Blain (Loire-Atlantique)

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Blain
Wappen von Blain
Blain (Frankreich)
Blain
Region Pays de la Loire
Département Loire-Atlantique
Arrondissement Châteaubriant
Kanton Blain
Koordinaten 47° 29′ N, 1° 46′ W47.476111111111-1.763611111111125Koordinaten: 47° 29′ N, 1° 46′ W
Höhe 7–44 m
Fläche 101,72 km²
Einwohner 9.463 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 93 Einw./km²
Postleitzahl 44130
INSEE-Code
Website www.ville-blain.fr

Blain ist eine französische Gemeinde mit 9463 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire.

Geografie[Bearbeiten]

Blain liegt am rechten Ufer des kanalisierten Flusses Isac, der hier einen Teil des Canal de Nantes à Brest bildet. Da der Kanal heute nur mehr touristisch genutzt wird, ist der Hafen von Blain nur mehr von Sport- und Hausbooten frequentiert.

Geschichte[Bearbeiten]

  • Blain ist eine ehemalige gallo-römische Stadt. In der Mitte des Landes der Namneten gelegen, war Blain für die Römer der richtige Ort für die Einrichtung eines militärischen Postens im eroberten Land.
  • Später erkannten auch die Franken die Bedeutung dieser strategischen Lage. Aber im Gegensatz zu den Römern, die die Übersichtspunkte vorzogen, errichteten sie eine Befestigung am Ufer des Isac, welche unter dem Namen Castrum Bableni bekannt war. Sie wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut.
  • Nominoë, der Herzog der Bretagne, führte einen Eroberungsfeldzug gegen das fränkische Reich. Bei der Schlacht von Blain (843) kam es zur Niederlage der Armee von Nantes gegen den mit Nominoë verbündeten fränkischen Markgrafen Lambert. In der Folge davon geriet die Grafschaft Nantes unter bretonische Herrschaft.
  • Von Mitte des 9. Jahrhunderts an fielen immer wieder die Normannen ein und plünderten und verwüsteten das Land. Erst rund 100 Jahre später gelang es Alain II. Barbe-Torte, sie endgültig zu vertreiben und den Frieden in die Städte und Länder zurückzubringen.
  • Seit sich die Bretonen des Landes bemächtigt hatten, nahmen sie die Befestigung von Blain in Besitz und setzten dort einen ihrer Anführer ein. Anfang des 12. Jahrhunderts ließ Alain Fergent, Herzog der Bretagne, die Befestigung von Blain zu einer richtigen Burg ausbauen und übertrug sie seinem Vasallen Guégon als Lehen. Die Burg wurde im Laufe der Zeit immer wieder verbessert und umgebaut, auch die Familien Clisson und Rohan, die schließlich den Besitz übernahmen, leisteten ihren Beitrag dazu.
  • Zwischen 1622 und 1629 kämpfte Henri II. von Rohan im Zuge der Hugenottenkriege gegen Ludwig XIII. und konnte am Kriegsende die Religionsfreiheit sichern. Richelieu befahl aber die Schleifung all seiner Festungen. Obwohl die Zerstörung in Blain nicht vollständig ausgeführt wurde, hat der verbleibende Teil des Schlosses seine militärische Rolle gänzlich verloren. Nach einer Renovierung wurde das Schloss von Blain dann ein luxuriöser Wohnsitz, wo sich die Rohans im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts regelmäßig aufhielten.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Hafen von Blain, im Hintergrund Schloss Groulais
  • Saint-Émilien, Soldat und Bischof von Nantes (um 725)
  • Saint-Gohard (Hl. Gonthard), Bischof von Nantes (835–843)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Hafen von Blain am Canal de Nantes à Brest
  • Schloss La Groulais
  • Kapelle Saint-Roch (15. Jh.)
  • Forêt du Gâvre (Naturdenkmal)
  • Forêt de la Groulais (Naturdenkmal)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]