Blåvand

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Dänemark Blåvand
Wappen fehlt
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Blåvand (Dänemark)
Blåvand
Blåvand
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Syddanmark
Kommune (seit 2007): Varde
Sogn: Oksby Sogn
Koordinaten: 55° 33′ N, 8° 8′ O55.5569444444448.1277777777778Koordinaten: 55° 33′ N, 8° 8′ O
Einwohner: < 200
Postleitzahl: 6857 Blåvand
Blick auf Blåvand
Blick auf Blåvand
Leuchtturm Blåvandshuk Fyr
Aus Bunkern des Atlantikwalls am Strand von Blåvand machte der britische Künstler Bill Woodrow 1995 Maulesel-Skulpturen.

Blåvand [ˈblɔvanʔ] ist ein dänisches Nordseebad in der Kommune Varde. Der Ort zählt weniger als 200 Einwohner, aber mehr als 2.000[1] Ferienhäuser.

Geografie und Tourismus[Bearbeiten]

Die Landspitze Blåvands Huk bildet den westlichsten Punkt Jütlands. Hier steht der Leuchtturm Blåvandshuk Fyr. Er erhebt sich 39 m über die umliegenden Dünen und ist ein vielbesuchter Aussichtspunkt. Die Fernsicht reicht bis Vejers Strand im Norden und Esbjerg im Süden. Er wurde 1900 errichtet und in den letzten Jahren restauriert.

Das Feriengebiet um Blåvand bietet Sandstrände von 40 km Länge. Geschützt durch die großen Sandbänke des Horns Rev, das bis zu 20 km in die Nordsee reicht, eignet sich der Hvidbjerg Strand gut zum Baden und Windsurfen. Hier wurde 2015 der erste Badesteg an der dänischen Westküste errichtet.[2]

Nördlich schließt sich das Militär- und Naturschutzgebiet Kallesmærsk Hede an, das von vielen Zugvögeln zur Rast aufgesucht wird.

Atlantikwall[Bearbeiten]

Wie an der ganzen Westküste Dänemarks gibt es auch in der Region um Blåvand zahlreiche gut erhaltene Bunker des Atlantikwalls aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie werden auch zum Klettern genutzt.[3][4] Des Weiteren gibt es einen großen Militärübungs- und Schießplatz direkt am Vogelschutzgebiet Kallesmærsk Hede unmittelbar nördlich Richtung Vejers, aus dem außerhalb der Hauptsaison das Donnern von Geschützen zu hören sein kann.[5] Seit dem Ende des Kalten Krieges hat dies jedoch sehr nachgelassen. Während der Sommermonate wird auf die meisten Übungen in der Heide verzichtet, um Touristen nicht zu belästigen. In den vergangenen Jahren hat die Militärführung versucht, bei Urlaubern für die militärische Präsenz mit Hilfe eines „Tags der offenen Heide“ um Verständnis zu werben. Durch das Militärgebiet führen Wander- und Radwege, die bei Übungen abgesperrt werden.

Die Bunkeranlage Tirpitz-Stellung beheimatet im Südbunker ein Museum. Im November 2013 wurde bekannt, dass das Museum durch ein Museums- und Erlebniscenter ergänzt werden soll. Während das bisherige Museum die Geschichte des Atlantikwalls in der Zeit des Zweiten Weltkrieges thematisiert, soll das zukünftige Museum die gesamte Lokalgeschichte vermitteln. Die Eröffnung ist für Ende 2016 vorgesehen.[6] Mit dem Bau der Bunkeranlage wurde 1944 durch Soldaten der deutschen Kriegsmarine, Zwangsarbeiter und dänische Firmen begonnen, die Anlage wurde aber nicht fertiggestellt. Der Radarbunker am Leuchtturm und weitere Bunker in nördlicher Richtung können nicht besichtigt werden, sie liegen auf militärischem Gebiet.

Blåvand in der Literatur[Bearbeiten]

Der dänische Schriftsteller und Theologe Thomas Lange (1829–1887) siedelte seinen Roman „Eventyrets land“ (1868, dt. Abenteuerland) in Blåvandshuk an.[7] Lange hatte einige Jahre dort verbracht; heute wird im Pfarrhaus von Ho, wo er wohnte, an ihn erinnert. Im Pfarrgarten ist eine Büste von Thomas Lange aufgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Informationsbroschüre der Gemeinde Varde, 2014, 122 Seiten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Søren Byskov: Dansk kystkultur under forandring. Kystlandskab, kulturhistorie og naturforvaltning i det 20. århundrede, Fiskeri- og Søfartsmuseet, Esbjerg 2007. S. 121.
  2. Vesterhavets første badebro indvies i Blåvand i dag Varde Lokalavisen, 1. Juli 2015.
  3. Beschreibung der Bunkeranlagen - alpinfieber.net
  4. Klettern in Dänemark - klatresteder.dk (dänisch)
  5. Information über Absperrung während der Schießübungen - forsvaret.dk
  6. Geschichte erleben im Design-Bunker-Museum
  7. Thomas Lange: Abenteuer eines Lebens. Ein Bild vom Leben und der Natur in der Gegend von Blaavandshuk, hrsg. von Blåvandshuk Egnsmuseum, 1994. ISBN 87-89834-14-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blåvand-Oksby – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma