu versenden, wenn gerade keine Internetverbindung besteht. Zusätzlich bestehen Optionen zur Sicherung der Wallet.[116][117][118]

Im März 2011 wurde der Open-Source-Bitcoin Core Bitcoin Wallet für Android veröffentlicht.[119] Das Augenmerk der Entwickler liegt auf einfacher Bedienung und hoher Sicherheit. Die App unterstützt neuartige Features wie Bitcoin-URIs per QR-Code oder NFC.

Ein weiterer Bitcoin Core für Android ist Electrum. Electrum ermöglicht es aufgrund des Konzepts deterministischer Schlüssel, parallel mit mehreren Bitcoin Cores auf dieselben Guthaben zuzugreifen, die „Geldbörse“ befindet sich also „in der Cloud“. Damit reduziert sich auch die beim Programmstart benötigte Zeit, um die Transaktionsdaten zu laden.

Webbasierte und hybride Wallets[Bearbeiten]

Daneben existiert eine Vielzahl von Webdiensten, die eine Online-Wallet anbieten. Die Sicherheit der Guthaben hängt hier völlig von der serverseitigen Sicherheit und der (schwer verifizierbaren) Vertrauenswürdigkeit der Anbieter ab. Eine Alternative zum Beispiel für mobile Plattformen, für die kein regulärer Bitcoin Core angeboten wird, sind hybride Wallets, wie zum Beispiel die von blockchain.info angebotene „My Wallet“-Websoftware.[120] Bei dieser wird der auszuführende Code vom Server des Anbieters geladen, die geheimen Schlüssel werden jedoch clientseitig verschlüsselt und übertragen.

Transaktionen[Bearbeiten]

Signierung von Transaktionen
Transaktionen mit mehreren Absender- und Empfängeradressen

Die Überweisung von Bitcoins zwischen den Teilnehmern wird in sog. Transaktionen abgewickelt, die für den Benutzer praktisch so funktionieren, wie eine Banküberweisung. Der Zahlungssender muss lediglich die Bitcoin-Adresse (vergleichbar mit der Kontonummer bzw. IBAN) des Zahlungsempfängers kennen, um ihm einen Betrag überweisen zu können. Eine Bestätigung durch den Empfänger ist nicht nötig.[121] Die Bitcoin-Adressen können von der Bitcoin Core-Software bei Bedarf generiert werden.

Der Zahlungsempfänger muss für den Empfang der Zahlung nicht mit dem Netzwerk verbunden sein. Der Sender muss sich nur kurz verbinden, um die Transaktion abzusetzen.

Eine Rückabwicklung von Transaktionen ist, nachdem sie einmal abgeschickt wurden, ausgeschlossen. Auch das Einziehen von Guthaben von einem Konto, wie beim Lastschriftverfahren, ist nicht möglich.

Transaktionskosten[Bearbeiten]

Beim Überweisen von Bitcoins fallen Gebühren an. Diese betragen derzeit mindestens 1.000 Satoshi (= 10 µBTC = 0,01 mBTC = 0,00001 BTC).[122][123] Die Gebühren werden einerseits erhoben, um den am Mining beteiligten Teilnehmern eine Belohnung für das Abwickeln der Transaktion zukommen zu lassen. Andererseits sollen die Gebühren verhindern, dass das Netzwerk mit Transaktionen absichtlich überlastet wird. Je höher der überweisende Teilnehmer die Transaktionsgebühren festsetzt, umso schneller wird die Transaktion bestätigt.

Ablauf einer Transaktion im Detail[Bearbeiten]

Genaugenommen existieren im Bitcoin-System keine Konten, die ein Guthaben aufweisen können. Das „Guthaben“, das der Bitcoin Core oder andere Wallet-Programme ausweisen, sind eingegangene Gutschriften auf die Bitcoin-Adressen aus der Wallet des Benutzers, die noch nicht weiterüberwiesen wurden (sog. unspent transaction outputs, UTXOs[124]).

Jede Transaktion enthält mindestens eine Adresse als Eingabe, mindestens eine Adresse als Ausgabe, für jede der Empfängeradressen den entsprechenden Betrag und noch weitere Felder für die Signatur und Verwaltung. Der Betrag wird den Eingabeadressen entnommen und den Zieladressen in der angegebenen Höhe gutgeschrieben. In einer Transaktion können auch mehrere einzelne Überweisungen zusammengefasst werden. Guthaben kann von mehreren Adressen zusammengeführt und unter mehreren Adressen aufgeteilt werden. Die Beträge werden von den sendenden Adressen immer vollständig abgezogen. Verbleibt „Wechselgeld” wird es einer Adresse des bisherigen Besitzers wieder gutgeschrieben. Es ist auch möglich, eine Überweisung von mehreren Teilnehmern signieren zu lassen (z. B. bei einem Treuhanddienst).[125]

Abschließend wird die gesamte Transaktion mit dem privaten Schlüssel des Senders signiert, was sie damit authentisiert und vor Veränderungen schützt. Danach wird die Transaktion ins Peer-to-Peer-Netzwerk übertragen und mit einem Flooding-Algorithmus verbreitet. Der Absender schickt seine Transaktion an alle ihm bekannten Bitcoin Cores im Netzwerk. Diese verifizieren die Signatur und prüfen, ob die Transaktion gültig ist. Anschließend leiten sie die Transaktion an die ihnen bekannten Bitcoin Cores weiter. Dies wiederholt sich, bis die Transaktion allen Bitcoin Cores im Netzwerk bekannt ist. Sobald genügend Bitcoin Cores die Transaktion bekannt ist, beginnen diese sie zu verarbeiten, indem sie durch Mining einen Block erzeugen, in dem die Transaktion enthalten ist.

Beispiel[Bearbeiten]

Teilnehmer A hat zuvor einen Betrag an Teilnehmer B überwiesen, den dieser nun weiter an Teilnehmer C überweisen möchte. Dazu erstellt Teilnehmer B eine Transaktion, die als Eingabe die Gutschrift von Teilnehmer A erhält und als Ausgabe die Adresse des Teilnehmers C hat.

Um nachzuweisen, dass B der Besitzer der Bitcoins ist, die A ihm überwiesen hat, schreibt er seinen vollständigen öffentlichen Schlüssel und die Eingabetransaktion in die neue Transaktion. Aus dem öffentlichen Schlüssel kann seine Bitcoin-Adresse berechnet und so nachgewiesen werden, dass der Betrag zuvor von A an ihn überwiesen wurde.

Als Zahlungsempfänger gibt Teilnehmer B die Bitcoin-Adresse von Teilnehmer C an sowie den Betrag, den er C überweisen möchte.

Zum Schluss signiert Teilnehmer B die Transaktion mit seinem privaten Schlüssel und überträgt sie an das Netzwerk.

Dienste für Online-Händler[Bearbeiten]

Mögliche Nachteile der Zahlung mit Bitcoin für Händler sind die erforderliche technische Betreuung und die Kursschwankungen, die Preiskalkulationen erschweren. Daher ist eine Reihe von Diensten entstanden, welche den Verkauf von Waren gegen Bitcoins erleichtern sollen. Ein Beispiel ist der Dienst bit-pay: Der Händler gibt den Preis seiner Ware in einer Fiatwährung an, der Preis wird automatisch in den Bitcoin-Preis umgerechnet und eine Bitcoin-Adresse erzeugt.[126] Eine eingehende Zahlung wird automatisch sofort dem Händler in der von ihm benutzten Währung gutgeschrieben, was das Kursrisiko für den Händler eliminiert und Risiken die aus der Nutzung von Online-Wallets entstehen, reduziert. Somit isoliert der Dienst den Händler von der Bitcoin-Transaktion und den Kunden von der Transaktion in der Fiatwährung. Solche Dienste können, da sie weitestgehend automatisierbar sind, wesentlich kostengünstiger als Zahlungen über Kreditkarte operieren, setzen aber das Vertrauen des Händlers (und in gewissem Ausmaß, auch der Kunden) in den Dienst voraus.

