Bleitellurid

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Kristallstruktur
Strukturformel von Bleitellurid
__ Pb2+     __ Te2−
Allgemeines
Name Bleitellurid
Andere Namen
  • Blei(II)-tellurid
  • Tellurblei
Verhältnisformel PbTe
CAS-Nummer 1314-91-6
PubChem 4389803
Kurzbeschreibung

grauer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 334,80 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

8,164 g·cm−3(25 °C)[2]

Schmelzpunkt

905 °C[2]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​360Df​‐​373​‐​410
P: 201​‐​273​‐​308+313​‐​501 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Giftig Umweltgefährlich
Giftig Umwelt-
gefährlich
(T) (N)
R- und S-Sätze R: 61​‐​20/22​‐​33​‐​50/53​‐​62
S: 53​‐​45​‐​60​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Bleitellurid ist eine anorganische chemische Verbindung des Bleis aus der Gruppe der Telluride.

Vorkommen[Bearbeiten]

Bleitellurid kommt natürlich in Form des Minerals Altait vor.[5]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Bleitellurid kann durch Reaktion von Blei mit Tellur oder einer kochenden Lösung von Blei(II)-Salzen mit Tellurpulver gewonnen werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Bleitellurid ist ein grauer spröder kristalliner Feststoff, der unlöslich in Wasser ist. Er ist ein Halbleiter und besitzt eine kubische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Fm3m.[1][3]

Verwendung[Bearbeiten]

Bleitellurid wird als Thermoelement in einem Temperaturbereich von 200 bis 600 °C verwendet.[6][7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1997, ISBN 354060035-3, S. 666 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c d e f Datenblatt Lead(II) telluride, 99.998% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 20. September 2012 (PDF).
  3. a b  David R. Lide: CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC Press, 2012, ISBN 143988049-2, S. 4-71 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. a b  José S. Casas, José Sordo: Lead: Chemistry, analytical aspects, environmental impact and health effects. Elsevier, 2006, ISBN 044452945-4, S. 31 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Christine Junior: Analyse thermoelektrischer Module und Gesamtsysteme. BoD – Books on Demand, 2010, ISBN 389936987-4, S. 107 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Terry M. Tritt: Thermal Conductivity: Theory, Properties, and Applications. Springer, 2005, ISBN 030648327-0, S. 128 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).