Bittenfeld

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Teilort Bittenfeld von Waiblingen. Zu weiteren Bedeutungen siehe Bittenfeld (Begriffsklärung).

48.8907019.316442245Koordinaten: 48° 53′ 27″ N, 9° 18′ 59″ O

Bittenfeld
Wappen von Bittenfeld
Höhe: 245 m
Einwohner: 4377
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 71336
Vorwahl: 07146
Bittenfeld um 1900
Altes Rathaus und evangelische Kirche
Schillerhaus

Bittenfeld ist seit dem 1. Januar 1975 ein Teilort der Kreisstadt Waiblingen im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Nach dem Ort Bittenfeld wurde die Apfelsorte Bittenfelder benannt.

Geographie[Bearbeiten]

Durch den Ort fließen der Zipfelbach, seine rechten Zuflüsse Horgenbach (am südlichen Ortsrand) und Kleewiesenbach, in dessen unterster Talmulde sich der alte Ortskern erstreckt, sowie der kürzere Lembach, der etwas nach dem Horgenbach von links zuläuft. Bittenfeld ist der nördlichste Stadtteil von Waiblingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Bittenfelds stammt aus dem Jahre 1185. Im Jahr 1574 kam der Ort in den Besitz des Augsburger Stadtadelsgeschlechts von Herwarth, das sich fortan Herwarth von Bittenfeld nannte.

Der Ort wurde unter anderem durch den Dreißigjährigen Krieg, die Pest und die Napoleonischen Kriege in Mitleidenschaft gezogen.

Ein erhoffter Aufwärtstrend wurde durch die beiden Weltkriege erneut gebremst, bis nach 1945 der Wandel zur Arbeiter-Wohngemeinde einsetzte. Allerdings wird dort auch noch immer Landwirtschaft betrieben.

Sehenswürdigkeit[Bearbeiten]

In Bittenfeld steht das Geburtshaus von Friedrich Schillers Vater Johann Caspar Schiller.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt in gespaltenem Schild vorne in Grün einen goldenen, rotbewehrten linksgekehrten steigenden Löwen, hinten fünfmal von Gold über Grün geteilt. Der Löwe wurde einem Siegel entlehnt, das bereits 1850 verwendet wurde. Das Wappen wurde 1951 begeben.

Vereine[Bearbeiten]

  • MSC Bittenfeld im ADAC e. V. – stellte mehrfach den deutschen Meister im Automobilturnier-Sport
  • TV Bittenfeld
  • DLRG Ortsgruppe Bittenfeld

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Mitte November veranstalten die Bittenfelder Vereine und Einzelhändler den Martini-Markt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bittenfeld besitzt ein Ortschaftsrathaus, in dem die wichtigsten Dienstleistungen der Verwaltung gegenüber den Bürgern angeboten werden.

Bildung[Bearbeiten]

Bittenfeld besitzt eine Grund- und Hauptschule, die Schillerschule, wobei die Hauptschulklassen gemeinsam mit der Hauptschule in Hohenacker (Lindenschule) unterrichtet werden. Die 5. und 6. Klasse der Hauptschule wird in Hohenacker, die 7. bis 9. Klasse in Bittenfeld unterrichtet.

Sport[Bearbeiten]

Die Herren-Handball-Mannschaft des TV Bittenfeld spielt in der 2. Handball Bundesliga. Das Team trägt einen Teil seiner Heimspiele in der Stuttgarter Porsche Arena aus und hat mit 2210 Zuschauern den höchsten Zuschauerschnitt aller Handballvereine in der 2. Bundesliga.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Caspar Schiller (1723–1796), Offizier und Hofgärtner des Herzogs von Württemberg, Vater des Dichters Friedrich Schiller.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Peterke und Horst Jung: Bittenfeld, Geschichte eines schwäbischen Dorfes, Waiblingen, 1985
  • Jörg Heinrich: Kirchenbuch Bittenfeld 1558 bis 1712, Abschrift mit Ergänzungen, Karlsruhe, 2009, ISBN 978-3-86805-352-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bittenfeld – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien