Blauer Wildbacher

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Blauer Wildbacher ist eine alte rote Rebsorte, die vermutlich schon von den Kelten verwendet wurde. Erstmals nachgewiesen ist sie im 16. Jahrhundert. Sie wird vor allem in Österreich kultiviert, insbesondere im Weinbaugebiet Weststeiermark.[1] Dort wird aus ihr der roséfarbene Schilcher hergestellt. Trotz seiner hellroten Farbe zählt der Schilcher wegen der Art der Vergärung zu den Rotweinen.[2] In Deutschland gibt es ein Projekt der Forschungsanstalt Geisenheim zur Wiederauspflanzung in Heppenheim im Weinbaugebiet Hessische Bergstraße. Es existieren mehrere, vermutlich vier verschiedene Typen der Traube, die größere genetische Unterschiede aufweisen, deren nähere Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist.

Untersuchungen von Ferdinand Regner von der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg legen eine Abstammung vom Heunisch nah.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Traube braucht warme, luftige Lagen, da sie fäulnisanfällig ist. Es ist eine spätreifende Sorte mit mittlerem Ertrag. Bevorzugt Gneis- und Schieferböden.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Rebsorte Blauer Wildbacher ist auch unter den Synonymen Blauer Gräutler, Blauer Greutler, Blauer Kracher, Dioljak, Divljak, Echter blauer Wildbacher, Echter Wildbacher blau, Frühblaue, Frühblauer Wildbacher, Gräutler, Großer Mauserl, Großes Mauserl, Gutblaue, Kleinblaue, Kräutler blau, Mali zherni, Maslerl, Mauserl, Pticnik crni, Ptinik crni, Schilchertraube, Schillertraube, Schlechte Kauka, Schlehenolauer Wildbacher, Später blauer Wildbacher, Tizhnik, Vildbasske, Vranek, Wildbacher, Wildbacher nero und Willbacher bekannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Österreichische Weinmarketingserviceges.m.b.H. (ÖWM): Dokumentation Österreichischer Wein 2007. Wien 2008 (Link zum Download, abgerufen am 19. August 2012).
  2. Sortenbeschreibung auf der Website der Schilcherstadt Deutschlandsberg abgerufen am 3. Jänner 2014

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]