Black Stories

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black stories
Daten zum Spiel
Autor Holger Bösch
Grafik Bernhard Skopnik
Verlag moses. Verlag
Erscheinungsjahr 2004
Art Kartenspiel
Mitspieler mind. 2
Dauer unterschiedlich
Alter ab 12 Jahren

black stories ist eine Kartenspiel-Serie von Holger Bösch mit kniffligen und morbiden Geschichten, die in der Art von Lateralen gelöst werden sollen.

Spielablauf[Bearbeiten]

Die 50 Spielkarten werden als Stapel mit der Vorderseite nach oben auf den Tisch gelegt. Der Gebieter wird festgelegt. Er nimmt die oberste Karte des Stapels und liest die Vorderseite, die Szene, laut vor und fragt: Warum wohl? Dann liest er die auf der Rückseite der Karte stehende Antwort durch, behält sie jedoch für sich.

Nun können die restlichen Spieler dem Gebieter Fragen stellen, die mit Ja oder Nein zu beantworten sind. So arbeiten sie sich Stück für Stück an die Lösung heran, bis sie endlich die Black Story die in dieser Szene endete herausgefunden haben. Dabei gilt...

1. ..., dass die Spieler keine Fragen, die prinzipiell nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden können, stellen dürfen. Zum Beispiel: „Wie groß war der Mann?“. Bei solchen Fragen muss der Gebieter auf eine neue Formulierung bestehen.

2. ..., dass die Spieler keine unbegründeten Annahmen treffen dürfen. Sie dürften zum Beispiel nicht fragen „War das Messer scharf?“, wenn aus dem Spielverlauf überhaupt nicht hervorgeht, dass es in der Geschichte ein Messer gibt. Der Gebieter weist das Ratevolk in einem solchen Fall darauf hin, dass diese Annahme nichts mit der Geschichte zu tun habe oder dass diese Annahme zu diesem Zeitpunkt unbegründet ist.

3. ..., dass die Antwort auf der Rückseite der Spielkarte die einzige richtige Antwort ist .

Neben dieser „klassischen" Spielweise, bei der die Gruppe „gewinnt" lassen sich Black Stories auch noch „kompetitiv" spielen. Das Ratevolk rät nicht gemeinsam, sondern jeder Spieler der Reihe nach, immer genau so lange bis der Gebieter eine Frage mit Nein beantwortet. Wer am Ende die meisten Lösungen gefunden hat ist: „Black Stories Ratekönig".

Beispiele[Bearbeiten]

Schau mir in die Augen
SZENE: Er schaute ihr nicht tief genug in die Augen - deshalb musste sie sterben.
STORY: Ein Arzt untersuchte eine Patientin, die soeben kollabiert war. Mit einer Lampe leuchtete er ihr ins Auge - keine Pupillenreaktion. Er stellte ihren Tod fest. Dabei hatte er tragischerweise nicht bemerkt, dass die Patientin ein Glasauge trug.
Der Fahrzeugführer
SZENE: Ein Mann stieg aus einem großen Fahrzeug und nahm sich das Leben.
STORY: Der Mann war Landwirt und fuhr seinen Mähdrescher in das Maisfeld, in dem seine Kinder unerlaubt Verstecken spielten. Als die Maschine stockte und er erkannte, dass er seine Kinder überfahren hatte, nahm er sich das Leben.
Der Koffer
SZENE: Eine Frau öffnete ihren Koffer. Als sie darin einen toten Mann fand, nahm sie sich das Leben.
STORY: Der Tote war ihr Freund. Da er keine Ausreiseerlaubnis aus seinem Heimatland bekam, hatte sie ihn in ihrem Koffer versteckt und als Luftfracht aufgegeben. Leider war die Heizung im Frachtraum ausgefallen – und er erfror.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Bisher sind folgende black-stories-Sets erschienen:


Bisher erschienene Junior-Editionen der black stories:


Weitere Publikationen im Zusammenhang mit black stories:

  • 2009: black stories - Das Spiel.
  • 2009: black stories Stadt-Land-Tod.
  • 2010: black stories - Die Erweiterung Das Spiel geht weiter.
  • 2013: black pete Schwarzer Peter in der black stories-Variante (Autor: Jens Schumacher).
  • 2013: black stories - Making of Was Sie schon immer über black stories wissen wollten - 10 Jahre black stories, ISBN 978-3-89777-712-5.

Weblinks[Bearbeiten]