Blauer Panzerwels

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blauer Panzerwels
Systematik
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Überfamilie: Loricarioidea
Familie: Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae)
Unterfamilie: Panzerwelse (Corydoradinae)
Gattung: Corydoras
Art: Blauer Panzerwels
Wissenschaftlicher Name
Corydoras nattereri
Steindachner, 1876

Der Blaue Panzerwels (Corydoras nattereri) ist ein im südöstlichen Brasilien beheimateter Süßwasserfisch. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Bundesstaat Espírito Santo bis nach Paraná. Dort kommt er im Rio Doce, im Rio Jequitinhonha und im Rio Paraíba do Sul vor. Die Art wurde nach Johann Natterer benannt, der die Typusexemplare gesammelt hat.

Merkmale[Bearbeiten]

Weibliche Blaue Panzerwelse erreichen eine Maximalgröße von 6,5 cm, Männchen bleiben mit einer Länge von 5,5 cm etwas kleiner. Der Blaue Panzerwels hat eine typische Corydoras-Gestalt und eine schlichte, blaugraue bis bräunliche Grundfärbung. Der Bauch ist hell bis weißlich. Eine blauschwarze Längsbinde beginnt hinter dem Kiemendeckel und erstreckt sich über die Körperseiten oberhalb oder auf der Überlappungszone der beiden Knochenplattenreihen und endet auf der Schwanzwurzel. Ein braunschwarzer Fleck befindet sich unterhalb des kräftigen, ersten Rückenflossenstrahls. Die Flossen sind transparent und schimmern gelblich. Die obere Knochenplattenreihe an den Körperseiten zählt 21 bis 23 Platten, die untere 20 bis 21.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Weibchen der Blauen Panzerwelse legen pro Gelege etwa 30 bis 50 relativ große Eier (⌀ 2 mm), aus denen nach etwa fünf Tagen die Jungfische schlüpfen, die nach weiteren zwei Tagen frei schwimmen. Die Jungfische sind nach drei Monaten bereits 2,5 bis 3 cm lang.

Systematik[Bearbeiten]

Der Blaue Panzerwels gehört zur Corydoras paleatus-Artengruppe, die in Zukunft wahrscheinlich aus Corydoras ausgegliedert und einer neuen Gattung zugeordnet wird[1][2].

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Jochim Franke: Handbuch der Welskunde. Urania-Verlag, 1985.
  • Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania Verlag., 1990, ISBN 3-332-00109-4.
  • Claus Schaefer, Torsten Schröer: Das große Lexikon der Aquaristik, Ulmer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Markos A. Alexandrou, Claudio Oliveira, Marjorie Maillard, Rona A. R. McGill, Jason Newton, Simon Creer & Martin I. Taylor: Competition and phylogeny determine community structure in Müllerian co-mimics. Nature 469, 84–88 (January 2011), doi:10.1038/nature09660 Supplementary Information (5.9M) (PDF; 6,2 MB)
  2. Ingo Seidel: Neue Erkenntnisse über die Verwandtschaftsverhältnisse bei Panzerwelsen. in Aquaristik Fachmagazin Nr. 223 Februar/März 2012, Tetra-Verlag GmbH, ISSN 1437-4854

Weblinks[Bearbeiten]