Blei(II)-nitrat
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| Strukturformel | ||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||
| Name | Blei(II)-nitrat | |||||||||||
| Andere Namen |
Bleinitrat |
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| Summenformel | Pb(NO3)2 | |||||||||||
| CAS-Nummer | 10099-74-8 | |||||||||||
| Kurzbeschreibung | weißer, pulvriger Feststoff | |||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||
| Molare Masse | 331,21 g/mol | |||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
4,53 g/cm3[1] |
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| Schmelzpunkt | ||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzt sich vor dem Sieden[1] |
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| Löslichkeit |
gut (522 g/l) in Wasser[1] |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||
Blei(II)-nitrat, ein weißer, pulvriger Feststoff, ist das Blei(II)-salz der Salpetersäure. Seine molare Masse beträgt 331,23 g/mol, die Dichte seiner Kristalle 4,53 g/cm3. Blei(II)-nitrat ist ein starkes Oxidationsmittel. Es ist im Gegensatz zu anderen Bleisalzen gut in Wasser löslich. Aus diesem Grund ist es sehr giftig.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Darstellung
Blei(II)-nitrat entsteht bei der Reaktion von heißer, verdünnter Salpetersäure mit (1) Blei oder (2) Blei(II)-oxid:
Aus den Lösungen kristallisiert es in großen, wasserklaren Kristallen aus.
Die Umsetzung von Blei(II)-carbonat mit Salpetersäure liefert ebenso Blei(II)-nitrat unter Bildung von Kohlenstoffdioxid:
[Bearbeiten] Eigenschaften
Im Gegensatz zu vielen anderen Blei(II)-salzen wie Blei(II)-chlorid oder Blei(II)-sulfat ist Blei(II)-nitrat gut in Wasser löslich.
Erhitzt man Blei(II)-nitrat bis zu seiner Zersetzungstemperatur von 470 °C, so wandelt es sich unter Bildung von Stickstoffdioxid und Sauerstoff in Blei(II)-oxid um:
Daher ist diese chemische Reaktion im Labor zur Bildung geringer Mengen des Gases Stickstoffdioxid geeignet. Wegen der Sauerstoff-Freisetzung wird Blei(II)-nitrat bei der Synthese von Farbstoffen als Oxidationsmittel eingesetzt.
[Bearbeiten] Toxizität
Bleinitrat kann über die Haut aufgenommen werden, beeinträchtigt die Fortpflanzungsfähigkeit und ist möglicherweise carcinogen (als krebserregend Kat. III eingestuft). Schülerexperimente mit Bleinitrat sind problematisch.
[Bearbeiten] Verwendung
Verwendung findet Blei(II)-nitrat weiterhin bei der Herstellung von Textilbeizen, Streichhölzern, Spezialexplosivstoffen, Ätzlösungen und zur Perlmuttfärbung.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b c d Sicherheitsdatenblatt (Merck)
- ↑ Nicht explizit in RL 67/548/EWG, Anh. I gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Bleiverbindungen“; Eintrag in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 31. März 2009 (JavaScript erforderlich)





