Kösener Kreise

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Kösener Kreise sind inoffizielle Zusammenschlüsse wesensverwandter Corps im Kösener Senioren-Convents-Verband. Manche sind fest gefügt, andere dienen allenfalls zur Etikettierung einzelner Corps.

„Unsern Gruß zuvor!“
Kartellvertrag von Rhenania Freiburg und Rhenania Tübingen (1858)

Geschichte[Bearbeiten]

Kartellkreise entstanden schon vor der Verbandsgründung im Jahre 1848. Das älteste Corpskartell soll zwischen Marchia Halle (II) und Franconia Jena bestanden haben.[EN 1]

„Aber einen Anklang an das leidige politische Parteiwesen haben wir – in unbewußter Anlehnung an die Entwicklung des Parteitreibens im deutschen Reichstag – doch gehabt. Der den Deutschen nun einmal innewohnende Hang zur itio in partes, wie Bismarck sagte, führte etwa seit dem Ende der 1860er Jahre zu der Bildung der sogenannten Kreise, eine Entwicklung, die in den 1870er Jahren ihren Höhepunkt erreichte und überschritt.“

Wilhelm Fabricius, 1907, S. 79

Der oKC 1920 schloss sich folgender Erklärung der Bremensia an:

„Ohne die Beziehungen zu den uns durch persönliche und erprobte Freundschaft verbundenen und nahestehenden Corps dadurch zu berühren, erklären wir, daß wir in der Art des jetzigen Bestehens und der jetzigen Handhabung, ganz besonders aber in einem weiteren Ausbau der nach unserer Ansicht verhängnisvollen Kreispolitik eine schwere Gefahr für das deutsche Corpsstudententum sehen.“

Corps Bremensia

Im Hintergrund dieses einstimmigen, aber halbherzigen Beschlusses stand die Ablehnung von Dominanzstreben. Im schwarzen Kreis war nach der Jahrhundertwende und nach dem Ersten Weltkrieg die Kreispolitik forciert worden. Suevia München wollte im schwarzen, Suevia Tübingen im grünen Kreis den Ton angeben. Dagegen wehrten sich vor allem Bremensia und Vandalia Heidelberg.

Die Bedeutung der (überlebten) Kreispolitik zeigt sich am Beispiel der Saxonia Leipzig.

„Es ist wie im menschlichen Leben: Spontane Freundschaften sind meistens nicht von langer Dauer. Wirkliche Freundschaften brauchen eine lange Entwicklungszeit – so auch in der Corpspolitik.“

Rüdiger Kutz

Lebenscorps[Bearbeiten]

Blauer Kreis[Bearbeiten]

Der blaue Kreis ging aus dem Goldenen Kartell der Corps Lusatia (1807), Hannovera (1809) und Teutonia Marburg (1825) hervor, das nach dem gemeinsamen Gold im Band benannt war. Mit der Industrialisierung wurde das „Kohlekartell“ zwischen Rhenania Freiburg, Rhenania Tübingen und Teutonia Marburg maßgeblich. An der neuen Westfälischen Wilhelms-Universität gründete es 1908 das Corps Rheno-Guestphalia. Dieses Eiserne Kartell brachte viele Industrielle hervor. Rainer Assmann initiierte 1973 den ersten organisatorischen Zusammenschluss sämtlicher blauen Corps. Unter Zurückstellung aller Differenzen in der Fechtfrage arbeiteten ihre AH-Nachwuchsbeauftragten eng zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1977 mit Einführung der VAC/WVAC-Studienstarthilfesystem beendet.

Hannovera
Erloschene Corps
Franconia Hamburg
Guestphalia Jena
Palatia Straßburg
Suevia Prag

Gelber Kreis[Bearbeiten]

Hercynia Göttingen

Rüdiger Kutz befasste sich über fünf Jahre mit dem gelben Kreis. Er hält die Quellenlage für so dürftig, subjektiv und fehlerhaft, dass „seine Voraussetzungen aufgrund fehlender oder inzwischen abhandengekommener Unterlagen kaum objektiv rekonstruierbar erscheinen. Hinzu kommen noch seine planlose Entwicklung, seine verwirrende Zusammensetzung und endlich sein schneller Zerfall. ... Es handelt sich um Corps geringer Anciennität, die bald nach ihrer Aufnahme in den KSCV bemüht waren, eine sichere Position und vor allem personelle Unterstützung durch eine Kreiszugehörigkeit zu schaffen.“ [EN 2]

