Blaž Slišković

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Blaž Slišković
Spielerinformationen
Voller Name Blaž "Baka" Slišković
Geburtstag 30. Mai 1959
Geburtsort MostarSFR Jugoslawien
Größe 177 cm
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1976–1981
1981–1986
1986–1987
1987–1988
1988–1989
1989–1991
1991–1992
1992–1994
1994–1996
1996–1998
Velež Mostar
Hajduk Split
Olympique Marseille
Pescara Calcio
RC Lens
FC Mulhouse
Stade Rennes
Pescara Calcio
Hrvatski dragovoljac
HŠK Zrinjski Mostar
121 (25)
101 (23)
29 0(8)
23 0(8)
15 0(1)
28 0(8)
22 0(0)
18 0(1)
Nationalmannschaft
Jugoslawien 26 0(3)
Stationen als Trainer
2002–2006
2004–2005
2005–2007
2008
2010
2011
2011
2012–
Bosnien und Herzegowina
HNK Hajduk Split
HŠK Zrinjski Mostar
KF Tirana
Unirea Alba Iulia
NK Široki Brijeg
Al-Ansar
Qingdao Jonoon
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Blaž Slišković (* 30. Mai 1959 in Mostar) ist ein ehemaliger bosnisch-herzegowinischer Fußballspieler und heutiger -trainer aus dem früheren Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Blaž Slišković kommt aus der der Mostar-Schule des jugoslawischen Fußballs, bekannt für Straßenfußball und eine gute Technik, die auch andere Profifußballer wie Franjo Vladić, Dušan Bajević, Enver Marić, Semir Tuce oder Sergej Barbarez hervorgebracht hat.

Sicherlich einer der talentiertesten Fußballer im ehemaligen Jugoslawien konnte Slišković jedoch nicht die ganz große Karriere machen, weder im Verein und noch weniger in der Nationalmannschaft Jugoslawiens. Zwar war er ein Publikumsliebling, aber Slišković trainierte nachlässig und war Alkohol- und Nikotinkonsum nicht abgeneigt. So blieben Einsätze bei und Erfolge mit der jugoslawischen Nationalmannschaft rar: Er kam auf insgesamt 26 Einsätze, überwiegend Freundschaftsspiele und einige Qualifikationsspiele. Weder bei der WM 1982 noch bei der EM 1984 gehörte er zum Kader der jugoslawischen Nationalmannschaft. Die Zuschauer liebten ihn dank seiner Dribblings, seiner präzisen Pässe und Freistöße. Unvergessene Momente waren seine Freistoß-Tore für Hajduk Split, im Spiel gegen den Sparta Prag in 120. Minute des Achtelfinals des UEFA-Pokals in der Saison 1983/84 und aus über 25 Metern im Spiel gegen den FC Turin im Achtelfinale des UEFA-Pokals in der Saison 1984/85. Die damals starke und in europäischen Pokalwettbewerben regelmäßig vertretene Mannschaft von Hajduk gewann mit 3:1 und erreichte die nächste Runde.

Große Medienaufmerksamkeit in Jugoslawien wurde Slišković aufgrund seiner ersten Ehe mit der Handballspielerin Svetlana Dašić-Kitić, damals die beste jugoslawischen Spielerin und eine der besten der Welt, zuteil. Die blonde bosnische Serbin und der herzegowinisch-kroatische Fußballer waren ein beliebtes Thema für der Klatsch-Rubriken.

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Slišković war von 2003 bis 2006 Nationaltrainer von Bosnien und Herzegowina, und versuchte, sich mit dem Team für die Fußball-Europameisterschaft 2004 , und die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu qualifizieren. Nach der Fußball WM 2006 setzte er sich das neue Ziel, die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz mit der Auswahl Bosnien und Herzegowinas zu erreichen. In der Qualifikation gelang ein 5:2-Sieg gegen die Nationalmannschaft Malta, aber die folgenden Spiele waren nicht erfolgreich. Als Reaktion darauf erfolgte seine Beurlaubung durch den Verband im Oktober 2006.

Slišković trainierte außerdem von 2005 bis 2007 den bosnisch-herzegowinischen Fußballverein HŠK Zrinjski Mostar.

Am 12. März 2010 wurde er als neuer Trainer des rumänischen Erstligisten Unirea Alba Iulia vorgestellt.[1]

Nach weiteren kurzen Trainerstationen bei NK Široki Brijeg und Al-Ansar in Saudi-Arabien wurde er im Januar 2012 als neuer Coach des chinesischen Klubs Qingdao Jonoon vorgestellt, der in der Chinese Super League spielt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gazeta Sporturilor vom 12. März 2010, abgerufen am 29. November 2011 (rumänisch)

Weblinks[Bearbeiten]