Mining[Bearbeiten]

Datenstruktur eines Blocks
Vorhersage der Gesamtmenge an Bitcoins bis zum Jahr 2033

Grundsätzlich können sich alle Teilnehmer am Mining mit Hilfe von Bitcoin Cores, wie dem Plattform-übergreifenden cgMiner,[127] beteiligen. Durch das Mining werden neue Blöcke erzeugt und anschließend zur Blockkette hinzugefügt. Durch neue Blöcke werden neue Bitcoins ausgegeben und gleichzeitig ein Teil der neuen oder noch offenen Transaktionen bestätigt. Das Mining-Netzwerk wird stets so geregelt, dass im Mittel alle zehn Minuten ein neuer Block erzeugt wird. Der Vorgang ist sehr rechenintensiv, im Gegenzug erhält der Teilnehmer, der einen gültigen Block erzeugt, als Belohnung die geschöpften Bitcoins und die Gebühren aus den enthaltenen Transaktionen. Bis 2013 wurden 50, ab 2014 werden 25 Bitcoins pro neuem Block ausgezahlt. Auf diese Weise findet eine dezentrale Geldschöpfung statt.[128] Nachdem ein neuer gültiger Block gefunden wurde, wird er, wie unbestätigte Transaktionen, per Flooding-Algorithmus an alle Bitcoin Cores im Netzwerk als neue längere gültige Blockkette verbreitet.[129] Das Mining im Bitcoin-System löst auf diese Weise auch das Problem der byzantinischen Generäle: Da es keine zentrale Instanz gibt, welche die Teilnehmer beglaubigt, vertrauen sich die Bitcoin Cores prinzipbedingt gegenseitig nicht. Das Problem besteht für jeden Bitcoin Core darin, herauszufinden, welche Blöcke bzw. welche Blockkette nun die „richtige“ ist, d. h. welcher die Mehrheit vertraut. Da gültige Blöcke nur durch Mining geschaffen werden können und das Mining rechenintensiv ist, vertraut jeder Bitcoin Core der längsten gültigen Blockkette, da hinter dieser die meiste dezentrale Rechenleistung steht und deswegen dort die Mehrheit der unabhängigen Teilnehmer vermutet wird.[129]

Proof-of-Work und Mining-Schwierigkeit[Bearbeiten]

Praktisch die gesamte Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks entfällt beim Mining auf das Lösen einer kryptographischen Aufgabe, dem Proof-of-Work. Mit dem Proof-of-Work soll sichergestellt werden, dass das Erzeugen gültiger Blöcke mit einer gewissen Schwierigkeit verbunden ist, sodass eine nachträgliche Modifikation der Blockkette, wie beispielsweise beim Szenario eines 51-%-Angriffs, praktisch ausgeschlossen werden kann. Die Schwierigkeit des Mining ist so ausgelegt, dass im Durchschnitt alle zehn Minuten ein zufälliger Bitcoin Core, der am Mining beteiligt ist, eine Lösung findet. Die Wahrscheinlichkeit eines Teilnehmers, die richtige Lösung zu finden, ist dabei proportional zur eingesetzten Rechenleistung. Die Schwierigkeit der Aufgabe wird im Netzwerk dynamisch so geregelt, dass mit steigender Rechenleistung des Netzwerks, auch das Lösen der Aufgabe immer aufwendiger wird.

Schwierigkeitsgrad

Die Schwierigkeit der Aufgabe wird im Netzwerk dynamisch so geregelt, dass im Mittel alle zehn Minuten ein neuer Block erzeugt wird. D. h. mit steigender Rechenleistung des Netzwerks, wird auch das Lösen der Aufgabe immer aufwendiger (siehe auch Kryptowährung #Ressourcen-Verbrauch). Die Wahrscheinlichkeit eines Teilnehmers, die richtige Lösung zu finden, ist proportional zu der eingesetzten Rechenleistung. Alle zwei Wochen passen die Bitcoin Cores den Schwierigkeitsgrad des Minings an die aktuelle Rechenleistung des gesamten Systems an, so dass weiterhin im Schnitt alle zehn Minuten eine neue Lösung gefunden wird. Lösungen, die dem aktuellen Schwierigkeitsgrad nicht entsprechen, werden von anderen Bitcoin Cores nicht akzeptiert.

Proof-of-Work

Der Proof-of-Work besteht bei Bitcoin darin, einen Hashwert zu finden, der unterhalb eines bestimmten Schwellwerts liegt. Der Schwellwert ist umgekehrt proportional zur Mining-Schwierigkeit. Der Schwellwert entspricht einem Hashwert mit fester Anzahl an Stellen, der einen variablen Präfix aus Nullen besitzt, d. h. wird der Schwellwert kleiner, wird sein Präfix um eine Null verlängert, was den Wert des Schwellwertes effektiv reduziert. Durch den Schwellwert kann der Aufwand zum Lösen des Proof-of-Work geregelt werden, denn je niedriger dieser Wert ist, umso unwahrscheinlicher ist es, einen Hash unterhalb der Schwelle zu finden. Der Hash wird durch zweimaliges Anwenden der kryptologischen Hashfunktion SHA-256 auf den Anfangsbereich eines Blocks (Blockheader) berechnet.

Der Ablauf funktioniert folgendermaßen:

  1. Block initialisieren, Root-Hash des Blocks aus Transaktionen berechnen
  2. Hashwert berechnen: h = SHA256(SHA256(block header))
  3. Wenn h >= Schwellwert, Blockheader verändern und zurück zu Schritt 2
  4. Sonst: Gültiger Block gefunden, Berechnung stoppen und Block veröffentlichen.

Um sicherzustellen, dass ein Hashwert unterhalb der vorgegebenen Schwelle gefunden werden kann, gibt es im Blockheader verschiedene Felder, deren Wert verändert werden kann. Speziell für diesen Zweck existiert das Feld Nonce.[130]

Mining-Rechenleistung und Stromverbrauch[Bearbeiten]

Die Website bitcoinwatch.com schätzte die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks im Februar 2014 auf rund 217 ExaFLOPS.[131] Das wäre schneller als die Supercomputer Tianhe-2 oder Titan, ist jedoch ein ungenaues Vergleichsmaß, da FLOPS die Anzahl Gleitkommaoperationen pro Sekunde wiedergeben, während beim Bitcoin-Mining ausschließlich Ganzzahl-Operationen durchgeführt werden.