Corpsgründungen
1873 Borussia Berlin [A 3]
1876 Hercynia Göttingen
1876 Guestphalia Marburg [A 3]
1880 Palaio-Alsatia Straßburg
Übertritte zum KSCV
1875 Teutonia Bonn
1878 Teutonia Halle [A 4][A 5]

Grüner Kreis[Bearbeiten]

Als Keimzelle gilt das Kartell von Franconia Jena, Guestphalia Heidelberg und Misnia (III), nach anderer Ansicht das Freundschaftsverhältnis von Misnia und Bremensia.[EN 3] Auf dem Kreistag in Jena am 2. August 1919 wurde Franconia Jena zur „Zentralstelle“ des Kreises bestimmt. Sie sollte die anderen Corpsburschen-Convente halbjährlich zu einer Tagung einladen; im Sommer sollte sie im Anschluss an den oKC stattfinden.[EN 4] Festgestellt wurde, dass die österreichischen Corps den norddeutschen Corps wesensfremd seien.[EN 5] Die grünen Corps versuchen Moltkes (römischer) Devise zu folgen: „Mehr sein als scheinen“. Zum 22. Male trafen sie sich im März 2013 in Königstein im Taunus.[EN 6]

Königstein (2013)
Erloschene Corps
Baltia Königsberg
Guestphalia Heidelberg
Misnia III

Magdeburger Kreis[Bearbeiten]

Hauptartikel: Magdeburger Kreis

Roter Kreis[Bearbeiten]

„Rote“ Burg in Jena – Saxonia

Schon vor 1914 empfanden viele Corps den corpspolitischen Druck des schwarzen, grünen, blauen und weißen Kreises als lästig und drückend. Aufgrund von Initiativen verschiedener Alter Herren und unter Führung von Saxonia Jena und Saxonia Bonn vereinigten sich die Corps Saxonia-Jena, Saxonia-Bonn, Borussia-Tübingen und Marcomannia-Breslau gemäß dem alten Spottvers Der Rote Kreis ist noch im Wachsen, / einstweilen sind´s die Bonner und die Jenscher Sachsen zum roten Kreis. Am 3. Juli 1919 erfolgte der gemeinsame Abschluss eines fünften Verhältnisses, eines offiziellen Vorstellungsverhältnisses mit der Hildeso-Guestphalia zu Göttingen, nachdem diese das langjährige Kartellverhältnis mit Hasso-Nassovia zu Marburg gelöst hatte.[EN 7] Saxonia Jena und Vandalia Rostock schlossen beim oKC 2013 auf der Rudelsburg ein Kartell.

Schwarzer Kreis[Bearbeiten]

Das älteste Kartell schlossen 1820 Baruthia und Bavaria Würzburg.[EN 8] Thuringia Jena, Brunsviga Göttingen, Borussia Greifswald, Saxonia Leipzig und Silesia Breslau taten sich Ende der 1860er Jahre zusammen. Als Kern des schwarzen Kreises gilt heute das Eisenacher Kartell mit Suevia München, Brunsviga Göttingen, Hassia-Gießen und Thuringia Jena.[EN 9][EN 10] Bürgerlichkeit und Sparsamkeit kennzeichnen die schwarzen Corps. Besondere Bedeutung hat für sie die Mensur.

Jüngstes schwarzes Corps – Saxonia Konstanz
Erloschene Corps
Hansea Königsberg
Saxonia Hann. Münden

Süddeutsches Kartell[Bearbeiten]

Weißer Kreis[Bearbeiten]

WK-Logo

Zum weißen Kreis gehören Saxo-Borussia Heidelberg, Borussia Bonn und Saxonia Göttingen. Saxo-Borussia und Borussia Bonn stehen seit 1828 im Kartell. Im Sommersemester 1858 vereinbarten die Senioren, dass „künftig ein festes Band zwischen den dreien, ihrem ganzen Wesen am besten zusammen passenden Corps bestehen müsse“.[EN 11][A 6] Wilhelm Fabricius bestritt 1907 die frühe Bezeichnung des Kartells als weißer Kreis:[EN 12]

