blink-182 (Album)

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blink-182
Studioalbum von blink-182
Veröffentlichung 18. November 2003
Aufnahme Januar bis Oktober 2003
Label Geffen Records
Format CD, DVD, LP
Genre Alternative Rock, Pop-Punk
Anzahl der Titel 14
Laufzeit 49 min 23 s

Besetzung

Produktion Jerry Finn
Studio The Rubin's House, Conway, Rolling Thunder und Signature Sound
Chronologie
Take Off Your Pants and Jacket
(2001)
blink-182 Greatest Hits
(2005)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
  DE 14 01.12.2003 (25 Wo.)
  AT 16 30.11.2003 (21 Wo.)
  CH 17 30.11.2003 (21 Wo.)
  UK 22 29.11.2003 (26 Wo.)
  US 3 06.12.2003 (47 Wo.)
Singles[1]
Feeling This
  DE 49 24.11.2003 (8 Wo.)
  AT 65 23.11.2003 (2 Wo.)
  CH 60 23.11.2003 (3 Wo.)
  UK 15 06.12.2003 (5 Wo.)
I Miss You
  DE 32 08.03.2004 (9 Wo.)
  AT 41 29.02.2004 (8 Wo.)
  CH 51 29.02.2004 (5 Wo.)
  UK 8 13.03.2004 (10 Wo.)
Down
  DE 76 05.07.2004 (3 Wo.)
  AT 59 04.07.2004 (3 Wo.)
  UK 24 03.07.2004 (3 Wo.)
Always
  DE 96 20.12.2004 (2 Wo.)
  UK 36 25.12.2004 (4 Wo.)

blink-182 ist das fünfte Studioalbum der US-amerikanischen Pop-Punk-Band blink-182. Produziert von Jerry Finn wurde es im Jahr 2003 vom Plattenlabel Geffen Records veröffentlicht und stellt damit das letzte veröffentlichte Album vor dem Hiatus der Band (2005–2009) dar. Nicht vollkommen klar ist, ob blink-182 tatsächlich der Name des Albums ist oder ob auf dem Cover lediglich der Bandname abgebildet ist. So sprechen die Bandmitglieder teilweise vom„unbenannten Album“.[2]

Das Album kennzeichnet einen Abschied von blink-182's früheren Arbeiten und erhielt überwiegend positive Rezensionen der Musikkritiker. Beachtet wurde vor allem die Kollaboration mit dem Cure-Sänger Robert Smith, der bei dem Titel All of This mitwirkte. Vier Singles, welche aus dem Album ausgekoppelt wurden - Feeling This, I Miss You, Down und Always - erschienen ebenso auf dem Album Greatest Hits. Es handelt sich um ein klassisches Konzeptalbum. So durchzieht nicht nur alle Musikstücke der "rote Faden" einer im Vergleich zu früheren Werken melancholischeren Grundstimmung und der vermehrten Ansprache ernster bzw. emotionaler Themen, es besteht auch textlich sowie musikalisch ein enger Zusammenhang zwischen den einzelnen Liedern: Insgesamt existiert ein harmonischer Fluss durch das gesamte Werk, so findet sich zwischen Down und Go, denen zwar die textliche, nicht aber die melodische Grundstimmung gemein ist, das instrumentale Zwischenspiel The Fallen Interlude, während die beiden Songs Easy Target und All of This nahtlos ineinander übergehen, indem das Endmotiv des vorgehenden als Anfangsbeat des nachfolgenden verwendet wird.

Auf der Album-CD findet sich als Bonustrack eine Live-Version des Lieds Anthem Part Two, dessen Originalversion in Take Off Your Pants and Jacket erschien.

Rezeption[Bearbeiten]

Stefan Friedrich stellte in einem Review auf laut.de fest, dass blink-182 mit ihrem selbstbetitelten Album „vermutlich wieder die Massen spalten“ werde, was aber diesmal auf eine andere Art und Weise geschehe, da die Band erwachsen geworden sei. Anfangs verlaufe die Platte „noch in den gewohnt eingängigen und melodieseeligen Bahnen“, aber ab Violence verirrten „sich dann aber immer öfter vollkommen Blink-untypische Stellen in die Songs, wie beispielsweise ruhige Piano-Parts“ sowie „Spoken Word-Bröckchen“ ohne ihre Ohrwurmtauglichkeit zu verlieren. Doch „auch wenn die Songstrukturen inzwischen über das 0815-Schema herausgehen, so bleibt die Leichtigkeit von Blink die meiste Zeit über erhalten, wie z.B. bei Go, Asthenia oder Always“. Die Kollaboration mit Robert Smith bezeichnet Friedrich als die unglaublichste seit Jahren. All of This sei „eine angenehme Symbiose aus Cure und Blink 182, die erstaunlicherweise funktioniert und die ein gutes Beispiel für die neuen Blink liefert“.[3]

Ebenso bescheinige Armin Linder in plattentests.de der Band zunehmende Reife. Das sei zwar „immer noch keine Neuerfindung der Rockmusik, aber „die drei wollen nicht länger mit dem Kopf durch die Wand, mit der Hand in die Hose oder mit der Zunge unter den Rock.“ Sie hätten es geschafft „erwachsen zu werden“ und „die überraschend spaßfreien Texte rechtfertigen nicht einmal das Parental Advisory-Logo.“ Das Tempo liege „bei rund der Hälfte der Tracks weit unter der gewohnten Punkrock-Geschwindigkeit“. Das klinge „im schlimmsten Falle nach durchaus hörbaren Kollegen wie A oder Eve 6. Im besten nach einer fähigen Rockband mit unfähigen Sängern“. Der Band sei mit dem Album eine Überraschung gelungen, was mehr „Niveau hat als alle vorigen Blink 182-Alben zusammen“. [4]

Titelliste[Bearbeiten]

Nr. Titel Leadgesang geschrieben von Länge
1. "Feeling This" DeLonge, Hoppus blink-182 2:53
2. "Obvious" DeLonge blink-182 2:43
3. "I Miss You" DeLonge, Hoppus blink-182 3:47
4. "Violence" DeLonge blink-182 5:20
5. "Stockholm Syndrome" Hoppus blink-182 2:42
6. "Down" DeLonge blink-182 3:03
7. "The Fallen Interlude" Instrumental blink-182, Jack Gonzales 2:13
8. "Go" Hoppus blink-182 1:53
9. "Asthenia" DeLonge blink-182 4:20
10. "Always" DeLonge blink-182 4:12
11. "Easy Target" DeLonge, Hoppus blink-182 2:20
12. "All of This" Robert Smith, DeLonge blink-182, Robert Smith 4:40
13. "Here's Your Letter" Hoppus blink-182 2:55
14. "I'm Lost Without You" DeLonge blink-182 6:22

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Quellen Chartplatzierungen: DE (Singles) / DE (Album) / AT / CH / UK / US, abgerufen am 8. September 2010.
  2. so veröffentlicht unter anderem auf blink-182.com (abgerufen am 10. November 2013) im Zusammenhang mit einer Liveaufführung des Albums.
  3. Blink sind jetzt erwachsen und ködern sogar Robert Smith. Review auf laut.de
  4. Die Reifeprüfung, Rezeption auf plattentests.de

Weblinks[Bearbeiten]