Blanka Vlašić

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Blanka Vlašić Leichtathletik
Blanka Vlašić crop.jpg

Vlašić beim ISTAF 2008 in Berlin

Nation KroatienKroatien Kroatien
Geburtstag 8. November 1983
Geburtsort SplitSFR Jugoslawien
Größe 193 cm
Gewicht 70 kg
Karriere
Disziplin Hochsprung
Bestleistung 2,08 m
Verein ASK Split
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Hallen-WM 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
U23-EM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Silber Peking 2008 Hochsprung
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
Gold Ōsaka 2007 Hochsprung
Gold Berlin 2009 Hochsprung
Silber Daegu 2011 Hochsprung
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
Bronze Budapest 2004 Hochsprung
Silber Moskau 2006 Hochsprung
Gold Valencia 2008 Hochsprung
Gold Doha 2010 Hochsprung
Europameisterschaften
Gold Barcelona 2010 Hochsprung
Logo der IAAF Juniorenweltmeisterschaften
Gold Santiago 2000 Hochsprung
Gold Kingston 2002 Hochsprung
U23-Europameisterschaften
Gold Bydgoszcz 2003 Hochsprung
letzte Änderung: 14. September 2013

Blanka Vlašić [ˈblaːnka ˈʋlaʃitɕ] (* 8. November 1983 in Split (SFR Jugoslawien)) ist eine kroatische Leichtathletin. Sie wurde 2007 und 2009 Weltmeisterin und 2010 Europameisterin im Hochsprung.

Leben[Bearbeiten]

Blanka Vlašić ist die Tochter von Joško Vlašić, der seit 1984 den kroatischen Zehnkampf-Landesrekord hält. Sie ist nach der marokkanischen Stadt Casablanca benannt, in der ihr Vater 1983 rund um ihren Geburtstermin an den Mittelmeerspielen teilnahm.[1]

Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 2,08 m, die sie am 31. August 2009 aufstellte (gleichzeitig kroatischer Landesrekord). Bisher sprang bei Freiluftveranstaltungen nur Stefka Kostadinowa höher (2,09 m).[2] In der Halle gelangen Kajsa Bergqvist auch 2,08 Meter. Vlašić ist 1,93 m groß.[3]

Trainiert wird sie von ihrem Vater. 2007 und 2010 wurde sie vom Europäischen Leichtathletikverband zu Europas Leichtathletin des Jahres gewählt.[4][5] In Deutschland gelangte sie zu größerer Popularität durch ihre Konkurrenz zu der deutschen Athletin Ariane Friedrich, mit der sie sich mehrere spannende Duelle bot.[6][7]

Blanka Vlašić ist mit dem französischen Handballprofi Nikola Karabatić liiert.[8]

Erfolge[Bearbeiten]

Schon in ihrer Juniorenzeit war Vlašić recht erfolgreich. Sie ist zweifache Juniorenweltmeisterin. Im Alter von 17 Jahren gewann sie zunächst im Jahr 2000 in Santiago de Chile mit einer Höhe von 1,91 m und dann zwei Jahre später auch in Kingston mit übersprungenen 1,96 Metern.

Außerdem nahm sie schon mit jungen Jahren an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen teil, jeweils ohne das Finale zu erreichen. Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg wurde sie mit einer Höhe von 2,01 m Vierte. Sie hält damit den Rekord des höchsten Sprungs bei einer Meisterschaft, der nicht zu einem Medaillengewinn reichte.

In der Saison 2007 sprang Vlašić bei zwölf von dreizehn Freiluftveranstaltungen über zwei Meter und unternahm mehrere Versuche, den Weltrekord von Stefka Kostadinowa, der bei 2,09 m steht, zu verbessern. Vlašić überzeugte in dieser Saison vor allem durch ihre Beständigkeit. Bei den Weltmeisterschaften in Ōsaka gewann sie am 2. September 2007 schließlich Gold mit einer übersprungenen Höhe von 2,05 m.

Nach 34 Siegen in Folge seit Juni 2007 ging Vlašić als Favoritin zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Dort unterlag sie allerdings der Belgierin Tia Hellebaut, die 2,05 m im ersten Versuch genommen hatte, während Vlašić dafür zwei Versuche benötigte und die Silbermedaille gewann.

Bei den Weltmeisterschaften in Berlin gewann sie am 20. August 2009 die Goldmedaille mit einem Sprung über 2,04 m. Ein Jahr später errang Vlašić bei den Europameisterschaften in Barcelona ebenfalls Gold, als sie mit übersprungenen 2,03 m ihre Konkurrentinnen überbot. Bei den Weltmeisterschaften 2011 gewann sie Silber. Aufgrund der fehlenden Form nach einer Operation am Knöchel 2012 sagte sie kurz vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in London ihre Teilnahme ab.[9] Auch an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2013 konnte sie verletzungsbedingt nicht teilnehmen.[10]

Blanka Vlašić nach der Siegerehrung bei den Weltmeisterschaften 2007
Jahr Veranstaltung Ort Ergebnis
2000 Juniorenweltmeisterschaften Santiago, Chile 1.
2001 Weltmeisterschaften Edmonton, Kanada 6.
Mittelmeerspiele Tunis, Tunesien 1.
2002 Juniorenweltmeisterschaften Kingston, Jamaika 1.
Europameisterschaften München, Deutschland 5.
2003 Hallenweltmeisterschaften Birmingham, Großbritannien 4.
Weltmeisterschaften Paris, Frankreich 7.
Leichtathletik Weltfinale Monaco 4.
2004 Hallenweltmeisterschaften Budapest, Ungarn 3.
Olympische Spiele Athen, Griechenland 11.
2006 Hallenweltmeisterschaften Moskau, Russland 2.
Europameisterschaften Göteborg, Schweden 4.
Leichtathletik Weltfinale Stuttgart, Deutschland 6.
2007 Halleneuropameisterschaften Birmingham, Großbritannien 5.
Weltmeisterschaften Ōsaka, Japan 1.
Leichtathletik Weltfinale Stuttgart, Deutschland 1.
2008 Hallenweltmeisterschaften Valencia, Spanien 1.
Olympische Spiele Peking, China 2.
Leichtathletik Weltfinale Stuttgart, Deutschland 1.
2009 Weltmeisterschaften Berlin, Deutschland 1.
Leichtathletik Weltfinale Thessaloniki, Griechenland 1.
2010 Hallenweltmeisterschaften Doha, Qatar 1.
Europameisterschaften Barcelona, Spanien 1.
2011 Weltmeisterschaften Daegu, Südkorea 2.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blanka Vlašić – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herkunft des Namens
  2. Ewige Bestenliste der IAAF
  3. Athletenporträt der IAAF
  4. Würdigung auf der Website der EAA
  5. Christian Fuchs: Jessica Ennis ist Europas Athletin des Jahres, www.leichtathletik.de 4. Oktober 2012
  6. Süddeutsche Zeitung vom 20. August 2009
  7. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. August 2009
  8. Portrait von Blanka Vlašić bei spox.com, abgerufen am 6. Januar 2012
  9. Friedrich-Rivalin: Kroatiens Hochsprungstar Vlasic sagt Olympia ab bei welt.de, abgerufen am 8. August 2012.
  10. Nach sieben Monaten: Hochspringerin Vlasic gibt ihr Comeback