„Seit 1870 sprach man vom schwarzen, blauen und grünen Kreis. Einen ‚weißen‘ gab es 1878 noch nicht und hat es [1906] auch im eigentlichen Kreissinn nie gegeben.“

Wilhelm Fabricius

Sogar der Zeitzeuge Joseph Maria von Radowitz, ein Bonner Preuße, schreibt in seinen Erinnerungen nichts von einem „weißen Kreis“.[EN 11]

Die Mitglieder entstammen großenteils historischem deutschen Adel und verschwägerten Familien.[A 7] Ein gutes Viertel der Mitglieder kommt aus Familien, die nicht zum historischen deutschen Adel gezählt werden.[EN 13] In Preußen hatten die alten ostelbischen Familien besondere Bedeutung.[EN 13] Von den bis heute etwa 4400 Angehörigen der weißen Corps sind 150 Mehrbänderleute.[EN 13] Nur Ernst von Gustedt und der kurländische Baron Nikolaus von Manteuffel trugen die Bänder aller drei Corps.

Rezeption[Bearbeiten]

Die herausgehobene gesellschaftliche Stellung der weißen Corps bewirkte besonders in der späten Kaiserzeit und in der Weimarer Republik großes Interesse der Zeitungen und Literaten. Als Mark Twain im Sommer 1878 mehrere Monate in Heidelberg verbrachte, schenkte er den dortigen Corps große Aufmerksamkeit. Eine Weile verkehrte er bei einer Verbindung, die er white cap corps oder Prussian corps nannte. Das verweist eindeutig auf die Sachsen-Preußen mit ihren weißen Stürmern.[EN 14] Oskar Meding, Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg, veröffentlichte unter dem Pseudonym „Gregor Samarow“ im Jahre 1885 den dreibändigen Roman Die Saxoborussen.[EN 15] Unter dem Pseudonym „Samar Gregorow“ schrieb Wilhelm Meyer-Förster noch im selben Jahr die Persiflage des Romans mit dem Titel Die Saxo-Saxonen.[EN 15] Eduard Thöny und Bruno Paul machten das „Kaisercorps“ im Simplicissimus immer wieder zum Gegenstand herrlicher Karikaturen.

Nach der Novemberrevolution von vielen Seiten als „Relikte der alten Zeit“ betrachtet, rückten die Corps des weißen Kreises noch enger zusammen. Bis 1928 traten elf Hohenzollernprinzen der Borussia Bonn bei. Trotz des gesunkenen Einflusses auf die deutsche Politik erlangten auch in der Zeit der Weimarer Republik weiterhin Mitglieder der Corps des weißen Kreises Ministerposten in der Reichsregierung, so Magnus Frhr. v. Braun und Wilhelm Frhr. v. Gayl.

Die HJ – Propaganda gegen Saxo-Borussia (Juni 1935)

Einige Mitglieder der Corps des weißen Kreises ließen sich vom Nationalsozialismus begeistern, so auch Prinz August Wilhelm, ein Sohn von Kaiser Wilhelm II.. Hingegen trat Friedrich von Prittwitz und Gaffron als einziger der deutschen Botschafter 1933 aus Protest gegen Hitlers „Machtergreifung“ von seinem Posten in Washington, D.C. zurück.

Die Sachsen-Preußen sorgten im Mai 1935 mit dem Heidelberger Spargelessen für einen Eklat, der die Auflösung der Verbindungen beschleunigte. In Zeitungsartikeln und Karikaturen wurden Verbindungsstudenten und besonders die Corpsstudenten als reaktionär, dumm, bourgeois oder feudal geschmäht. In einem „Aufruf und Befehl“ stellte der Reichsjugendführer Baldur von Schirach fest:[EN 16][A 8]

„Verlogene Altheidelberg-Romantik und arbeiterfeindliches Feudalwesen sind die Ideale dieser sogenannten Korporationen. Sie stehen außerhalb der Volksgemeinschaft und sind Feinde der sozialistischen Nation.“

