Black-Box-Warnung

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Eine Black-Box-Warnung, manchmal auch Black-Label-Warnung oder einfach boxed warning (gerahmte Warnung) genannt,[1] ist ein in den USA gültiger Weg, um auf dem Beipackzetteln von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln vor schwerwiegenden Nebenwirkungen zu warnen. Der Name rührt von dem schwarzen Rahmen, der den Text der Warnung umgibt.

Arzneimittelhersteller werden von der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungs- und -überwachungsbehörde FDA aufgefordert, eine Black-Box-Warnung aufzunehmen, wenn medizinische Studien Hinweise darauf geben, dass die Einnahme eines Arzneimittels mit einem Risiko schwerer oder sogar lebensbedrohlicher Nebenwirkungen einhergeht. Eine solche Warnung kann für Beipackzettel oder für Literatur zum jeweiligen Arzneimittel verlangt werden. Die Black-Box-Warnung ist die stärkste mögliche Form eines von der US-FDA verhängbaren Warnhinweises. Sie erregt in der Regel beträchtliches Medieninteresse.

Beispiele:

  • Warnung vor tödlichen Blutungsrisiken unter dem Antigerinnungsmittel Warfarin, seit dem 9. Oktober 2006[2]
  • Warnung vor dem Risiko von beschleunigtem Tumorwachstum bei Krebspatienten unter Erythropoietin, seit dem 8. November 2007 (Revision)[3]
  • Warnung vor dem Risiko von Sehnenentzündungen und -abrissen unter der Antibiotikagruppe der Fluorchinolone, seit dem 8. Juli 2008[4]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hinweise der US-FDA zu Inhalt und Format der Black Box-Warnungen. Abgerufen am 24. Oktober 2007.
  2. Black Box for Warfarin. Abgerufen am 15. August 2007.
  3. Erythropoietine: Gefährlich dickes Blut. Abgerufen am 9. Juli 2008.
  4. FDA orders 'black box' label on some antibiotics. Abgerufen am 8. Juli 2008.

Weblinks[Bearbeiten]