Blattmetall

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Als Blattmetall bezeichnet man durch Ausschlagen dünngewalzte Metalle oder Metalllegierungen, insbesondere Goldlegierungen.

Nach den gängigen Sorten kann man die Blattmetalle wir folgt einteilen:

Echtes Blattgold[Bearbeiten]

„Anschießen“ von Blattgold
Vergolderkissen in der Anwendung
Hauptartikel: Blattgold

Wird zumeist nach dem Farbton benannt, in der Reihenfolge der Reinheit (Karat) sind dies:

  • Ewig-Gold (reines Gold, 24 Karat)
  • Rosenoble-Gold (23 3/4 Karat)
  • Dukatengold (23 bis 23 1/2 Karat)
  • Orangengold (22 bis 22 1/2 Karat)
  • Zitronengold (18 Karat)
  • Grüngold (16 Karat)

Unechtes Blattgold[Bearbeiten]

Metalllegierungen, die aufgrund ihrer Farbe echtes Gold imitieren sollen.

  • Kompositionsgold: Kupfer-Zink-Legierung, welche ähnlich wie bei Echtblattgold in Büchern zu 250 Blatt gehandelt wird. Dabei sind sie jedoch zusammen mit dem Seidenpapier beschnitten, also steht kein Papierrand über.
  • Schlagmetall orange
  • Schlagmetall hellorange
  • Schlagmetall zitron

Sonstiges Blattmetall[Bearbeiten]

Blattsilber[Bearbeiten]

Blattsilber wird in reiner Form in Büchern ähnlich echtem Blattgold gehandelt. Es ist jedoch dicker als Blattgold. Wegen seiner Empfindlichkeit gegen die schwefelhaltigen Beimischungen in der Atmosphäre, die es schwarz anlaufen lassen, wird es nur noch wenig verwendet. Es muss zum Schutz gegen das Anlaufen mit farblosen Lacküberzügen behandelt werden. Als Ersatz für Blattsilber wird heute üblicherweise Blattaluminium verwendet.

Folgende Blattmetalle wurden früher auch als Silberersatz benutzt:

  • Beim Stanniol handelt es sich um feinstgeschlagenes Zinn. Da es unbeständiger als Blattaluminium ist, wird es als Anlegemetall nicht mehr verwendet.
  • Unechtes Silber: Als Legierung von Zinn und Zink ist es nicht mehr im Handel.

Blattaluminium[Bearbeiten]

Als gewalztes Aluminium in Büchern gehandelt oder auch unregelmäßige Blätter in Schlägen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Kurt Sponsel, Wilhelm O. Wallenfang, Ingo Waldau: Lexikon der Anstrichtechnik 1. 8. Auflage, Callway München, 1987, ISBN 3-7667-0853-8, S. 389ff.

Nachschlagewerke[Bearbeiten]

  • Frank Lohfink: Vergolden mit Blattmetall. Christophorus-Verlag, 2007, ISBN 3332019139.