Baldur von Schirach

Einige „weiße“ Corpsstudenten waren an der Gründung des Kreisauer Kreises beteiligt, vor allem Peter Graf Yorck von Wartenburg und Adam von Trott zu Solz. Mit Rudolf von Scheliha wurde 1942 der erste von dreizehn Corpsstudenten hingerichtet. Zu den hingerichteten Verschwörern des Attentats vom 20. Juli 1944 gehören Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg und Albrecht von Hagen.[EN 17]

In Bonn, Göttingen, Heidelberg oder Berlin werden seit 50 Jahren die Politischen Seminare des Weißen Kreises ausgerichtet. Namhafte Referenten behandeln Fragen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, zum Beispiel die Bundesminister Hans Matthöfer, Hans Friderichs und Thomas de Maizière.[EN 13][EN 18] Am 18. Februar 1972 wurde ein Verein zur Förderung des Weißen Kreises in das Bonner Vereinsregister eingetragen.[EN 18] Der WK-Ball findet wieder in Berlin statt. Im Juni 2008 begingen die drei Corps das 150-jährige Kartellfest in Bonn. Zurzeit hat der weiße Kreis etwa 900 Mitglieder.[EN 13]

Staatsoberhäupter im weißen Kreis[Bearbeiten]

Siehe auch: Corps#Preußen

Kreisfreie Corps[Bearbeiten]

Posonia
Symposion (1886)
Visigothia
Erloschene Corps
Guestphalia Leipzig
Borussia-Polonia zu Frankfurt (Oder) [A 11]
Teutonia Bonn (blau)

Baltencorps[Bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten]

Palatias Verhältnisse (1912)

Als „violetter Kreis“ wurden Palatia Bonn und Palatia Straßburg bezeichnet.

Dem KSCV assoziiert sind das Corps Flaminea Löwen und Selonia in Riga.

Kösener Verse[Bearbeiten]

Von jeher werden die Kösener Kreise in Versen karikiert.

Die vier Kreise[Bearbeiten]

Geschrieben wurde das (treffende) Gedicht 1890 von Amtsrichter Friedrich Wilhelm Bredt († 1917), einem Angehörigen des Corps Hansea Bonn.[EN 20][EN 21][EN 22] Ein unbekannter Verfasser dichtete es später um.[EN 22]

In Kösen giebt´s der Kreise vier,
Und dieses davon merke dir:

Im ersten Kreise sind die Raben,
Die schwarzen Brüder, böse Knaben.
Sie ramschen gern und ohne Grund,
Doch in Gesellschaft spricht ihr Mund
Was nötig nur, sonst keinen Ton,
Das nennen sie dann „Diskrektion“.

Im grünen Kreise sind die Protzen,
Die Pommery & Greno kotzen,
Voll Dünkel sind sie, stets patent,
Doch einer kaum den andern kennt.

Der dritte Kreis, an Farbe blau,
Nicht warm, nicht kalt, ist eben mau.
Weil oft in ihm es blitzt und kracht,
Er andern viele Freude macht.

Im vierten Kreise sind, mein Sohn,
Die Edelsten der Nation,
Und dieser hohe vierte Kreis,
Ist wie die Unschuld – blendend weiß.

Ein neuer Kreis, noch nicht modern,
Der wäre dies nur gar zu gern.
Drum wurde er aus blassem Neid,
Schon fahl und gelb vor seiner Zeit.

„Es mag der Streit darüber ruh´n,
Ob´s mit den Kreisen opportun.
Am besten steht doch nach wie vor
Auf eig´nen Füßen jedes Corps.“

Anonyme Ergänzung

Die neun Kreise[Bearbeiten]

Andreas Andresens Verse erschienen 1986 in der Deutschen Corpszeitung.[EN 23][A 12]

„Der weiße Kreis ist ohne Tadel, / Weil seine Brüder stets von Adel. / Sein Nachwuchs ist schier unerschöpflich, / Doch sein Benehmen unergötzlich. / Preußen, Sachsenpreußen, Sachsen / Leben oft auf großen Haxen. / Dazu zwei Assoziierte: / Die tun, als ob dies sie genierte.“

