Blankenheim (Ahr)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Blankenheim
Blankenheim (Ahr)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blankenheim hervorgehoben
50.4369444444446.6519444444444455Koordinaten: 50° 26′ N, 6° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen
Höhe: 455 m ü. NN
Fläche: 148,62 km²
Einwohner:

8.294 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53945
Vorwahlen: 02449 & 02697
Kfz-Kennzeichen: EU
Gemeindeschlüssel: 05 3 66 008
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 16
53945 Blankenheim
Webpräsenz: www.blankenheim.de
Bürgermeister: Rolf Hartmann (unabhängig)
Lage der Gemeinde Blankenheim im Kreis Euskirchen
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Über dieses Bild

Blankenheim ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) im Kreis Euskirchen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Blankenheim liegt etwa 27 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Euskirchen am Westrand des Ahrgebirges in der Eifel. Die Quelle der Ahr liegt im mittelalterlichen Ortskern.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Blankenheim besteht aus den folgenden Ortsteilen:

[Bearbeiten] Klima

Vier Monate herrscht reizmildes Klima und acht Monate Schonklima.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahre 721 wird in der Gründungsurkunde für das Kloster Prüm der Name „blancium“ genannt. Nach Meinung von Teilen der lokalhistorisch aktiven Heimatforscher wird damit das heutige Blankenheimerdorf zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. In der Urkunde heißt es: „quidquid nobis obtingit de blancio“. Etwa: „Wir vermachen dem Kloster unseren gesamten Besitz in Blancium“. „Blancio“ ist also der Ablativ von „Blancium“. Erst später ging hiernach der Name Blankenheim vom „Dorff“ auf der Höhe auf die Siedlung im „Dhal“ über. In Eifler Mundart nennt man sie Blangem. Als Folge des Friedens von Lunéville gelangte Blankenheim wie das übrige Linke Rheinland 1801 an Frankreich und 1815 durch die Beschlüsse auf dem Wiener Kongress an Preußen. Graf Sternberg-Manderscheid erhielt im Reichsdeputationshauptschluss 1803 für den Verlust von Blankenheim, Jünkerath, Gerolstein und Dollendorf als Entschädigung unter anderem die Güter der vormaligen Klöster Weißenau und Schussenried in Oberschwaben zugesprochen.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Am 1. Juli 1969 wurden die damaligen Gemeinden Ahrdorf, Alendorf, Blankenheimerdorf, Dollendorf, Freilingen, Hüngersdorf, Lindweiler, Lommersdorf, Mülheim, Reetz, Ripsdorf, Rohr, Uedelhoven und Waldorf eingegliedert.[2]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Bauwerke

Ahrquelle

Oberhalb des Ortes befindet sich die Burg Blankenheim aus dem 12. Jahrhundert. Sie wird heute als Jugendherberge genutzt. Der mittelalterliche Ortskern bietet Reste der Befestigung (Georgstor von 1670, Hirtenturm von 1404), einige Fachwerkbauten sowie die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt (fertiggestellt 1505). Die in der Ortsmitte gelegene Quelle der Ahr wurde im Keller eines Fachwerkhauses gefasst.

[Bearbeiten] Tourismus

  • In Blankenheim beginnt der 90 km lange Ahr-Radweg bis zur Mündung der Ahr in den Rhein bei Remagen.
  • Einige Hotels und Ferienwohnungen im Ort laden Sie herzlich ein.
  • Tiergartentunnelwanderweg mit historischem Tiergartentunnel (Wanderstrecke mit 2x 9,5 km)
  • In ca. 30 km Entfernung liegt der berühmte Nürburgring.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhofsgebäude Blankenheim (Wald) vom Bahnsteig
Der Busbahnhof Blankenheim

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Schienenverkehr/ÖPNV

Seit der Stilllegung der Ahrtalbahn Ahrdorf–Blankenheim (Wald), welche Bahnhöfe in der Ortsmitte, in Blankenheimerdorf, Mülheim, Freilingen, Dollendorf und Ahrdorf besaß, befindet sich der einzige Bahnhof Blankenheim (Wald) heute abseits des Ortes an der Eifelstrecke KölnEuskirchenGerolsteinTrier (KBS 474), auf der drei Linien verkehren.

