Blindwelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
SBB Ce 6/8II

Die Blindwelle ist ein Teil des Antriebes von Lokomotiven mit mechanischer Kraftübertragung und Stangenantrieb. Sie ist meist im Fahrzeugrahmen oder im Getriebegehäuse quer zur Fahrtrichtung gelagert und überträgt das Drehmoment der Getriebe mittels Kuppelstangen auf die Radsätze der Lokomotive. Diese Form von Antrieb war bis etwa 1940 bei vielen Elektrolokomotiven und Diesellokomotiven verbreitet, wird aber heute nur noch für langsame Lokomotiven mit geringer Leistung eingesetzt. Die Blindwelle selbst befindet sich dabei meist im gefederten Fahrzeugteil. Erst durch gelenkige Kuppelstangen wird die Antriebsleistung auf die ungefederten Treibradsätze übertragen.

Eines der wenigen Beispiele für Dampflokomotiven mit Blindwelle ist das bayerische „Glaskastl“ (Bayerische PtL 2/2). Die zwischen den Kuppelachsen liegende Blindwelle sollte eine zu lange Treibstange vermeiden.[1] Ein Antrieb über Blindwellen kam aber auch bei einigen Dampfturbinenlokomotiven zur Anwendung, zum Beispiel bei den beiden Lokomotiven der DR-Baureihe T 18.10.

Im Falle der Ce 6/8II der SBB dient die Blindwelle nicht zur Übertragung der Antriebskraft über Kuppelstangen auf die Treibradsätze, wie zum Beispiel bei der Ge 4/6 der Rhätischen Bahn, sondern als abstützendes und ausgleichendes Element. Die Dreieckstange, die an der Vorgelegewelle, des ersten Treibradsatzes und erst dann an der Blindwelle befestigt ist, treibt direkt den ersten Treibradsatz an. Die an der Dreieckstange befestigte Kuppelstange treibt dann den zweiten Treibradsatz an. Mit einer weiteren Kuppelstange wird der dritte Radsatz angetrieben.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fred Hofmann: Der Spalter Bockl. 1997, abgerufen am 21. Dezember 2013.
  2. Bruno Lämmli: Die mechanischen Antriebe. 2010, abgerufen am 21. Dezember 2013.