„Der grüne Kreis ist ihm verwandt, / Sein Reservoir: das flache Land. / Die Kleidung ist oft reichlich schäbig, / Und fechten tun die Herren wenig! / Sechs grüne Corps tun´s gar nicht mehr, / Nicht mehr im Kös´ner die Couleur.“

„Der schwarze Kreis schätzt die Mensur / Und ficht ´ne oft verweg´ne Tour. / Auch im SC ist man aktiv, / Manches Mal zu impulsiv!“

„Den roten Kreis, den ließen wachsen / Jenenser und Hallenser Sachsen. / Mit den Bonnern waren´s drei, / Mehr Sachsen waren nicht dabei. / Doch von der Ostsee noch Vandalen / Und Hildeso-(Strich)-Westfalen, / Tübser Preußen, Marcomannen – / Nun haben wir sie all´ beisammen. / Trotz der Sachsenfarben blau, / Da werd´ noch einer daraus schlau, / Nennt sich der Kreis ein roter jetzt; / Wohl damals schon war blau besetzt.“

„Der gelbe Kreis, heut unbekannt, / Ein´s seiner Corps im Elsaß stand, / Hallenser Teften war´n dabei, / Und mit den Harzern waren´s drei, / Dazu aus München die Makaren, / Von der Spree die Preußen waren, / Auch die Westfalen von der Lahn / Saßen einst im gelben Kahn. / Der gelbe Bund alsbald zerfiel, / Es war halt nur ein Zwischenspiel.“

„Der Magdeburger Kreis entstand, / Das ist doch klar: am Elbestrand! / Hier sagt ein jeder du zum andern, / Mag er woher, wohin auch wandern. / Acht Corps zählt heute der Verband, / An Spree und Isar wohl bekannt. / Auch an der Donau und am Main / Gibt man sich gern ein Stelldichein! / In Erlangen und auch in Gießen / Magdeburger freundlich grüßen.“

„In Bochum ist man zwar alleine, / Nicht so in Göttingen an der Leine. / Hier ist vertreten jeder Kreis: / Blau und schwarz und rot und weiß; / Doch gibt´s ein grünes Corps hier nicht, / Seitdem Bremensia nicht mehr ficht.“

„Am Neckarstrand da gab´s ein Corps, / Das kam sich einzigartig vor! / Der goldne Kreis war es allein, / Es war so edel, reich und fein! / Erst gold, die edelste der Farben, / Dann blutigrot wie ihre Narben, / Und nochmals gold, man konnt´ es ja bezahlen! / Das war´n die Farben der Vandalen.“

„Den Lebenscorps, zum Schluß notiert, / Sei hier ein Loblied deklamiert: / Den Corps, auf sich allein gestellt, / Gebührt die Achtung dieser Welt!“

„Ist euch von früher noch bekannt / Hannoversch Münden und Tharandt? / Dort gab es einst Saxonia, / Hubertia, auch Silvania. / Hercynia gab´s noch bis zuletzt, / Nun keiner mehr die Schläger wetzt, / Um diese Forstcorps zu vertreten / Und gegen sie blank anzutreten. / Die Corps war´n kreisfrei registriert, / Doch grün apostrophiert.“

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Siehe Corps Onoldia Erlangen#Verhältnisse.
  2. a b c keine Verhältnisse
  3. a b später rückdatiert
  4. Für Kutz enthält die Geschichte von Teutonia Halle „fast überhaupt keine richtigen Daten“.
  5. Das schwarze Corps Saxonia Konstanz führt heraldisch unten links das Wappen von Teutonia Halle [1]
  6. Die Senioren waren Gottlieb-Maria v. Radowitz, Gustav von Oertzen und Gottlieb v. Both.
  7. Cord People (YouTube)
  8. In der Wehrmacht hatte v. Schirach den Spitznamen „Baruch von Bierarsch“ (Gerhard Junge: Nebelschattenschein. Bremerhaven 2010, S. 38)
  9. a b c d e f g h Die sog. „mausgrauen“ Corps standen durch ihre Verhältnisse zwischen dem schwarzen, blauen und grünen Kreis.
  10. seit 28. Juni 2014
  11. Einige Mitglieder von Borussia-Polonia wurden von Silesia aufgenommen
  12. Andresen war Göttinger Hercyne (1932), Greifswalder Westfale (1934) und Teutone-Hercyne; KCL 1960, 43, 284; 52, 394; 47, 232