Schätzungen für den Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks bewegen sich Anfang August 2011 zwischen 24 Megawatt und 200 Megawatt, was dem Stromverbrauch einer Kleinstadt beziehungsweise Großstadt entspräche.[132] Schätzungen im Dezember 2012 gehen bei einer Hashrate von 25 Terahashes pro Sekunde und 650 Watt benötigter Leistung pro Gigahash/Sekunde von einem Stromverbrauch von ca. 15 Megawatt aus.[133] Durch das Erscheinen von ASICs für Bitcoin-Mining wird mit einer Leistungsaufnahme von ca. 1 Watt pro Gigahash/Sekunde zzgl. der benötigten Leistung für einen Computer zur Ansteuerung gerechnet.[134] Ein Feldtest des Speicheranbieters iDrive mit 600 Servern im off-peak Modus ergab ein Ergebnis von 0,4 Bitcoin pro Jahr.[135]

Spezialisierte Hardware[Bearbeiten]

ASICMiner ASIC-basiertes USB-Bitcoin-Mining-Gerät
ASIC-Bitcoin-Mining-hardware, die Mitte bis Ende 2013 verbreitet war

Das Mining auf dem Prozessor eines handelsüblichen Computers war – außer während einer kurzen Zeit zu Beginn – noch nie rentabel. Mining lohnte sich daher nur auf Grafikprozessoren oder spezialisierter (dedizierter) Hardware wie FPGAs. Da mit der Zeit pro Einheit an Rechenleistung auf Grafikprozessoren immer weniger Bitcoins erzeugt wurden und der Stromkostenanteil daher stieg, wurden etwa seit Ende 2011 FPGAs verstärkt genutzt. FPGAs verbinden hohe Hardwarekosten und niedrigen Stromverbrauch mit einer sehr hohen Rechenkapazität in Bezug auf eine spezielle Rechenanforderung für die sie hergestellt wurden. Mittlerweile haben Hardwarebausteinen wie ASICs auch die FPGAs fast vollständig abgelöst, da ihre Leistung noch deutlich höher liegt.

Ende Januar 2013 erschienen erste lauffähige, kommerziell erhältliche ASIC-Systeme zum Mining von Bitcoins. Mit diesen ist es möglich, Bitcoins rund 50-mal schneller zu minen als bisher mit GPU-basierten Systemen. Dabei ist der Stromverbrauch, welcher einen erheblichen Teil der Kosten ausmacht, jedoch deutlich geringer. Die Folge war, dass die Schwierigkeit des Minings so weit anstieg, dass GPU-basiertes Mining (wie bereits zuvor CPU-basierte Systeme) innerhalb weniger Monate weitgehend unwirtschaftlich wurden.[136][137] So liefern die im Bild gezeigten ASICMiner Block Erupter USB[138] in 130-nm-Chip-Technik, welche Mitte bis Ende 2013 verbreitet waren (siehe Bild), ca. 333 Megahash pro Sekunde (Mhash/s) und arbeiten mit einer Effizienz von 130 Megahash pro Joule (Mhash/J). Mininghardware[139] in 28-nm-Technik die ab Mitte 2014 verfügbar wurde liefert eine zehnfache Effizienz von ca. 1.3 Gigahash pro Joule (Ghash/J) oder mehr.[140] Und ultra-effiziente ASIC Mininghardware in 28-nm-Technik mit 6 Ghash/J (0,19 J/Ghash) wurde bereits für 2015 angekündigt, bevor der Einstieg in die noch höher effiziente 14-nm-Chip-Technik bei ASIC Mininghardware für 2016 erwartet wird.[141]

Der Trend geht zu zentralisiertem Datacenter-Mining[142] und Cloud-Mining[143] als riskante Kapitalanlage.[144][145] Dies könnte das ehemals sichere dezentrale Bitcoin-Mining-Model bedrohen und einen 51%-Angriff[146][147] wahrscheinlicher machen.

Softwarefehler und Angriffsszenarien im Bitcoin-System[Bearbeiten]

Designfehler in Bitcoin oder Softwarefehler in verbreiteten Bitcoin Core-Implementationen können zum zeitweiligen Ausfall oder zum Zusammenbruch des Systems führen. Allerdings lässt sich die Software verändern, um z. B. Fehler zu beheben. Diese veränderte Version muss dann aber von so vielen Anwendern akzeptiert bzw. verwendet werden, dass mehr als die Hälfte der Rechenleistung darauf entfällt. Wenn dies zu Bitcoin-Einheiten führt, die für eine frühere Version der Software nicht mehr gültig sind, wird dies als Hard Fork bezeichnet.

Szenario eines 51-%-Angriffs[Bearbeiten]

Die Situation eines Forks der Blockchain ist deswegen von sehr hoher Bedeutung, weil genau diese Art von Situation auch aufträte, wenn jemand versuchen würde, mit einer Softwareänderung „ungültige“ Blöcke zu erzeugen oder die Währung durch eine Erzeugung zusätzlicher Geldeinheiten zu inflationieren. Dies kann aufgrund zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen nur gelingen, wenn die Besitzer von mehr als der Hälfte der Rechenleistung im gesamten Peer-to-Peer-Netzwerk die neu erzeugten Blöcke und Transaktionen akzeptieren. Da eine Inflationierung jedoch zu einer Entwertung von Bitcoin-Guthaben und Erträgen der Miner führt, ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Mehrheit gefunden wird.

Eine Unterwanderung des Bitcoin-Netzwerks durch die Konzentration von großen Mengen an Rechenleistung durch einzelne Akteure ist theoretisch denkbar. Sie wäre jedoch mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand verbunden und könnte durch geeignete Modifikationen der Software vermutlich vereitelt werden. Der Mining-Pool GHash überschritt im Juni 2014 kurzzeitig die 50%-Marke.[148]

Bitcoin-Technik in anderen Projekten[Bearbeiten]

Da Bitcoin unter der MIT-Lizenz steht, darf der Quellcode auch für andere Programme verwendet werden. Im Falle von Namecoin wurde so ein verteiltes Domain Name System (DNS) geschaffen. Alternative Währungen, die auf der Bitcoin-Technik aufbauen, sind Litecoin, Peercoin, Primecoin, Devcoin, Ixcoin und TerraCoin.

Kontroverse[Bearbeiten]

Kontroversen um Bitcoin betreffen vor allem drei Aspekte: Zum Ersten wird das Risiko eines Fehlschlags aufgrund einer Abwertung und langfristig mangelnden Vertrauens mit der Folge einer wieder sinkenden Nutzung diskutiert. Zum Zweiten werden mögliche Konsequenzen betrachtet, die sich aus einer dauerhaften Akzeptanz und einer hohen Verbreitung ergäben. Zum Dritten wird das Verhältnis zu bestehenden Normen und ihre langfristige Durchsetzbarkeit diskutiert.

Unabhängigkeit von Banken, Zahlungsdienstleistern und staatlichen Währungen[Bearbeiten]

Seit der Debatte um WikiLeaks Mitte 2010 bzw. der Sperrung von WikiLeaks-Konten bei Visa, Mastercard und vor allem PayPal[149] wurde Bitcoin als Alternative diskutiert, da es keine übergeordneten Instanzen besitzt, die direkten Einfluss nehmen können.[150] Da die Sperre anhält, obwohl es selbst nach Auffassung des ehemaligen US-Finanzminister Timothy Geithner keine rechtliche Grundlage dafür gibt, rief WikiLeaks dazu auf, Bitcoin zur Übermittlung von Spenden zu nutzen.[151][152]

Vorwurf eines Ponzi-Schemas[Bearbeiten]

Im Zusammenhang mit den seit etwa Oktober 2010 zu beobachtenden starken Kurssteigerungen und der erhöhten medialen Aufmerksamkeit wird verschiedentlich kritisiert, dass Bitcoin Eigenschaften eines Ponzi-Schemas (Schneeballsystems) habe.

Kritiker werfen dem Bitcoin-System vor, dass nur Gewinne erzielt werden könnten, wenn sich neue Käufer fänden, die bereit wären, Bitcoins zu höheren Preisen zu kaufen – so wie es momentan auch geschehe. Da Bitcoins jedoch an sich keinen (materiellen) Wert hätten, wäre es zwangsläufig, dass der Kurs auf Null fiele und so die breite Masse an Nachzüglern am Ende mit wertlosen Bitcoins dastünde. Dadurch hätte im Endeffekt ein Transfer von etablierten Währungen an die früheren Besitzer stattgefunden und das wiederum sei ein klassisches Merkmal eines Schneeballsystems.[153][154]

Befürworter von Bitcoin entgegnen dem, dass die Währung aufgrund ihrer inhärenten Eigenschaften sowie ihrer Handhabungsvorteile einen realen Nutzen habe[155], und dass die Kursgewinne mit Netzwerkeffekten begründbar seien. Die plötzlichen Kurssteigerungen seien Ergebnis einer schnellen Ausweitung der Nachfrage bei nur langsam wachsendem Angebot und stellten für die früh eingestiegenen Beteiligten, aufgrund des hohen Risikos eines Misserfolges, eine Kompensation dar. Mit der Zeit werde die Währung aufgrund von Sättigungseffekten wahrscheinlich einen stabileren Kurs erreichen.[156]

Die Europäische Zentralbank befasste sich u. a. auch mit Bitcoin und dem Vorwurf eines Schneeballsystems in einem Oktober 2012 erschienenen Bericht.[157] Sie legt sich nicht fest, ob Bitcoin ein Schneeballsystem sei oder nicht. Zwar gebe es „keinen zentralen Organisator, der das System unterlaufen und mit den Geldern verschwinden [könne]“ und „außerdem verspricht das System niemandem hohe Profite“. Es gäbe jedoch eine klare Informationsasymmetrie, da das System zwar einerseits sehr komplex zu verstehen sei, es andererseits aber sehr leicht benutzt werden könne, ohne sich zuvor über die Risiken eines Kollapses im Klaren zu sein.

Finanzielle Risiken[Bearbeiten]

Der Ankauf nennenswerter Beträge in Bitcoins ist bisher eine hoch riskante Investition. Der Journalist Timothy B. Lee, der selbst in Bitcoins investiert hat, nennt die folgenden wichtigsten Risiken:[158]

  • Die Gefahr von irreversiblen Verlusten durch Malware, Datenverlust oder Einbrüchen bei Online-Börsen.
  • Das Risiko starker Einschränkungen durch staatliche Regulation als Maßnahme gegen Geldwäsche.
  • Eine Überlastung der Kapazität des Systems, die zumindest zeitweise Transaktionen langsam sowie kleine Transaktionen sehr teuer machen könnte.
  • Eine gegenüber dem steigenden Kurs und den damit verbundenen hohen Erwartungen zu geringe kommerzielle Nutzung.

Legitimität einer nichtzentralen Geldschöpfung[Bearbeiten]

Falls die Zahlungseinheit sich etabliert und ein Handel mit ihr stattfindet, findet faktisch eine Geldschöpfung statt, die im Fall von Zentralbankgeld traditionell ein Monopol der Notenbanken darstellt, im Fall von Kredit- und Buchgeld jedoch vor allem durch die Geschäftsbanken stattfindet. Eine Vergrößerung der Geldmenge gegenüber den Warenwerten (sei es durch Bargeld oder Kreditgeld) führt bei gegebener Umlaufgeschwindigkeit tendenziell zu Inflation (siehe auch: Quantitätstheorie, Neutralität des Geldes). Durch den damit verbundenen Kaufkraftverlust bestehender Guthaben erfolgt letztlich immer ein Transfer von Vermögenswerten an die Geld ausgebende Stelle.

Im Fall von Bitcoins entfiele diese Einnahmequelle für die Zentralbanken. Daher wird beispielsweise vom deutschen InteressenverbandBundesverband Digitale Wirtschaft“ die Legitimität einer nichtzentralen Geldschöpfung bestritten. Nach Auffassung des Verbandes sind Bonus- und Guthabensysteme wie Vielflieger-Meilen, Linden Dollars, Facebook Credits oder Payback-Card nicht von diesem Legitimitätsproblem betroffen.

Das erwähnte Banknotenmonopol wird heute durch den Status des gesetzlichen Zahlungsmittels sowie in der EU durch das Münzgesetz von 2002 gestützt. Ein Verbot alternativer Währungen enthalten diese Rechtsnormen nicht. Eine neue Währung ist jedoch aufgrund der Netzwerkeffekte der etablierten Währungen extrem schwierig einzuführen.

Befürworter und Nutzer von Bitcoin vertreten die Auffassung, durch die Entkopplung der Geldschöpfung von zentralen Machtstrukturen lasse sich eine Demokratisierung des Geldwesens bewirken. Auch die Ablösung des bestehenden, im Wesentlichen auf Krediten basierenden Systems, bei dem Geld stets mit Schuldzinsen belastet ist, wird teilweise als wünschenswert angesehen.[159][160]

Mögliche Folgen für die Geldpolitik[Bearbeiten]

Am 1. Juni 2011 veröffentlichte der Bundesverband Digitale Wirtschaft eine Pressemeldung, in der er Verbrauchern von der Nutzung Bitcoins abrät. Diese hätten, da sie keiner staatlichen Kontrolle unterliegen, „das Potenzial, der gesamten Gesellschaft […] durch Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder andere illegale Geschäfte nachhaltig zu schaden“. Des Weiteren widerspreche eine automatisierte Geldmengensteuerung wie im Falle der ‚Bitcoins‘ jeder Konjunkturpolitik und entziehe ihr damit den Boden.[161][162]

Parallel dazu gibt es jedoch auch die Entwicklung, dass Unternehmen wie der Online-Händler Amazon (Amazon Coins), Linden Labs (Linden Dollars), Facebook (Facebook Credits) oder Microsoft (Microsoft Points) eigene Währungen in Umlauf bringen oder dies versuchen. Zu den Vorteilen für die Unternehmen gehören eine größere Kundenbindung und ein Ausbau dominanter Stellungen am Markt. Darüber hinaus geben Verbraucher aus psychologischen Gründen virtuelles Geld leichter aus.[163]

Auch die Europäische Zentralbank sieht Risiken bei einer wachsenden Einführung frei konvertierbarer elektronischer Währungen, etwa durch geringere Preisstabilität oder Reputationsrisiken für die Zentralbanken.[164][165] Viele Befürworter von Bitcoin sehen die extrem lockere Geldpolitik der Zentralbanken seit der Finanzkrise ihrerseits als nicht nachhaltig an, kritisieren diese nachdrücklich und sehen den inhärenten Schutz gegen Inflation durch eine übermäßige Ausweitung der Geldmenge als langfristigen Vorteil von Bitcoin.

Risiken von Deflation und Inflation[Bearbeiten]

Deflationäre Risiken[Bearbeiten]

Gerhard Rösl von der Hochschule Regensburg kann keine offensichtlichen Probleme der Währung ausmachen. Er sehe kein erhöhtes Missbrauchspotential im Vergleich zu Bargeld und bei der Konzeption von Bitcoins sei offenbar darauf geachtet worden, dass die Wechselkurse sowohl im Hinblick auf andere Währungen als auch im Hinblick auf zu bezahlende Leistung flexibel seien.[166]

Die Auswirkungen von Währungen auf Preise und wirtschaftliche Prozesse werden unter dem Begriff der „Neutralität des Geldes“ diskutiert. Die Folgerungen der verschiedenen volkswirtschaftlichen Schulen sind sehr unterschiedlich und schwierig empirisch und in allgemeiner Form zu belegen.

