Björn Böhning
Björn Lars Böhning (* 2. Juni 1978 in Geldern) ist ein deutscher Politiker. Er war von Juni 2004 bis November 2007 Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD (Jusos). Er war von Februar 2008 bis November 2011 Sprecher der SPD-Linken (Forum Demokratische Linke 21). Seit 2. Dezember 2011 ist er Chef der Berliner Senatskanzlei.[1][2]
Er studierte am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Politische Karriere[Bearbeiten]
Böhning begann seine politische Laufbahn 1994, als er der SPD beitrat und bei den Jusos in Lübeck politisch aktiv war. 1995-1997 wurde er zum Sprecher der Lübecker Jusos gewählt, bis er 1997 zum stellvertretenden Juso-Landesvorsitzenden in Schleswig-Holstein gewählt wurde. Ein Jahr später vertrat er die schleswig-holsteinischen Jusos im Bundesausschuss. Zum Studium der Politikwissenschaft, das er inzwischen als Diplom-Politologe abschloss, wechselte er an die FU Berlin.
Auf dem Juso-Bundeskongress 2001 in Köln wurde Böhning zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Nachwuchsorganisation gewählt, ehe er am 17. Juni 2004 auf einem Bundeskongress der Jusos in München mit 192 gegen 65 Stimmen zum Nachfolger von Niels Annen gewählt wurde. Am 10. Juni 2005 wurde Björn Böhning mit 65,7 % in seinem Amt als Juso-Bundesvorsitzender bestätigt. Am 27. September 2007 erklärte er, dass er beim Bundeskongress 2007 in Wolfsburg nicht mehr für das Amt des Juso-Bundesvorsitzenden kandidieren werde, er bleibt aber gewähltes Mitglied im SPD-Parteivorstand. Böhning gehörte der linken Juso-Strömung Netzwerk linkes Zentrum an. Er arbeitet bei der Zeitschrift spw mit. Von Januar 2007 bis zum 1. Dezember 2011 leitete er beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, in der Senatskanzlei das Grundsatz- und Planungsreferat. Seine politischen Schwerpunkte lagen vor allem in den Bereichen Beschäftigungspolitik, Ausbildung/Jugendarbeitslosigkeit und der Reform des Sozialstaats. Am 2. Dezember 2011 übernahm er das Amt des Chefs der Senatskanzlei des Landes Berlin.
Björn Böhning war SPD-Kandidat im Bundestagswahlkreis Berlin-Friedrichshain – Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost zur Bundestagswahl 2009 und erreichte 16,7 % der Stimmen.
Veröffentlichungen[Bearbeiten]
- Kai Burmeister, Björn Böhning (Hrsg.): Generationen & Gerechtigkeit. VSA-Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-89965-067-0.
- Björn Böhning, Klaus Dörre, Andrea Nahles (Hrsg.): Unterschichten? Prekariat? Klassen? Moderne Politik gegen soziale Ausgrenzung. SPW-Verlag, Dortmund 2006, ISBN 978-3-922489-27-6.
- mit Alexander Görlach: Freiheit oder Anarchie - Wie das Internet unser Leben verändert. Vorwärts, Mai 2011. ISBN 978-3-86602-080-1.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Der Tagesspiegel 29.November 2011, ( online)
- ↑ Offizieller Lebenslauf des Chefs der Senatskanzlei, abgerufen am 6. Dezember 2011
Hans Hermsdorf (Zentralsekretär 1946–1949) | Werner Buchstaller (Zentralsekretär 1949–1959) | Hans-Jürgen Wischnewski (1959–1962) | Holger Börner (1962–1963) | Günther Müller (1963–1967) | Peter Corterier (1967–1969) | Karsten Voigt (1969–1972) | Wolfgang Roth (1972–1974) | Heidemarie Wieczorek-Zeul (1974–1977) | Klaus Uwe Benneter (1977) | Gerhard Schröder (1978–1980) | Willi Piecyk (1980–1982) | Rudolf Hartung (1982–1984) | Ulf Skirke (1984–1986) | Michael Guggemos (1986–1988) | Susi Möbbeck (1988–1991) | Ralf Ludwig (1991–1993) | Thomas Westphal (1993–1995) | Andrea Nahles (1995–1999) | Benjamin Mikfeld (1999–2001) | Niels Annen (2001–2004) | Björn Böhning (2004–2007) | Franziska Drohsel (2007–2010) | Sascha Vogt (seit 2010)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Böhning, Björn |
| ALTERNATIVNAMEN | Böhning, Björn Lars (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) |
| GEBURTSDATUM | 2. Juni 1978 |
| GEBURTSORT | Geldern |