Blue Shift

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Half-Life: Blue Shift
Studio Valve Corporation, Gearbox
Publisher Sierra Entertainment/später EA Games
Erstveröffent-
lichung
12. Juni 2001
Plattform Windows, PlayStation 2, später Linux
Spiel-Engine GoldSrc
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler und Mehrspieler
Steuerung Maus und Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
Pentium 133, 24 MB RAM, SVGA Grafikkarte, Doublespeed CD-ROM, 400 MB Festplattenspeicher
Medium CD-ROM, Download
Sprache Englisch, Deutsch
Kopierschutz Registrierschlüssel
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 16 Jahren empfohlen

Blue Shift oder auch Half-Life: Blue Shift ist die zweite Erweiterung für das Action-Spiel Half-Life und wurde von Valve und Gearbox herausgegeben. Obwohl es als Erweiterung bezeichnet wird, handelt sich jedoch um eine Vollversion, für die man nicht im Besitz des Hauptspiels sein muss.

Ursprünglich sollte Blue Shift exklusiver Bestandteil der Half-Life-Portierung für SEGAs Spielkonsole Dreamcast werden, jedoch wurde das fast fertiggestellte Projekt eingestellt und Blue Shift separat für den PC veröffentlicht.

Das Spiel unterscheidet sich von der Art her kaum vom ursprünglichen Half-Life und bietet im Vergleich zur ersten Erweiterung Opposing Force keine Neuerungen. Die Waffen entsprechen genau denen aus Half-Life und wurden lediglich im Rahmen eines „High Definition Pack“ genannten optionalen Upgrades mit neuen Texturen versehen. In der deutschen Version sind die Gegner nun wieder Roboter, einen Endgegner wie in beiden zuvorigen Spielen gibt es nicht.
Der mehrdeutige Name "Blue Shift", zu deutsch etwa Blaue Dienstschicht (weil die Sicherheitskräfte blau gekleidet sind) oder Blauverschiebung, spielt auf das physikalische Phänomen der Blauverschiebung an.

Handlung[Bearbeiten]

Das Spiel spielt wie schon Opposing Force parallel zu den Ereignissen von Half-Life, wobei der Zeitpunkt der Handlung von Blue Shift vor Opposing Force angesiedelt ist. Barney Calhoun, Sicherheitsangestellter in Black Mesa, befindet sich gerade in dem Forschungskomplex, als in der Abteilung für anomale Materie das Experiment, an dem Gordon Freeman beteiligt ist, schiefläuft. Die Handlung endet zu dem Zeitpunkt, als die Soldaten Gordon Freeman gefangen nehmen und zur Müllvernichtungsanlage schleppen.

Spielabschnitte[Bearbeiten]

  • Insecurity (Unsicherheit): Barney Calhoun beginnt seinen Arbeitstag in Black Mesa, der schon unter schlechten Vorzeichen beginnt, denn die Technik der gesamten Anlage funktioniert nur fehlerhaft. So passiert es beispielsweise, dass Calhoun erst einmal gar nicht in die Anlage gelassen wird, da der Computer seinen Zugangscode nicht annehmen will. Nachdem ihm die Tür von einem Kollegen geöffnet wurde und der Fehler behoben wurde, begibt er sich zu einem Fahrstuhl, wo er mit zwei Wissenschaftlern nach unten fährt. Mitten in der Fahrt jedoch geht das Experiment unter Beteiligung von Freeman schief, Aliens tauchen in der Anlage auf und der Fahrstuhl stürzt ab. Von den drei Personen überlebt Calhoun als einziger den Sturz und macht sich mit Pistole und Schutzweste bewaffnet auf den Weg, um einen Ausweg zu suchen.
  • Duty Calls (Die Pflicht ruft): Calhoun kämpft sich durch die Kanäle von Black Mesa vorwärts, um an die Oberfläche zu kommen. Auf dem Weg sieht er zwei Soldaten, die Zivilisten in die Abwasserkanäle werfen und sich beschweren, dass ein gewisser Shepard und sein Team zu spät seien. Gemeint ist damit Adrian Shepard, der Protagonist aus Half Life: Opposing Force.
  • Captive Freight (Stichwort Fracht): Durch den Abwasserschacht gelangt Calhoun an die Oberfläche und später durch einen Lüftungsschacht schließlich in die Tiefgarage. Dort erfährt er von einem sterbenden Wissenschaftler, dass ein Kollege namens Dr. Rosenberg von diesem einen Fluchtplan hatte und macht sich daraufhin auf die Suche, wobei er an eine Zugstation gelangt, in der Ausrüstung, gefrorene Alienleichen und auch Mitarbeiter der Einrichtung auf die Züge geladen werden. In einem der Züge findet er schließlich Dr. Rosenberg, mit dem er in die Laboratorien zu Dr. Walter Klein gelangen kann. Dort erfährt Calhoun, dass hier mit Teleportern experimentiert wurde, die jedoch nur in die Welt Xen führen, und die Wissenschaftler es bisher nicht geschafft haben, beständige Teleportationen von einem Punkt A nach B auf der Erde zu starten. Da die Anlage wenig Energie hat, muss Calhoun durch dem Teleporter nach Xen gehen, um dort einen Generator zu starten.
  • Focal Point (Blickpunkt): In der Welt von Xen findet Calhoun nach einiger Zeit eine Gruppe toter Wissenschaftler und den Generator, den er aktiviert und durch ein geöffnetes Portal wieder zurück auf die Erde fliehen kann.
  • Power Struggle (Machtkampf): Da die Energie nur reichte, um das Portal für Calhouns Rückkehr für wenige Sekunden zu öffnen, wird Calhoun in die unteren Etagen geschickt, um eine leistungsfähigere Energiezelle von dort zu besorgen. Diese wollten schon einige Kollegen von Klein und Rosenberg holen, sind aber bisher nicht zurückgekommen. Calhoun gelingt es nach diversen Hindernissen, die Zelle zu finden und nach ihrer Aufladung durch einen Lift nach oben zu Rosenberg zu senden. Danach begibt er sich wieder nach oben.
  • A Leap of Faith (Vertrauenssache): Oben angekommen, wird der Transporter aktiviert; Calhoun muss dabei jedoch eine Fehlfunktion der Anlage beheben. Nachdem sich die Anlage stabilisiert hat, verschwinden nacheinander die drei Wissenschaftler im Teleporter. Vor seinem Abgang aktivierte Rosenberg noch die Ladesequenz, um Calhoun auch die Rückkehr zu sichern. Kurz bevor dieser die Apparatur erreicht, erscheinen Soldaten in der Anlage, denen er jedoch in letzter Sekunde noch entkommen kann. Die Teleportation funktioniert nicht ganz wie geplant: Calhoun wird zuerst kurz in die Außenanlage von Black Mesa teleportiert wo die Wissenschaftler schon warten. Kurz danach gelangt er für einige Sekunden in einen Außenbereich der Xen-Welt und anschließend in eine Besenkammer. In dieser befindet sich auf Augenhöhe ein Lüftungsschacht, durch welchen man beobachten kann wie zwei Marines Gordon Freeman zur Müllpresse ziehen. Der Transporter bringt Calhoun schlussendlich wieder nach draußen zu Dr. Rosenberg und seinen Kollegen. Das Spiel endet mit der Anzeige über Calhoun „Status: Außer Reichweite. Keine weiteren Kommentare“.

Weblinks[Bearbeiten]