Inflationäre Risiken[Bearbeiten]

Kritikern zufolge werde die Akzeptanz von Bitcoin als alternative Währung zu einer beispiellosen Hyperinflation derselben führen. Wenn Kunden und Händler Bitcoins akzeptieren, würden sie auch ähnliche Ersatzwährungen akzeptieren. Auch wenn die Höchstzahl an Bitcoins beschränkt ist, können dennoch unbegrenzt weitere Währungen geschaffen und so die Geldmenge beliebig ausgeweitet werden. Und „sobald klar würde, dass [auch bei solchen virtuellen Währungen] keine Beschränkung [der Geldschöpfung] möglich ist, werden die Leute realisieren, dass ihre Guthaben jeden Moment wertlos werden können, und die Nachfrage nach Bitcoins und ähnlichen Währungen wird zusammenbrechen und das Experiment beenden“.[154]

Offene rechtliche Fragen[Bearbeiten]

Aufgrund der Neuartigkeit von Bitcoin und der mit dem Medium geschaffenen Verbindung bisher unvereinbarer Merkmale existieren zahlreiche bisher ungeklärte rechtliche Fragen.[167]

Guidelines der US-Finanzaufsicht[Bearbeiten]

Am 18. März 2013 gab die Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), eine Abteilung des amerikanischen Finanzministeriums, einen Bericht heraus, der die Einstufung von zentralisierten und dezentralen virtuellen Währungen bezüglich eines Status als „Money Service Businesses“ (MSB) betraf. Darin wurden digitale Währungen und Zahlungssysteme eingeordnet, die von keiner staatlichen Stelle herausgegeben werden. Nutzer von virtuellen Währungen wurden als frei von Auflagen für MSBs eingestuft. Organisationen dagegen, welche virtuelle Währungen herstellen oder als Zahlungsdienstleister aufträten, würden den Regelungen für MSB Zahlungsdienstleister unterliegen, die insbesondere Melde- und Buchführungspflichten zur Eindämmung von Geldwäsche vorsehen. Nach wörtlicher Interpretation könnte dies auch Personen betreffen, die Bitcoin-Mining betreiben: „...a person that creates units of convertible virtual currency and sells those units to another person for real currency or its equivalent is engaged in transmission to another location and is a money transmitter.“[168]

Weiterhin wurden Organisationen als Zahlungsdienstleister und Wechseldienst benannt, die virtuelle Währungen für Zahlungsdienste einsetzen.[169][170] Da diese Einstufung auch Personen betreffen würde, die Bitcoin-Mining in sehr kleinem Umfang betreiben, wurden die Guidelines (die keinen gesetzlichen Charakter haben) von der Bitcoin Foundation, einer Interessenvertretung der Bitcoin-Nutzer, als zu weitgehend kritisiert.[171]

Insgesamt verbessern die Guidelines jedoch die Rechtssicherheit, da die grundsätzliche Legalität einer Nutzung von Bitcoin damit offensichtlich nicht mehr in Zweifel steht und Bitcoins erstmalig von einer staatlichen Stelle als Zahlungsmittel oder Währung eingestuft wurden.

Vorwurf der Verwendung für illegale Zwecke[Bearbeiten]

Anfang Juni 2011 erschien ein Artikel beim Online-Portal Gawker, in dem über Silk Road, eine mit dem Anonymisierungsnetzwerk Tor zugängliche Seite berichtet wurde, auf der gegen Bitcoin Drogen angeboten wurden. Dieser Bericht wurde von den US-amerikanischen Senatoren Charles Schumer und Joe Manchin aufgegriffen, die ein Verbot der Seite forderten und aufgrund der Verwendbarkeit zur Bezahlung illegaler Waren die Legalität von Bitcoin allgemein in Zweifel zogen.[172] Tatsächlich spielt Bargeld bei den Aktivitäten der Schattenwirtschaft, deren gesamter Umfang in Deutschland auf etwa 12 bis 17 % des Bruttoinlandsprodukts geschätzt wird, aufgrund seiner Anonymität eine besondere Rolle. Deswegen gibt es eine Tendenz zur zunehmenden Kontrolle von Bargeld-Transaktionen. Ein Gesetzentwurf zur Optimierung der Geldwäscheprävention, der eine Registrierung bei bisher anonymen Zahlungen mit Systemen wie der Paysafecard vorsieht, wurde von der deutschen Bundesregierung vorgelegt.[173] Eine noch weitergehende Kontrolle von Zahlungsdaten durch die USA findet im Rahmen des politisch stark umstrittenen SWIFT-Abkommens statt.

Vertreter von Bitcoin-Tauschbörsen wie beispielsweise Mark Karpeles von Mt Gox oder dem Zahlungsdienstleister Dwolla erklärten daraufhin, dass sie mit Behörden bereits zwecks einer Zusammenarbeit zur Kontrolle illegaler Transaktionen in Kontakt ständen und auch weitere Vorkehrungen wie beispielsweise Auszahlungslimits getroffen worden seien.[174]

Wichtige Ereignisse und Medienberichte[Bearbeiten]

Verluste, Diebstähle, Hacks, Betrugsfälle und Ausfälle[Bearbeiten]

Aufgrund der genannten starken Ähnlichkeiten mit Bargeld können Bitcoins im übertragenen Sinne verloren gehen, gestohlen werden, oder durch Betrug oder Erpressung den Besitzer wechseln. Hierzu tragen neben der Möglichkeit völliger Anonymität, zeitweilig enormer Kurssteigerungen und teilweise unprofessionellem Vorgehen auch ein starkes Anwachsen von Geldgeschäften und spekulativen Angeboten seit Anfang 2011 sowie eine gewisse Wildwest-Mentalität bei.[175] Dabei erwiesen sich vor allem die Online-Börsen immer wieder als Schwachstellen.[176]

2010

  • Am 15. August 2010 wurde der bisher schwerste Softwarefehler im Bitcoin-System entdeckt und behoben. Grundsätzlich wird geprüft, ob die Summe der Ausgänge einer Transaktion die der Eingänge nicht überschreiten. Eine eigens präparierte Transaktion führte aufgrund eines fehlerhaften Ganzzahlüberlaufs zu einer nicht geprüften negativen Gesamtsumme, so dass die Transaktion als gültig akzeptiert wurde und zu einer Gutschrift von 184 Milliarden BTC führte. Für die Behebung war es notwendig, das Netzwerk umgehend zu stoppen und ein eilig erzeugtes Update zu verteilen. Die ungültige Transaktion wurde aus der Block Chain entfernt.[177][65]

