Blankenfelde-Mahlow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow führt kein Wappen
Blankenfelde-Mahlow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow hervorgehoben
52.3513.443Koordinaten: 52° 21′ N, 13° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 54,89 km²
Einwohner: 25.664 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 468 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 15827 (Blankenfelde, Dahlewitz),
15831 (Groß Kienitz, Jühnsdorf, Mahlow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03379, 033708
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 017
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karl-Marx-Straße 4
15827 Blankenfelde
Webpräsenz: www.blankenfelde-mahlow.de
Bürgermeister: Ortwin Baier (SPD)
Lage der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im Landkreis Teltow-Fläming
Am Mellensee Baruth/Mark Blankenfelde-Mahlow Dahme Dahmetal Großbeeren Ihlow (Fläming) Jüterbog Luckenwalde Ludwigsfelde Niederer Fläming Niedergörsdorf Nuthe-Urstromtal Rangsdorf Trebbin Zossen BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Lage an der Stadtgrenze Berlins (roter Punkt)
Gemeinde Blankenfelde, 1896

Blankenfelde-Mahlow ist eine amtsfreie Gemeinde im nördlichen Teil des Landkreises Teltow-Fläming in Brandenburg. Sie entstand am 26. Oktober 2003 durch den Zusammenschluss der fünf vorher selbständigen Gemeinden Blankenfelde, Dahlewitz, Groß Kienitz, Jühnsdorf und Mahlow.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich von Berlin. Sie grenzt an den Berliner Ortsteil Lichtenrade. Weitere Nachbarn sind Schönefeld im Osten, Großbeeren im Nordwesten, Ludwigsfelde im Südwesten und Rangsdorf im Süden und Südosten.

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale in Blankenfelde-Mahlow

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow bis 2003 ist die Geschichte fünf unabhängiger Gemeinden. Zur Geschichte von Dahlewitz und Jühnsdorf siehe dort.

Blankenfelde[Bearbeiten]

Blankenfeldes erste urkundliche Erwähnung führt uns zurück in das Jahr 1375. Ein wesentlicher Teil dieses Ortsteiles, die so genannte Gagfah-Siedlung, entstand jedoch erst in den 1930er Jahren, nachdem die Süd-Berlin Bodenaktiengesellschaft das Areal erworben und parzelliert hatte. Dadurch erhöhte sich die Einwohnerzahl erheblich – von 766 Einwohnern im Jahr 1930 auf 6228 Einwohner im Jahr 1939.

Mahlow[Bearbeiten]

Mahlow wurde 1287 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem der Ort 1875 einen Bahnhof erhalten hatte, erfolgte die Zuwanderung von wohlhabenden Berlinern.[3] 1945 wurde Mahlow Kreisstadt des Kreises Teltow bis zu dessen Auflösung 1952. Bereits 1950 wurde die Gemeinde Glasow mit der Gemeinde Mahlow zusammengelegt. Durch den Bau der Berliner Mauer ab 13. August 1961 wurden die Verkehrsverbindungen nach Berlin gekappt. Erst nach dem Mauerfall 1989 kamen diese Verbindungen wieder in Gang. Am 31. August 1992 wurde mit dem Lückenschluss der Dresdener Bahn zwischen Lichtenrade und Mahlow die S-Bahn-Verbindung wiederhergestellt.

Am 16. Juni 1996 wurde Noël Martin, ein britisch-jamaikanischer Bauunternehmer aus Edgbaston, in Mahlow Opfer eines rassistisch motivierten Übergriffs und ist seitdem querschnittgelähmt. Er ist Initiator mehrerer Schüleraustauschprogramme und Mitgründer der Aktion Noteingang.

Im Jahr 2006 bekam der Ortsteil Mahlow eine neue Umgehungsstraße, die die vielbefahrene Hauptstraße entlasten und innerorts Lärm und CO2-Belastung verringern soll.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Blankenfelde-Mahlow:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 1 895
1890 2 022
1910 2 646
1925 3 793
1933 5 998
1939 12 850
1946 13 745
1950 14 689
1964 14 431
1971 14 951
Jahr Einwohner
1981 14 561
1985 14 312
1989 14 632
1990 14 600
1991 14 449
1992 14 630
1993 14 572
1994 14 883
1995 15 621
1996 16 407
Jahr Einwohner
1997 17 618
1998 19 122
1999 20 278
2000 21 307
2001 22 069
2002 22 657
2003 23 074
2004 23 615
2005 24 210
2006 24 907
Jahr Einwohner
2007 25 290
2008 25 501
2009 25 818
2010 25 718
2011 25 604
2012 25 655

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[4].

Politik[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gliedert sich in die Ortsteile:[5]

  • Blankenfelde
  • Mahlow mit den bewohnten Gemeindeteilen Glasow, Roter Dudel und Waldblick sowie den Wohngebieten Fuchsberg und Mahlow Dorf[6]
  • Dahlewitz
  • Groß Kienitz
  • Jühnsdorf

Gemeindevertreter[Bearbeiten]

Die Vertretung der Gemeinde besteht aus 32 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister Ortwin Baier (Stand: 30. September 2008).

