Blood, Sweat & Tears

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blood, Sweat & Tears
Allgemeine Informationen
Genre(s) Jazzrock
Gründung 1967
Auflösung 1981[1]
Gründungsmitglieder
Al Kooper (bis 1968)
Steve Katz (bis 1973, ab 2008)
Gitarre Bass
Jim Fielder (bis 1974)
Bobby Colomby (bis 1976)
Fred Lipsius (bis 1972)
Randy Brecker (bis 1968)
Trompete, Flügelhorn
Jerry Weiss (bis 1968)
Posaune, Orgel
Dick Halligan (bis 1972)
Letzte Besetzung
Gesang
David Clayton-Thomas (1968 bis 1972, 1974 - 1981)
Keyboards
Lou Pomanti (1980 bis 1981)
Gitarre
Peter Harris (1980 bis 1981)
Bass
Wayne Pedziwiatr (1980 bis 1981)
Trompete
Mic Gillette (1980 bis 1981)
Saxophon, Flöte
Earl Seymour (1979 bis 1981)
Saxophon, Flöte
Vernon Dorge (1979 bis 1981)
Drums
Bobby Economou (1977 bis 1978, 1979 bis 1981)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Jerry Fisher
Trompete
Lew Soloff (1968 bis 1974)
Trompete
Chuck Winfield (1968 bis 1973
Posaune
Jerry Hyman (1968 bis 1972)
Saxophon
Joe Henderson (1972)
Saxophon
Lou Marini (1972 bis 1974)
Posaune, Tuba
Dave Bargeron (1970 bis 1978)
Piano
Larry Willis (1970 bis 1978)
Gitarre
George Wadenius (1970 bis 1975)
Posaune
Tom Malone (1973 bis 1974)
Altsaxophon, Flöte, Klarinette
Bill Tilman (1974 bis 1978)
Gitarre
Steve Khan (1975)
Gitarre
Mike Stern (1975 bis 1976)
Bass
Ron McClure (1974 bis 1975, 1976)
Bass
Jaco Pastorius (1975 bis 1976)
Bass
Keith Jones (1976)
Bass
Danny Trifan (1976 bis 1977)
Trompete
Forrest Buchtell (1975 bis 1977)
Don Alias (1975 bis 1976)
Drums
Roy McCurdy (1975 bis 1977)
Gitarre
Randy Bernsen (1977)
Gitarre
Barry Finnerty (1977 bis 1978)
Bass
Neil Stubenhaus (1977 bis 1978)
Saxophon
Gregory Herbert (1977 bis 1978)
Trompete
Michael Lawrence (1977)
Trompete
Chris Albert (1977 bis 1978)
Gitarre
Kenny Marco (1979)
Bass
David Piltch (1979 bis 1980)
Keyboards
Joe Sealy (1979)
Trompete, Flügelhorn
Bruce Cassidy (1979 bis 1980)
Saxophon, Flöte
Steve Kennedy (1979)
Drums
Sally Chappis (1979)
Saxophon, Flöte
Harvey Kogan (1979)
Schlagzeug
Jack Scarangella (1979)
Gitarre
Robert Piltch (1979 bis 1980)

Blood(,) Sweat & Tears ist eine US-amerikanische Jazzrock-Band, die 1967 in New York gegründet wurde. Der Name der Band geht zurück auf ein Zitat aus der Antrittsrede von Winston Churchill als britischer Premierminister im Jahr 1940 am Anfang des Zweiten Weltkrieges.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Band [Bearbeiten]

Die Gruppe, die zunächst von Al Kooper geleitet wurde, hatte 1967 ihren ersten Auftritt im New Yorker Cafe Au Go Go als Vorgruppe von Moby Grape. Das Publikum war begeistert von der neuartigen Verschmelzung von Jazz-, Blues- und Rockmusik. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Al Kooper (Keyboards, Gesang), Jim Fielder (Gitarre, Bass), Steve Katz (Gitarre) und Bobby Colomby (Schlagzeug) sowie der Bläsersektion Fred Lipsius, Randy Brecker, Jerry Weiss und Dick Halligan.

Das erste Album Child is Father to the Man (1968) wurde hoch gelobt, verkaufte sich jedoch nur schleppend. Nach personellen Differenzen verließen zunächst Kooper, dann auch Brecker und Weiss die Band. Colomby und Katz rekrutierten den Kanadier David Clayton-Thomas als Sänger.