2011

  • Am 13. Juni 2011 erklärte der Nutzer Allinvain, dass bei einem Einbruch in seinen Computer ein Betrag von 25.000 BTC entwendet wurde (zu diesem Zeitpunkt umgerechnet 502.750 USD). Das gestohlene Guthaben wurde vom Dieb unerkannt wieder in den Kreislauf zurück gemischt.[178]
  • Am 19. Juni 2011 verschaffte sich ein Angreifer bei der größten Online-Börse Mt.Gox Zugriff auf ein Konto mit einem Guthaben von etwa 500.000 BTC (zu diesem Zeitpunkt rund 8,75 Mio. US-Dollar). Der Angreifer platzierte eine Verkaufsorder mit einem Volumen von 100.000 BTC zum Preis von 1 Cent pro Bitcoin, bei einem Marktpreis von rund 17 US-Dollar. Das Angebot erfüllte sämtliche offenen Kaufgesuche und führte zu einem kurzzeitigen Zusammenbruch des Handels. Der Handel bei Mt. Gox und der zweitgrößten Börse TradeHill wurde infolgedessen vorläufig ausgesetzt, die Preise kehrten jedoch nach Minuten zu ihren vorherigen Niveaus zurück. Weiterhin wurden auch Passwörter und Mailadressen ausgespäht und im Internet veröffentlicht.[179]
  • Am 26. Juli 2011 informierte der Betreiber der damals drittgrößten Tauschbörse Bitomat.pl, dass es aufgrund eines Datenverlustes zum Verlust von Bitcoin-Einlagen der Kunden in Höhe von 17.000 BTC (zum Zeitpunkt rund 170.000 €), gekommen sei.[180]
  • Am 11. August 2011 kündigte die japanische Betreiberfirma von Mt. Gox, Tibanne, überraschend an, den Dienst Bitomat.pl zu übernehmen und die Nutzer in die eigene Nutzerbasis zu integrieren. Dabei würden die Guthaben der Nutzer vollständig übernommen. Die Einlagen der Nutzer würden durch Mt. Gox ausgezahlt und es werde weiterhin möglich sein, polnische Złoty durch lokale polnische Banktransfers ein- und auszuzahlen.[181]
  • Im August 2011 verkündete der E-Wallet-Dienst MyBitcoin.com, gehackt worden zu sein, und stellte darauf hin seinen Dienst ein. Die Kunden erhielten knapp die Hälfte ihrer Einlagen wieder.[182][183][184] Dieser Dienst stellte Nutzern eine Online-Wallet zur Verfügung, was allerdings bedeutete, dass – wie bei Tauschbörsen ebenfalls – sämtliche dort gespeicherten Beträge dem Dienst anvertraut wurden. Schon zuvor war kritisiert worden, dass der Dienst mit einer Postfach-Adresse in Charlestown in der Republik St. Kitts und Nevis (Kleine Antillen), einem Offshore-Finanzplatz, praktisch anonym geführt wurde.

2012

  • Am 1. März 2012 wurden bei einem Einbruch auf acht Kundenkonten auf Server des Cloud-Providers Linode Wallet-Daten im Gegenwert von 40.000 BTC (damals rund 150.000 €) ausgespäht. Zu den Kunden gehörten Dienstleister und Bitcoin-Börsenbetreiber. Verantwortlich für den Einbruch war ein Fehler in der Management-Software des Cloud-Servers, ein Verschulden der Kunden wurde nicht ermittelt.[185]
  • Am 12. Mai 2012 wurde bekannt, dass bei einem Einbruch in Server der Bitcoin-Börse Bitcoinica 18.547 BTC (damals rund 87.000 USD) entwendet wurden. Als Ursache wurde ein unzureichend gesicherter E-Mail-Server angegeben.[186][187] Am 30. Juli erfolgte ein dritter Zwischenfall, bei dem in den Mt.Gox-Account von Bitcoinica eingebrochen wurde und 40.000 BTC verloren gingen. Nachdem Transaktionen aus diesem Guthaben auf den Eigentümer Zhou Tong zurückgeführt worden waren, gab dieser an, den gestohlenen Betrag vom Dieb zurückerhalten zu haben.[188][189] In der Folge wurde am 1. August 2012 die Liquidierung von Bitcoinica bekannt gegeben.[190][191]
  • Etwa am 18. August 2012 brach das bisher größte Schneeballsystem „Bitcoin Savings and Trust“ zusammen, welches von einem Individuum mit dem Pseudonym Pirateat40 initiiert wurde. Den „Investoren“, die vorher von zahlreichen Forennutzern vor dem offensichtlichen Ponzi-Schema gewarnt worden waren, waren Gewinne bis zu 7 % wöchentlich in Aussicht gestellt worden.[192][193] Der gesamte Schaden wird auf bis zu 500.000 BTC geschätzt.[194]
  • Am 22. Dezember erklärte der Betreiber der auf Spendenbasis angebotenen Tauschbörse bitmarket.eu über das Forum bitcointalk, dass er (entgegen dem Versprechen eines Treuhanddienstes) mit den Einlagen der Nutzer spekuliert und Einlagen bei der Börse Bitcoinica angelegt habe, die sich Anfang August für zahlungsunfähig erklärte. Insgesamt habe er dabei rund 20.000 BTC, entsprechend rund 200.000 EUR, verloren. Da er kein eigenes Vermögen habe, sei er nicht in der Lage, die Einlagen der Nutzer zurückzuzahlen.[195] Der Dienst war – ebenfalls Anfang August – vom Initiator an den Programmierer der Website übertragen worden.[196]

2013

  • Am 11. März kam es aufgrund eines Softwarefehlers zu einer Abspaltung (Fork) der Blockchain. Ursache war, dass die Version 0.8 der Referenzimplementation der Bitcoin-Software so geändert worden war, dass ein Block eine größere Anzahl von Transaktionen umfassen konnte, um die stark wachsende Zahl von Transaktionen zu verarbeiten. Gleichzeitig wurde das Datenbank-Backend des Bitcoin Core zur Speicherung der Blöcke von Berkeley DB auf eine leistungsfähigere Datenbank umgestellt. Durch die Version 0.8 wurde ein großer Block erzeugt, den die alte Version 0.7 als ungültig ablehnt, da dabei ein Limit der Datenbank überschritten wird.[197] Die hierdurch entstandene Abspaltung der Blockchain war eine problematische Situation, da die neu erzeugten Geldeinheiten nur für einen der beiden Zweige gültig sind.
    Als Gegenmaßnahme riefen die Entwickler dazu auf, die Version 0.8 nicht mehr für das Mining einzusetzen und ausschließlich hierfür auf Version 0.7 zurückzugehen. Somit wurde die durch die ältere Version unterstützte Blockkette zur längsten Kette und in Folge der in die Software eingebauten Regeln auch von den Bitcoin Cores der Version 0.8 als gültig anerkannt. Die von der neueren Software bestätigten Transaktionen wurden automatisch in die mehrheitlich verwendete Blockchain übernommen, womit die Situation bereinigt war. Bis auf die neu geschöpften und mit dem nun ungültigen zu großen Block verknüpften Geldeinheiten gingen keine Transaktionen oder Guthaben verloren.
    Um sicherzustellen, dass keine Coins in beiden Blockchains gleichzeitig gezielt ausgegeben werden konnten (Double Spend Attacke),[198] suspendierten die Börsen kurzzeitig die Annahme von Bitcoin-Einzahlungen.[199][200]
  • Am 3. April 2013 wurde Instawallet, ein web-basierter Wallet-Anbieter, gehackt[201] und über 35.000 Bitcoins entwendet[202] (damals etwa 4,6 Mio. USD). Der Dienst wurde daraufhin eingestellt.
  • Am 17. April 2013 wurde die damals viertgrößte Börse BitFloor geschlossen, da die Konten durch die amerikanische Bank des Unternehmens gesperrt wurden und keine ausreichende Liquidität mehr vorhanden war.[203]
  • Am 2. Mai 2013 verkündete CoinLab, das erste fremdfinanzierte Bitcoinunternehmen, dass es Mt.Gox wegen Vertragsverletzung auf Schadensersatz i. H. v. 75 Mio. USD verklagen werde und die Geschäftsbeziehungen eingestellt wurden.[204][205]
  • Am 15. Mai 2013 beschlagnahmte das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten Konten der Onlinebörse Mt.Gox beim Zahlungsdienstleister Dwolla, da Mt.Gox es versäumt hatte, sich in den USA als Zahlungsdienstleister zu registrieren.[206][207]