Mit den Linienbussen der RVK bestehen vom neuen, im Dezember 2006 eröffneten, Busbahnhof am Rand der Ortsmitte verschiedenste Verbindungen, z. B. zum Bahnhof Blankenheim (Wald), nach Bad Münstereifel und in die anderen Ortsteile. Viele Fahrten, vor allem am Wochenende, werden jedoch nur mit TaxiBussen (nur auf Voranmeldung) durchgeführt. Zudem gibt es mit der Schulbuslinie 760 an Schultagen weitere Verbindungen aus der Ortsmitte (Schulzentren) in sämtliche Ortsteile.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg bzw. der NRW-Tarif.

[Bearbeiten] Straßen

Durch Blankenheim führen die Bundesstraßen 258 und 51 als Ortsumgehung.

Die Bundesautobahn 1 ist zwischen der Anschlussstelle Blankenheim und Daun-Rengen unterbrochen und wird im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf geführt.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

[Bearbeiten] Literatur

  • Alte Blankenheimer Ansichtskarten. Köln 1996. ISBN 3-929721-07-4
  • Kreismuseum Blankenheim. Museumsführer. Blankenheim 1987.
  • Um Burg und Quelle. Heimatverein Blankenheim. 1955ff.
  • Peter Baales: Geschichte und Geschichten rund um Blankenheimerdorf und von der Oberahr. Blankenheimerdorf 2004.
  • Johannes Becker: Geschichte der Pfarreien des Dekanats Blankenheim. Köln 1893 (Neuauflage Aachen 2004). ISBN 3-8322-3368-7
  • Christoph Bungartz, Ralf Gier, Peter Scheulen: Von der Eifel nach Amerika. Auswanderung im Gebiet der Oberahr 1840-1914. Euskirchen 2005. ISBN 3-935221-55-X
  • Klaus Grewe: Der Tiergarten-Tunnel von Blankenheim. Köln 2000. ISBN 3-88094-869-0
  • Klaus Grewe unter Mitarbeit von Wolfgang Schumacher: Der Tiergartentunnel-Wanderweg in Blankenheim. Köln 2002. ISBN 3-88094-896-8
  • Klaus Grewe u.a.: Wasser auf Burgen im Mittelalter. Geschichte der Wasserversorgung 7. Mainz 2007. ISBN 978-3-8053-3762-5
  • Harry Heindrichs: Die Geschichte des Blankenheimer Grafengeschlechtes. Blankenheim 1978.
  • Hans Henn und Annemie Reetz: Die Orte der Gemeinde Blankenheim in alten Bildern. Band 1. Meinerzhagen 1982. ISBN 3-88913-047-X
  • Hans Henn und Annemie Reetz: Die Orte der Gemeinde Blankenheim in alten Bildern. Band 2. Meinerzhagen 1984. ISBN 3-88913-081-X
  • Dr. Jürgen Kaiser: Blankenheim St. Mariä Himmelfahrt. Regensburg 2005. ISBN 3-7954-6547-8
  • Peter Neu: Blankenheim, in: Rheinischer Städteatlas, Lieferung II Nr. 11, Bonn 1974. ISBN 3-7928-0361-5
  • Karl Otermann: Die Heimat erhellen. Ein Jahrzehnt im Dienste der geschichtlichen Heimatkunde von Blankenheim, Blankenheimerdorf und Umgebung. Gesammelt und neu herausgegeben von Peter Baales. Blankenheimerdorf 2004.
  • Hans Peter Schiffer: Heimat an der Oberahr. Geschichte und Volkskunde aus der Gemeinde Blankenheim. Kall 1998.
  • Johann Vossen: So wars bei uns, Eifelgeschichten von der Oberahr, Blankenheimerdorf 1996
  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Schleiden, Düsseldorf 1932, S. 48-88

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Blankenheim (Ahr) – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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