Das zweite Album Blood, Sweat & Tears (1969) wurde mit 3,8 Millionen verkauften Exemplaren auch ein kommerzieller Erfolg und gewann 1970 einen Grammy als Album des Jahres. Die Bläserarrangements und Bearbeitungen von Themen klassischer Komponisten (wie Erik Satie) setzten Maßstäbe für andere Gruppen des Jazz- und Brassrock. Es kam auf Platz 1 in den Billboard 200[3]. Die aus dem Album ausgekoppelte Single Spinning Wheel erreichte Platz 2[4]

Eine vom US-Außenministerium geförderte Tour durch Osteuropa brachte die Band beim Hippie- und Rockpublikum in Misskredit. Das nach dieser Tour veröffentlichte Album Blood, Sweat & Tears 3 (1970) konnte nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen, erreichte aber dennoch in den USA Platz 1. Ein Auftritt in Caesars Palace in Las Vegas trug nicht zur Verbesserung des Images der Band bei. Das vierte Album Blood, Sweat & Tears 4 (1971) konnte kommerziell nicht an die beiden Vorgänger heranreichen. Sänger David Clayton-Thomas verließ die Band und wurde durch Jerry Fisher ersetzt.

Es gab danach etliche Umbesetzungen, doch der gewünschte Erfolg blieb trotz erfahrener Musiker aus. Schließlich kehrte nach einigen weiteren Alben – Greatest Hits (1972), New Blood (1972), No Sweat (1973) und Mirror Image (1974) – der als Solist glücklos gebliebene Sänger David Clayton-Thomas zurück. Ein kommerzielles Comeback hielt jedoch nicht lange an. Nach den Platten New City (1975), In Concert (1976) und More than ever (1976) kündigte die Plattenfirma den Vertrag. Die letzten Alben Brand New Day (1977) und Nuclear Blues (1980) wurden kaum noch wahrgenommen. Von den Mitgliedern der ersten Alben war zu diesem Zeitpunkt nur noch David Clayton Thomas dabei. Bei diversen Reunion-Versuchen in den späten 1980ern und frühen 90ern scharte sich eine neue junge Band um Clayton-Thomas, diese konnte jedoch nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen.

Im Jahr 2005 erhielt Chuck Negron, früherer Sänger von Three Dog Night, die Rechte für den Bandnamen „Blood, Sweat & Tears“. Diese völlige Neuformation spielte 2007 bei einigen Open-Air-Konzerten in Europa.

Seit 2008 ist Steve Katz wieder in der Band.[5]

„Die Beatles haben den Rock in die Musik gebracht. Blood, Sweat & Tears haben die Musik in den Rock gebracht.“

Leonard Feather [6]

Diskografie [Bearbeiten]

  • Child is Father to the Man (1968)
  • Blood, Sweat & Tears (1969)
  • Blood, Sweat & Tears 3 (1970)
  • Blood, Sweat & Tears 4 (1971)
  • Greatest Hits (1972)
  • New Blood (1972)
  • No Sweat (1973)
  • Mirror Image (1974)
  • Live and Improvised (1975)
  • New City (1975)
  • In Concert (1976)
  • More than ever (1976)
  • Brand new day (1977)
  • Nuclear Blues (1980)

Literatur [Bearbeiten]

  • Wolf Kampmann Reclams Jazzlexikon. Stuttgart 2003; ISBN 3-15-010528-5
  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 64-66 – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks [Bearbeiten]

Anmerkungen [Bearbeiten]

  1. Aus Übersichtsgründen sind in der Besetzungsliste die Neugründungen der Band 1985 bzw. 2005 nicht berücksichtigt
  2. Churchill sprach, genauso wie bereits 1897 einmal Theodore Roosevelt, allerdings von „Blut, harter Arbeit, Schweiß und Tränen“. 1963 trug bereits ein Album von Johnny Cash den gleichen Titel.
  3. [Allmusic Chartspositionen für Blood, Sweat & Tears]. Abgerufen am 13. Dezember 2010.auf Allmusic
  4. [Allmusic Chartspositionen für Spinning Wheel]. Abgerufen am 13. Dezember 2010. auf Allmusic
  5. [1]
  6. zit. nach Blood, Sweat & Tears (Südwest-Rundfunk)