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Brod, Wolfgang Gottwald: Von Kartellen und Kreisen, in: Geschichte der Kösener Verbände. Handbuch des Kösener Corpsstudenten, 6. Aufl. Bd. I, S. 53-80. Würzburg 1985
  • Rolf-Joachim Baum (Hg.): „Wir wollen Männer, wir wollen Taten!“ Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute. Siedler-Verlag, Berlin 1998. ISBN 3-88680-653-7.
  • Wilhelm Fabricius: Geschichte und Chronik des Kösener SC-Verbandes, nach den Akten. Marburg 1907 (3. Aufl. 1921)
  • Fritz Nachreiner: Die Kreispolitik. Handbuch des Kösener Corpsstudenten 1953, S. 89–92.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gustav Gotthilf Winkel: Kösener SC-Kalender. Leipzig 1920
  2. R. Kutz: Datensammlung zur Außenpolitik des Corps Makaria, 2. Auflage. München 1977, S. 22
  3. Brüning/Quaet-Faslem/Nicol: Geschichte des Corps Bremensia auf der Universität Georgia Augusta zu Göttingen 1812–1912. Göttingen 1914, S. 491
  4. Siegfried Schindelmeiser: Geschichte des Corps Baltia, Bd. 2, S. 186
  5. Fritz Ranzi: Geschichte des Akademischen Corps Athesia zu Innsbruck. Innsbruck 1961, S. 74
  6. v. Bernuth/Crasselt: Königsteiner Treffen des Grünen Kreises. Corps Magazin 2/2013, S. 23
  7. Wilhelm Czermak, Walther Plugge: Die Geschichte des Corps Saxonia zu Jena, Bd. III (1953), S. 303 f.
  8. Rolf-Joachim Baum: Zur Geschichte der Kartellgemeinschaft Baruthia [Erlangen] – Bavaria Würzburg (160. Jahrestag des Ur-Kartells von 1820). Einst und Jetzt 26 (1981), S. 111–116
  9. Hans-Bernhard Herzog (Hg.): 100 Jahre Eisenacher Kartell. 1909–2009, Neustadt an der Aisch 2009, ISBN 978-3-87707-754-2
  10. Video: „Schwarze“ Corpsstudenten in Eisenach
  11. a b zitiert in Bruno von Kayser (Hg.): Beiträge zur Geschichte der Göttinger Sachsen, Festschrift zum neunzigjährigen Stiftungsfest. Oldenburg 1930, S. 140
  12. W. Fabricius: Geschichte und Chronik des Kösener SC-Verbandes. Nach den Akten von Dr. W. Fabricius. Elwertsche Universitätsbuchhandlung, Marburg 1907, S. 80
  13. a b c d e Wolfgang von der Groeben: Einsatz für die Res publica. 150 Jahre Weißer Kreis. CORPS – das Magazin, Ausgabe 4/2008
  14. Mark Twain: A Tramp Abroad. Erstausgabe London 1880 (deutsch: Bummel durch Europa)
  15. a b Gregor Samarow: Die Saxoborussen. Stuttgart 1885
  16. Aufruf und Befehl des Reichsjugendführers Baldur von Schirach, in: Kreuzzeitung vom 7. Juli 1935
  17. Sebastian Sigler: Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler. Duncker & Humblot, Berlin 2014. ISBN 978-3-428-14319-1.
  18. a b Robert von Lucius (Hg.): Weiß-Grün-Schwarz-Weiß, Beiträge zur Geschichte der Saxo-Borussia zu Heidelberg, Bd. 2 (1934-2008), AHV der S-B, Köthen 2008, S. 207 ff.
  19. a b Otto Kraus: Deutsch-baltische Corps. Kösener Handbuch 1985, Bd. I, S. 97–104
  20. Kösener Corpslisten 1930, 13, 273
  21. Abgedruckt in Erich Bauer: Geschichte des Corps Lusatia zu Leipzig 1807–1932. Zeulenroda 1932.
  22. a b Kompendium corpsstudentischer Lebensweisheiten
  23. Fuchsenstunde, nicht nur für Füchse. Deutsche Corpszeitung 1/1986