Blizna

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Blizna
Wappen fehlt
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Blizna (Polen)
Blizna
Blizna
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Landkreis: Ropczyce-Sędziszów
Gmina: Ostrów
Geographische Lage: 50° 12′ N, 21° 37′ O50.221.616666666667Koordinaten: 50° 12′ 0″ N, 21° 37′ 0″ O
Einwohner: 250
Telefonvorwahl: (+48) 17
Kfz-Kennzeichen: RRS
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka

Blizna ist ein Dorf mit 250 Einwohnern im südöstlichen Polen. Es gehört der Landgemeinde (gmina wiejska) Ostrów im Powiat Ropczycko-Sędziszowski, Woiwodschaft Karpatenvorland an. In der Nähe von Blizna befand sich der SS-Truppenübungsplatz Heidelager.

Zu diesem Truppenübungsplatz wurde nach der Bombardierung von Peenemünde im Oktober 1943 die Lehr- und Versuchsbatterie 444 verlegt, die weitere Versuchsstarts unter feldmäßigen Bedingungen mit dem Aggregat A 4 – genannt V 2 – durchführte.[1] Dort wurden auch die Bedienmannschaften für die feldmäßigen Starts an der Westfront ausgebildet. Einen Blindgänger dieser Versuchs- und Lehrstarts fanden polnische Partisanen der Polnischen Heimatarmee AK in den Wäldern bei Blizna. Die polnischen Partisanen hatten bereits vorher die Starts beobachtet und fotografiert sowie nach London gemeldet. Am 25. und 26. Juli 1944 startete die Aktion „Operation III Most (Wildhorn III)“. Auf abenteuerlichen Wegen konnten die wesentlichen Teile der Rakete per Flugzeug mit einer C 47 Dakota über Italien nach England transportiert werden,wo sie untersucht und ausgewertet wurden. Erstmals gelangten so Teile der V 2 in die Hand der Alliierten.[2]

Am Fundort wurde nach 1990 ein Denkmal für die Aktion der Partisanen errichtet.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Eintrag über Blizna auf v2rakete.de, abgerufen am 6. Juni 2014
  2. Ruth Kraft: Insel ohne Leuchtfeuer. Berlin 1959