Blohm & Voss BV 144

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Die Blohm & Voss BV 144 war ein deutsches Kurz- und Mittelstreckentransportflugzeug der Firma Blohm & Voss.

Entwickelt wurde das Flugzeug 1940 nach Ausschreibung der Deutschen Lufthansa nach einem Ersatz für die Junkers Ju 52/3m. Die Transportkapazität sollte etwas über der der Ju 52/3m liegen, sowie für den zivilen Nachkriegsluftverkehr wirtschaftlich sein. Konstruiert wurde das Flugzeug überwiegend von französischen Ingenieuren. Auch die Fertigung von Prototypen wurde nach Frankreich verlegt.

Das Flugzeug war ein freitragender Schulterdecker in Ganzmetallbauweise. Auf der mit der Blohm & Voss Ha 140 gemachten Erfahrung mit verstellbaren Flügeln, wurde die BV 144 ebenfalls mit einem bis zu 9° um die Querachse kippbaren Flügel ausgestattet. Damit war es möglich das Flugzeug im Steig- und Sinkflug gerade zu halten; ein Komfortgewinn für die Passagiere. Des Weiteren wurde ein kurzes, einziehbares Dreiradfahrgestell verwendet mit dem die Maschine relativ wenig Bodenfreiheit hatte, jedoch dem Einstieg der Passagier zugutekam. Angetrieben wurde das Flugzeug von zwei BMW 801A Doppelsternmotoren mit je 1.560 PS Startleistung. Die Besatzung bestand aus drei Mann: Pilot, Kopilot und Funker. Es konnten 18 Passagiere mit Gepäck oder bis zu 23 ohne Gepäck transportiert werden.

Von den zwei bestellten Exemplaren wurde nur eines gefertigt und nach Einmarsch der Alliierten von den Franzosen übernommen.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Spannweite: 27,0 m
  • Länge: 21,8 m
  • Höhe: 5,1 m
  • Flügelfläche: 89,4 m²
  • Leergewicht: 9.910 kg
  • max. Startgewicht: 14.100 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 470 km/h
  • Dienstgipfelhöhe: 8.600 m
  • Reichweite: 1.440 km

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Redemann: Blohm & Voss BV 144 – Luftfahrtgeschichte, Flug-Revue Dezember 1974