Blue-Bottle-Experiment
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unter dem Blue-Bottle-Experiment versteht man eines der klassischen Show-Experimente in der Chemie. In einem geschlossenen Gefäß befindet sich eine farblose Flüssigkeit und etwas Luft. Schüttelt man das Gefäß, so färbt sich die Flüssigkeit blau; die Farbe verschwindet aber wieder. Je länger man schüttelt, desto länger bleibt die Färbung erhalten.
Chemisch gesehen ist dieser Versuch auch als Modellversuch für eine Redoxsystem verwandt mit NAD+/NADH2 möglich. Außerdem ist die Schüttelzeit proportional zur Färbungszeit (Reaktion 1. Ordnung).
[Bearbeiten] Reaktion
Die Reaktion zur Entfärbung beruht auf der Reduktion einer Methylenblau-Lösung zur Leuko-Form durch Glucose, die dabei zu Gluconsäure oxidiert wird.
Beim Schütteln wird das Leuko-Methylenblau durch Sauerstoff aus der Luft wieder zu farbigem Methylenblau oxidiert.