2014

  • Anfang Februar 2014 wurden zahlreiche Bitcoin-Börsen, darunter Mt.Gox, Bitstamp und BTC-e, Opfer von Angriffen von Botnetzen, bei dem Versuch einen als transaction malleability bekannten Programmfehler auszunutzen.[208][209] Daraufhin stellten etliche Börsen, darunter auch die größte deutsche Bitcoin-Börse bitcoin.de[210], vorübergehend die Auszahlungen ein.
  • Ende Februar 2014 berichtete die Presse über eine Unerreichbarkeit der Bitcoin-Börse Mt.Gox.[211], die von der Insolvenzanmeldung in Japan und den USA gefolgt wurde. Mt.Gox erklärte gegenüber einem US-Gericht, dass rund 850.000 Bitcoins verloren gegangen seien, wovon 750.000 Bitcoins den Anlegern und 100.000 Bitcoins der Handelsplattform selbst zuzuordnen sind.[212]
  • Anfang April wurde eine Sicherheitslücke in Bitcoin Core bekannt, die über den Heartbleed-Bug der enthaltenen OpenSSL-Bibliothek zustande kam.[213] Betroffen waren das neue Zahlungsprotokoll sowie die SSL-Option der RPC-API. Die Bitcoin-Entwickler reagierten jedoch hierauf schnell und behoben diese Sicherheitslücke mit dem nächsten Release.[214]

Verbreitung und weitere Ereignisse[Bearbeiten]

bis 2012

  • An den Online-Börsen gehandelte Währungen beinhalten Mitte Juli 2011 US-Dollar, Britisches Pfund, Euro, Polnische Zloty, Tschechische Kronen, Australische Dollar, Chinesische Renminbi, Indische Rupien, Saudische Rial, Chilenische Pesos sowie für virtuelle Währungen wie Second Life Linden Dollar und Liberty Reserve US-Dollars.[215] Bis Ende 2012 kamen Japanische Yen, Schweizer Franken, Dänische Kronen, Russische Rubel, Schwedische Kronen, Kanadische Dollar, Brasilianische Real, Hongkong-Dollar, Neuseeland-Dollar, Singapur-Dollar und Thailändische Baht hinzu, so dass die Währungen nahezu aller wichtigen Industriestaaten vertreten sind.[216]
  • Im September 2012 warb das Startup CoinBase über Crowdfunding erfolgreich über 600.000 USD Gründungskapital ein. Unter den herausragenden Geldgebern waren der Seed Incubator Y Combinator mit Beteiligung des amerikanischen Programmierers und Kapitalgebers Paul Graham und weitere bekannten Technologieinvestoren, darunter Alexis Ohanian, Trevor Blackwell und IDG Ventures.[217] Das finanzierte Projekt umfasst die Entwicklung massentauglicher Zahlungsdienstleistungen für Bitcoin für den US-amerikanischen Markt, wie beispielsweise den unkomplizierten Erwerb von kleinen Beträgen und Zahlungen per Smartphone.
  • Am 15. November 2012 kündigte Andy Skjelton, Betreiber des Blog-Hosters WordPress.com an, in Zukunft Bitcoin als Zahlungsmittel für Upgrades anzunehmen. Der Dienst ist mit rund 60 Millionen Websites einer der weltweit größten Blog-Hoster.[218]
  • Am 7. Dezember 2012 gab die vom Unternehmen Paymium (einer Website ohne bekannte Kontaktdaten) betriebene französische Handelsplattform Bitcoin-central bekannt, dass sie nach intensiven Gesprächen mit den Regulierungsbehörden TRACFIN, ACP und der Banque de France eine Kooperation mit dem lizenzierten Zahlungsdienstleister Aqoba eingegangen sei.[219] Hierdurch sind Fiat-Guthaben durch das System der Banken-Einlagensicherung (Fonds de garantie des dépôts) geschützt, im Gegenzug wird der Dienst einschlägigen Regulierungen unterworfen.[220] Nach einem Diebstahl von mehreren Hundert Bitcoins wurde die Börse im April 2013 geschlossen, um – laut Aussage der Betreibers – das Sicherheitskonzept zu überarbeiten.[221] Im September 2013 ging Paymium eine neue Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister Lemon Way ein und eröffnete die Börse Bitcoin-Central erneut.[222][223]

2013

  • Am 7. Januar 2013 gab der Zahlungsdienstleister BitPay bekannt, zusätzlich 510.000 USD an Investitionen eingeworben zu haben. Das Unternehmen bietet Bitcoin-basierte Webshop-Lösungen und die Handhabung der Zahlungen für Firmen im Online-Handel an. Zu den Investoren zählten Shakil Khan, Barry Silbert, Jimmy Furland und Roger Ver. Die Erhöhung des Kapitals sei im Zuge einer Entwicklung sinnvoll gewesen, bei der das Unternehmen nach der Entscheidung von WordPress eine Gesamtzahl von 2100 Firmen als Kunden gewonnen habe.[224]
  • Am 4. März 2013 eröffnete der Online-Markt bitcoinstore.com mit einem Angebot von 500.000 Computer- und Elektronikartikeln aus dem Warenbestand des IT-Großhändlers Ingram Micro. Der Gründer und Bitcoin-Aktivist Roger Ver, der bereits CEO des seit dem Jahr 2000 bestehenden Online-Markts Memorydealers.com ist, nannte als explizites Ziel, mit Angeboten, welche bis zu zehn Prozent unter den einschlägigen Preisen großer Online-Händler wie Amazon.com lägen, den Kostenvorteil von Bitcoin zu demonstrieren und schließlich die großen Händler zur Übernahme von Bitcoin als Zahlungsmittel zu zwingen.[225]
  • Am 6. März 2013 gab das Unternehmen BitPay bekannt, dass es die Integration des Dienstes Amazon Fulfillment mit Bitcoin anbiete. Fulfillment by Amazon (FBA) ist ein Service, der es Online-Händlern ermöglicht, gegen Gebühren für die Abwicklung von Bestellung Lager und Lieferdienste von Amazon zu nutzen. Damit können Online-Händler, die diesen Dienst nutzen, Bestellungen auf ihrer eigenen Webseite entgegennehmen, die sofort mit Bitcoin bezahlt und durch Amazon ausgeführt werden. Anders als bei konkurrierenden Zahlungsmethoden wie PayPal können Bestellungen vollständig automatisiert an Amazon weitergeleitet werden und sind aus allen Ländern der Welt möglich.[226][227]
  • Im Juni 2013 gaben die Winklevoss Zwillinge bekannt, dass sie einen Fonds für Bitcoins auflegen wollen, um so die Geldanlage in Bitcoins auch für nicht-computeraffine Investoren zu erleichtern.[228][229]
  • Am 6. August 2013 entschied ein US-Bezirksgericht, dass Bitcoin „eine Währung oder eine Form von Geld“ sei und demzufolge eine Anlage in „Bitcoin Savings and Trust“ der Anlage von Wertpapieren gleichkomme.[230][231]
  • Am 5. Dezember 2013 verbot die chinesische Zentralbank in einem ersten Schritt Finanzinstituten und Zahlungsdienstleistern, Transaktionen in Bitcoins abzuwickeln. Am 17. Dezember konkretisierte die Zentralbank dies, indem sie den Zahlungsdienstleistern auch das Clearing mit Bitcoin-Börsen ab dem 31. Januar 2014 untersagte.[232] Einen Tag später gab die bis dahin größte Bitcoin-Börse des Landes, BTC China, bekannt, keine weiteren Einzahlungen mehr anzunehmen.[233]

