Blade Runner (Computerspiel)

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Blade Runner
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Westwood Studios
Publisher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Virgin Interactive
Erstveröffent-
lichung
1997
Plattform(en) PC (Windows)
Genre(s) Adventure
Thematik Cyberpunk
Spielmodi Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Systemminima
Medien CD-ROM, DVD
Sprache Deutsch, Englisch
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben

Blade Runner ist ein Computerspiel aus dem Jahre 1997 des Spieleentwicklers Westwood Studios und deren letzter Titel vor der Übernahme durch Electronic Arts. Das Spiel besitzt eine eigenständige Handlung, orientiert sich jedoch thematisch und optisch stark der gleichnamigen Filmvorlage. Hauptfigur ist der Replikantenjäger Ray McCoy. Es ist die zweite Softwareumsetzung der Blade-Runner-Thematik, bereits 1985 veröffentlichte CRL Group PLC ein gleichnamiges Shoot'em Up für den Commodore 64, ZX Spectrum und Amstrad CPC.

Inhaltsverzeichnis

Handlung[Bearbeiten]

Der thematische Hintergrund von Blade Runner basiert auf dem Roman Träumen Androiden von elektrischen Schafen? des amerikanischen Science-Fiction-Autors Philip K. Dick und orientiert sich optisch stark an Ridley Scotts Verfilmung Blade Runner. Die Handlung spielt zur gleichen Zeit wie die Romanvorlage und der Film. Dies wird insbesondere daran deutlich, dass man auf einem Foto, welches man im Spiel untersuchen kann, den Blade Runner Deckard, den Protagonisten des Romans und des Films, im Bildhintergrund erkennen kann, wie er gerade bei einer Fischhändlerin Informationen über eine Tierschuppe einholt. Das Spiel beinhaltet eine Detektivgeschichte im Cyberpunkstil: Einige Replikanten – künstliche Menschen, denen der Zutritt zu Erdenstädten verboten ist – haben sich in der Stadt versteckt, und es ist Aufgabe des Spielers sie aufzuspüren. Dabei greift dieser auf die aus Film und Buch bekannten Gadgets zurück.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Blade Runner ist ein Adventure mit nicht linearem Ablauf. Ein eingebauter Zufallsgenerator sorgt für leicht veränderte Spielbedingungen bei jedem Neustart, so dass insgesamt bis zu zwölf verschiedene Endsequenzen erreicht werden können. Letztlich spürt der Spieler von diesem Feature jedoch recht wenig, und das Spiel spielt sich größtenteils genauso linear wie andere Vertreter des Genres. Außerdem wird der Spielverlauf an einigen Stellen durch Actionsequenzen unterbrochen, die sich jedoch darauf beschränken, bestimmte Ziele innerhalb kurzer Zeit mit der Maus zu treffen.

Entwicklung[Bearbeiten]

PC-CD-ROM

Das Spiel läuft unter Windows. Neben den für diese Zeit üblichen, detaillierten, vorgerenderten Hintergrundgrafiken verwendet das Spiel eine Voxel-Technik, um die Charaktere und dynamischen Objekte der Spielwelt darzustellen. Man vergleiche hierzu auch die Voxeltechnik in Westwoods Command & Conquer: Tiberian Sun.

Darüber hinaus benutzt das Spiel eine durchaus innovative Technik zur Berechnung der Sprachausgabe aus einzelnen Satzfragmenten.

Neben der oben erwähnten Spielgrafik bestimmen aufwendig gerenderte Full-Motion-Video-Zwischensequenzen einen Großteil des Spielablaufs.

Das Spiel erschien ursprünglich auf vier PC-CD-ROM. Die begrenzte Speichermenge der Datenträger zwang die Entwickler, die Polygonzahlen zahlreicher Nebencharaktere deutlich zu reduzieren, um häufigen CD-Wechsel während des Spiels zu vermeiden.[1]

Spätere Fassungen des Spiels wurden auch auf DVD veröffentlicht.

Rezeption[Bearbeiten]

Bei der Verleihung der Interactive Achievement Awards 1998 der Academy of Interactive Arts & Sciences wurde Blade Runner als Bestes Adventure-Spiel ausgezeichnet. Nominiert war es zudem in den Kategorien Interaktiv-Spiel des Jahres, Herausragende Leistungen im Bereich Artdesign/Grafik und Herausragende Leistungen im Bereich Software Engineering.[2]

Obwohl das Spiel in einem Zeitraum veröffentlicht wurde, in dem das Adventure-Genre landläufig als „tot“ bezeichnet wurde, verkaufte sich das Spiel über eine Million mal.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gloria Stern: Interview with Louis Castle About Westwood's Blade Runner (englisch) In: Gamasutra. United Business Media. 20. Februar 1998. Abgerufen am 27. März 2012.
  2. Academy of Interactive Arts & Sciences: Gewinner der Preisverleihungen 1998. Offizielle Webseite. Zuletzt abgerufen am 27. März 2012.
  3. Chris Woodard: E3 Workshop: The Inner Game: What Goes Into The Industry's Best-Selling Titles (englisch) In: Gamasutra. United Business Media. 12. Mai 2006. Abgerufen am 27. März 2012.