Blenio

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Blenio. Weitere Bedeutungen siehe Bleniotal und Bezirk Blenio.
Blenio
Wappen von Blenio
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bleniow
Kreis: Olivone
BFS-Nr.: 5049i1f3f4
Postleitzahl: 6718
Koordinaten: 715310 / 15429246.5299948.941671902Koordinaten: 46° 31′ 48″ N, 8° 56′ 30″ O; CH1903: 715310 / 154292
Höhe: 902 m ü. M.
Fläche: 263.9 km²
Einwohner: 1690 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 6 Einw. pro km²
Karte
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Val di Blenio

Blenio ist der Name einer neuen politischen Gemeinde des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die vom Tessiner Kantonsparlament am 25. Januar 2005 beschlossene Fusion der fünf obersten Gemeinden des Bezirks Blenio, Aquila, Campo (Blenio), Ghirone, Olivone und Torre zur neuen Gemeinde Blenio sollte ursprünglich im Frühjahr 2006 vollzogen werden.

Eine Einsprache der Gemeinde Aquila führte zu einer Verzögerung. Nachdem das Bundesgericht am 18. April 2006 die Klage abgelehnt hatte, war der Weg zur Fusion frei, die zum 22. Oktober 2006 Rechtskraft erhielt. In Olivone, der grössten Fraktion, sollen zentrale Einrichtungen wie Gemeindekanzlei und Schule konzentriert werden. Als Standort der Bauverwaltung ist Aquila vorgesehen.

Kritiker bemängeln, es führe zu Missverständnissen, die neue Gemeinde mit dem Namen der Talschaft zu bezeichnen, obwohl sie nur deren obersten Abschnitt umfasst. Deshalb setzte der Gemeinderat am 22. Dezember 2006 zwei Kommissionen ein, die sich mit einer möglichen Umbenennung befassen sollen. Ende August 2007 fiel der Beschluss, den Namen Blenio beizubehalten.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst das gesamte obere Bleniotal. Ins am Greinapass als Val Camadra beginnende, vom Brenno in nord-südlicher Richtung durchflossene Haupttal münden bei Campo das Val di Campo und im Talkessel von Olivone das Valle Santa Maria, welches den Zugang zum Lukmanierpass vermittelt.

Nachbargemeinden sind Acquarossa, Faido, und Quinto im Kanton Tessin sowie Medel (Lucmagn), Vrin, Vals und Hinterrhein im Kanton Graubünden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Baptist Hedlinger (1643-1711), Bergwerksdirektor in Blenio[3]
  • Jakob Anton Gamma (1694-1770), Landvogt von Blenio[4]
  • Sebastiano Martinoli (1872-1938), Regierungsrat[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Ehemalige Accademia dei Facchini della Val di Blenio gegründet 1560[6]
  • Officine Idroelettriche di Blenio (OFIBLE)[7]
  • Blenio Turismo (Olivone)[8]
  • Museo di Blenio[9]
  • Museo storico etnografico di Blenio (Lottigna)[10]
  • Patriziato Generale di Olivone, Campo e Largario[11]

Literatur[Bearbeiten]

  • Giacomo Genora: Liber hexametrorum, ossia Dei versi eroici della Valle di Blenio. 1692.
  • Rolf Witschi: Morphologie und Hydrologie der oberen Blenio-Täler. Ins 1957.
  • Adrian Baumer: Geologie der gotthardmassivisch-penninischen Grenzregion im oberen Bleniotal, Geologie der Blenio-Kraftwerke. Kümmerly und Frey, Bern 1964.
  • Karl Meyer: Blenio und Leventina von Barbarossa bis Heinrich VII. Salvioni Editore, Bellinzona 1977.
  • Herbert Maeder: La Greina: das Hochtal zwischen Sumvitg und Blenio. Desertina, Chur 1995.
  • Giuseppe Chiesi, Ely Riva: Das Bleniertal. AAT, Tessiner Verein für Archäologie, Lugano 1998.
  • Fabrizio Scanavino: Bleniotal: Greina, Rheinwaldhorn und andere magische Orte. Salvioni Editore, Bellinzona 2010[12].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blenio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Chronik
  3. Johann Baptist Hedlinger
  4. Jakob Anton Gamma
  5. Sebastiano Martinoli
  6. Accademia dei Facchini della Val di Blenio
  7. Officine Idroelettriche di Blenio (OFIBLE)
  8. Blenio Turismo (Olivone)
  9. Museo di Blenio
  10. Museo storico etnografico di Blenio (Lottigna)
  11. Patriziato Generale di Olivone
  12. Fabrizio Scanavino: Bleniotal: Greina, Rheinwaldhorn und andere magische Orte.