2014

  • Am 28. Februar 2014 wurde bekannt, dass Mt.Gox, der Betreiber der größten Bitcoin-Börse, insolvent ist.[234]
  • Seit Juli 2014 akzeptiert das international tätige Computerunternehmen Dell Bitcoin-Zahlungen.[235][236]
  • Seit dem 30. Juli 2014 bietet die Wikimedia Foundation, Betreiberin von Wikipedia, die offizielle Möglichkeit des Spendens per Bitcoin an.[237]
  • Seit dem 22. September 2014 bietet Greenpeace die Möglichkeit des Spendens per Bitcoin an.[238]
  • Seit dem 23. September 2014 bietet PayPal Händlern die Möglichkeit, Zahlungen per Bitcoin entgegenzunehmen.[239]

Literatur[Bearbeiten]

Presseartikel[Bearbeiten]

2011

2012

2013

2014

Wissenschaftliche Arbeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bitcoin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://bitcoin.org/en/version-history
  2. FAQ: Netzwerk. In: Bitcoin-Wiki. 24. November 2012, abgerufen am 26. Mai 2013.
  3. Protocol specification. In: Bitcoin-Wiki. 5. Mai 2013, abgerufen am 26. Mai 2013 (englisch).
  4. a b Deutschland erkennt Bitcoins als privates Geld an, Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. 16. August 2013. Abgerufen am 29. Oktober 2014. 
  5. a b Kunstwährung Bitcoin gilt als „privates Geld“, Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG. 16. August 2013. Abgerufen am 29. Oktober 2014. 
  6.  Brian Duignan (Hrsg.): Money and Capital. In: Economics: Taking the Mystery Out of Money Series. Rosen Publishing, New York 2012, ISBN 978-1-61530-898-9, S. 48.
  7. Bitcoin im Sinkflug: Schwächeanfall auf dem Weg in den Mainstream, Heise Zeitschriften Verlag. 8. Oktober 2014. Abgerufen am 9. Oktober 2014. 
  8. Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System. bitcoin.org. 2008. Abgerufen am 28. April 2014.
  9. Joshua Davis: The Crypto-Currency: Bitcoin and its mysterious inventor.. In: The New Yorker. Abgerufen am 10. Oktober 2014.
  10. a b c d e "To reduce confusion between Bitcoin-the-network and Bitcoin-the-software we have renamed the reference client to Bitcoin Core." Bitcoin Core version 0.9.0 released -Rebranding to Bitcoin Core, Bitcoin Project. 19. März 2014. Abgerufen am 3. November 2014. 
  11. a b US-Steuerbehörde: Bitcoins sind keine Währung, Heise Zeitschriften Verlag. 26. März 2014. Abgerufen am 9. Oktober 2014. 
  12. a b c Kryptogeld-Regulierung in Deutschland: "Bitcoins fair behandeln", Heise Zeitschriften verlag. 27. September 2014. Abgerufen am 9. Oktober 2014. 
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  16.  Satoshi Nakamoto: Bitcoin P2P e-cash paper. 2008 (mail-archive.com, abgerufen am 5. Juni 2011).
  17. a b  Satoshi Nakamoto: Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System. 2008 (bitcoin.org (PDF-Datei; 184 kB)).
  18.  Nick Szabo: Bitcoin, what took ye so long?. 28. Mai 2011 (unenumerated.blogspot.com, abgerufen am 4. Juni 2011).
  19. a b Originalzitat:
    The root problem with conventional currency is all the trust thats required to make it work. The central bank must be trusted not to debase the currency, but the history of fiat currencies is full of breaches of that trust. Banks must be trusted to hold our money and transfer it electronically, but they lend it out in waves of credit bubbles with barely a fraction in reserve. We have to trust them with our privacy, trust them not to let identity thieves drain our accounts. Their massive overhead costs make micropayments impossible.
    A generation ago, multi-user time-sharing computer systems had a similar problem. Before strong encryption, users had to rely on password protection to secure their files, placing trust in the system administrator to keep their information private. Privacy could always be overridden by the admin based on his judgment call weighing the principle of privacy against other concerns, or at the behest of his superiors. Then strong encryption became available to the masses, and trust was no longer required. Data could be secured in a way that was physically impossible for others to access, no matter for what reason, no matter how good the excuse, no matter what.
    Its time we had the same thing for money. With e-currency based on cryptographic proof, without the need to trust a third party middleman, money can be secure and transactions effortless.
     Satoshi Nakamoto: Bitcoin open source implementation of P2P currency. 11. Februar 2009 (p2pfoundation.ning.com, abgerufen am 22. Juni 2013).
  20. Block 0 – Bitcoin Block Explorer. Abgerufen am 15. Januar 2013.
  21. Bitcoin v0.1 released. Abgerufen am 15. Januar 2013.
  22. SourceForge.net: Bitcoin. Abgerufen am 15. Januar 2013.
  23.  Martti Malmi: SC5’er Intro: The Bitcoin Guy. 6. Februar 2013 (sc5.io, abgerufen am 22. Juni 2013).
  24. Satoshi Nakamoto, bitcoin.it Wiki
  25. Bitcoin Drama: The New Yorker’s Joshua Davis Attempts to Identify Bitcoin Creator Satoshi Nakamoto (engl.)
  26. Richard Stallman on good things and bad things about Bitcoin. RT broadcasting Moscow - Washington. Abgerufen am 9. Oktober 2014.
  27. Bitcoin, Heise Zeitschriftenverlag. 2014. Abgerufen am 9. Oktober 2014. 
  28. a b Schallplatte als Wallet für Bitcoins und andere Kryptowährungen, Heise Zeitschriften Verlag. 2. September 2014. Abgerufen am 9. Oktober 2014. 
  29. Christoph Fröhlich: Was steckt hinter der Netz-Währung? In: Stern.de. 9. April 2013, abgerufen am 26. Mai 2013.
  30. Deutsche Bundesbank, Bitcoins sind hochspekulativ, Interview mit Carl-Ludwig Thiele im Handelsblatt am 7. Januar 2014
  31. Der Bitcoin-Goldrausch, Heise Zeitschriften Verlag. Abgerufen am 9. Oktober 2014. 
  32. a b  Dorit Ron und Adi Shamir: Quantitative Analysis of the Full Bitcoin Transaction Graph. In: IACR Cryptology ePrint Archive. Nr. 584, 2012 (PDF-Datei; 1,9 MB).
  33. Bitcoin is the “local currency” of the Internet, Brewster Kahle in Brewster Kahle's Blog, 20. Februar 2013, abgerufen 22. Februar 2013.
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  36. Brian Sin: Mega now accepts Bitcoin as payment, also hints at e-mail, chat, voice expansion. In: slashgear.com, 16. Februar 2013 (englisch).
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  38. Morgen Peck: Reddit and Kim Dotcom's New Mega Site Are the Latest Greatest Bitcoin Merchants. In: IEEE Spectrum, 21. Februar 2013 (englisch).
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  43. Joe Satran: PizzaForCoins Lets You Pay For Your Pies With (A Lot Of) Bitcoins. In: The Huffington Post, 12. Februar 2013 (englisch).
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