Sitzverteilung
SPD 8 Sitze
Bürgermeister: Ortwin Baier
Die Linke 6 Sitze
CDU 5 Sitze
BVBB-WG 4 Sitze
BB 3 Sitze
Grüne 2 Sitze
FWR 2 Sitze
FDP 1 Sitz
WBM 1 Sitz

In den einzelnen Ortsteilen werden Ortsbeiräte gewählt[5]:

  • Blankenfelde mit 5 Mitgliedern,
  • Mahlow mit 3 Mitgliedern
  • Dahlewitz mit 5 Mitgliedern
  • Jühnsdorf mit 3 Mitgliedern
  • Groß Kienitz mit 3 Mitgliedern

Partnerschaften[Bearbeiten]

Partnerschaften bestehen seit 1992 mit der Kreisstadt Bad Ems aus Rheinland-Pfalz und seit 2005 mit der Gemeinde Tószeg in Ungarn.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Blankenfelde-Mahlow und der Liste der Bodendenkmale in Blankenfelde-Mahlow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Gut Blankenfelde um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Denkmalgeschützte Kirche in Blankenfelde
Kirche in Mahlow

Die Ortsteile haben charakteristische Dorfkirchen. Im Ortsteil Blankenfelde wurde ein früheres Gutsherrenhaus im Neorenaissance-Stil schlossartig umgebaut. In den Nachkriegsjahren stand es längere Zeit leer und wurde dann abgerissen. Nach der Wende erbaute man an derselben Stelle einen Supermarkt und eine Drogerie.

Parks[Bearbeiten]

Die Promenade im Ortsteil Blankenfelde wurde 1933 zur schönsten Deutschlands ernannt. Sie befand sich inmitten der von zugezogenen Berlinern gerade gebauten Wohnsiedlung, die heute den Ortskern von Blankenfelde bildet und zurzeit (2013/14) eine neues Kleid erhält. 2011 wurde der (Ausgleichsmaßnahme des Flughafen) sanierte Gutspark Dahlewitz wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Der Gutspark liegt direkt an der L 402 zwischen Dahlewitz und Groß Kienitz. Des Weiteren verfügt der Ortsteil Blankenfelde über den Natursportpark auf dem ehemaligen Kasernengelände im Jühnsdorfer Weg.

Ort der Vielfalt[Bearbeiten]

Am 23. September 2008 erhielt die Gemeinde den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Über die Bundesstraßen B96 und B96a sowie die Bundesautobahn 10 ist die Gemeinde an das Fernverkehrsstraßennetz angeschlossen.

Seit 1992 ist Blankenfelde-Mahlow mit den Stationen Mahlow und Blankenfelde (Kr Teltow-Fläming) wieder mit der S-Bahnlinie 2 aus Berlin über die Dresdener Bahn erreichbar, nachdem diese, ursprünglich bis Rangsdorf gehende Verbindung 1961 im Zuge des Baus der Berliner Mauer abgetrennt und eingestellt wurde. Endbahnhof ist nun Blankenfelde.

Mit der Regionalbahn erreicht man Blankenfelde und Dahlewitz über die Regionalexpress-Linie 3 (ElsterwerdaBerlin SüdkreuzBerlin HauptbahnhofStralsund / Schwedt/Oder) und Linie 7 (WünsdorfSchönefeldBerlin OstbahnhofBerlin HauptbahnhofBelzigDessau-Roßlau).

In unmittelbarer Umgebung befindet sich der Flughafen Berlin-Schönefeld, der bis 2013 zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ausgebaut wird. Er wird von Blankenfelde-Mahlow aus mit Bahn oder Auto binnen einer viertel Stunde erreichbar sein.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Süden der Gemeinde befindet sich das größte Gewerbegebiet im Ortsteil Dahlewitz. Weitere Gewerbegebiete befinden sich in Groß Kienitz und in Mahlow östlich und westlich direkt an der B 96 neu gelegen.

Schulen[Bearbeiten]

In Mahlow befinden sich die Grundschule "Astrid Lindgren", die Herbert-Tschäpe-Grundschule, die Allgemeine Förderschule "Schule am Waldblick" und die Evangelische Grundschule Mahlow. In Blankenfelde gibt es die Wilhelm-Busch-Grundschule, die Ingeborg-Feustel-Grundschule und das Kopernikus-Gymnasium. In Dahlewitz gibt es die Herbert-Tschäpe Oberschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbunden[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blankenfelde-Mahlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. Märkische Oderzeitung, 1. November 2006, S. 11
  4. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  5. a b Hauptsatzung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow vom 22. Januar 2009 PDF
  6. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
  7. Partnerschaften Blankenfelde-Mahlows
  8. Webseite der Ingeborg-Feustel-Grundschule