Bluetooth Low Energy

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Bluetooth Low Energy, Bluetooth LE, Bluetooth Smart (kurz BLE, angekündigt im Juni 2007 als Bluetooth ultra low power; gestartet von Nokia 2001, ehemals Wibree) ist eine Funktechnik, mit der sich Geräte in einer Umgebung von etwa 10 Meter vernetzen lassen (siehe auch Rechnernetz). Im Vergleich zum "klassischen" Bluetooth soll BLE deutlich geringeren Stromverbrauch und geringere Kosten mit einem ähnlichen Kommunikationsbereich haben.

Seit Dezember 2009 ergänzt diese Erweiterung den Industriestandard Bluetooth.[1]

Logos[Bearbeiten]

Geräte mit dem Bluetooth Smart Logo nutzen die BLE-Technik aus dem Bluetooth Standard 4.0 und können sich nur mit anderen Bluetooth Smart oder Bluetooth Smart Ready Geräten verbinden.

Geräte mit einem Bluetooth Smart Ready Logo können sich mit den "klassischen" Bluetooth Geräten und mit Bluetooth Smart oder Bluetooth Smart Ready Geräten verbinden. Möglich ist dies durch zwei verschiedene Funkeinheiten.[2]

Besonderheit[Bearbeiten]

Bluetooth Smart und Bluetooth Smart Ready sind optionale Bestandteile von Bluetooth 4.0 . Eine Folge daraus ist, dass Bluetooth 4.0-Geräte nicht zwangsläufig mit Bluetooth Smart-Geräten kommunizieren müssen.

Weitere Einzelheiten[Bearbeiten]

Die neue Protokoll-Architektur Bluetooth Low Energy wurde im April 2009 in Tokio vorgestellt.[3] Mit Bluetooth Low Energy soll eine neue, besonders Energie sparende Betriebsweise möglich werden.

Wie Bluetooth 2.1 sendet Bluetooth Low Energy im 2,4-GHz-Bereich, soll dabei weniger Energie verbrauchen und in der Integration erheblich kostengünstiger sein. Dieser neue Protokollstapel ist mit Bluetooth Version 2.1 verträglich, ist aber unabhängig zu konfigurieren. Bluetooth Low Energy wird es als Einzel-Chip-Lösung für Kleingeräte geben und ist in Kombination mit bisherigen Bluetooth Geräten zu benutzen. Voraussetzung ist bei bisherigen Geräten mindestens ein Update der Software.

Bei Bluetooth Low Energy wird die Funkreichweite auf etwa 10 Meter beschränkt bleiben. Anders als bei Bluetooth 2.1 mit einer Übertragungsrate von 2,1 Mbit/s werden bei Bluetooth Low Energy maximal 1 MBit/s übertragen.

Erstmals vorgestellt wurde Bluetooth Low Energy im Oktober 2006 auf der Basis des Wibree Vorschlags. Wibree ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Nokia, Epson, Broadcom, CSR und Nordic. Im Juli 2007 wurde das Wibree-Forum von der Bluetooth Special Interest Group übernommen und der Standard zu Bluetooth Low Energy umbenannt.[4] Der Name „Wibree“ setzte sich aus „Wi“ als Abkürzung für Wireless und „Bree“ nach einem Ort aus der Fantasiesaga Herr der Ringe, an dem sich wichtige Wege kreuzen, zusammen. Die ursprünglich verwendete Bezeichnung Ultra Low Power wurde wegen der sprachlichen Assoziation Power = Stärke und im Hinblick auf die Forderung der Politik nach Geräten mit geringerem Energieverbrauch fallen gelassen.[5]

Geräte[Bearbeiten]

Das Betriebssystem Android unterstützt Bluetooth Low Energy ab der Version 4.3.[6] Apples Betriebssystem iOS unterstützt BLE seit Ausgabe 5[7] mit dem CoreBluetooth Framework, das im Oktober 2011 erschienen ist. BLE ist für das Nokia Lumia 520, 620, 625 und 720 mit der Lumia Amber-Software bereits verfügbar. Mit der Softwareaktualisierung auf Nokia Lumia Black wird die Bluetooth LE Funktion auf allen Nokia-Lumia-Smartphones mit Windows Phone 8 aktiviert. (Quelle: Nokia Homepage)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SIG INTRODUCES BLUETOOTH LOW ENERGY WIRELESS TECHNOLOGY, THE NEXT GENERATION OF BLUETOOTH WIRELESS TECHNOLOGY. In: SIG Press Releases. Bluetooth Special Interest Group (SIG), 17. Dezember 2009, abgerufen am 28. Januar 2010 (englisch).
  2. golem.de: Warum Bluetooth nicht gleich Bluetooth ist abgerufen am: 17. Januar 2014
  3. Bluetooth low energy (englisch)
  4. Electronics Weekly: Wibree becomes ULP Bluetooth (englisch), 12. Juli 2007
  5. Bluetooth low energy (englisch)
  6. Android 4.3 detailed in new leak, but updates are minimal (englisch) auf The Verge, zuletzt abgerufen am 19. Juli 2013
  7. iOS 5.0 (englisch) – Seite bei Apple (abgerufen am: 28. September 2013)
  8. iBeacons: Wireless Nahfeldkommunikation mit Potential zum Standard – Artikel bei Beyond-print.de, vom 25. September 2013 (abgerufen am: 28. September 2013)