Bob Schul

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Bob Schul (eigentlich Robert Keyser Schul, * 28. September 1933 in West Milton, Ohio) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Mittel- und Langstreckenläufer und Olympiasieger.

Schuls Erfolg war maßgeblich mit den Methoden seines Trainers Mihály Iglói verknüpft. Während eines Universitätsstudiums kam Schul mit dem Leistungssport in Berührung. Er konzentrierte sich auf den Meilenlauf und verbesserte sich schnell. Während dieses Trainings entwickelte er Interesse für den 3000-m-Hindernislauf, für den er sich infolge seines ausgezeichneten Bewegungsgefühls schnell die entsprechende Technik aneignete. Da jedoch das 3000-m-Hindernislaufen bei Universitätsstrecken selten vorkam, trainierte er regelmäßig auch für längere Strecken. 1959 unterbrach Schul sein Universitätsstudium und meldete sich zur Luftwaffe, wo die besten Möglichkeiten für ein Lauftraining bestanden. Lange Zeit war fraglich, ob Schul überhaupt Wettkampfsport betreiben könne, erkrankte er doch am Pfeiffer-Drüsenfieber, das einen dreimonatigen Aufenthalt im Krankenhaus der Luftwaffe erforderlich machte. Er kehrte an die University of Miami, Ohio, zurück, wo er sein Training nach Iglói durch Elemente von Arthur Lydiard erweiterte.[1]

1963 gewann er über 5000 m Bronze bei den Panamerikanischen Spielen. Im Jahr darauf errang er bei den Olympischen Spielen in Tokio seinen größten Erfolg: Über 5000 m siegte er in 13:48,8 min vor dem Deutschen Harald Norpoth (13:49,6) und seinem Landsmann Bill Dellinger (13:49,8).[2]

Nach seinem Olympiasieg wurde er 1965 amerikanischer Meister über drei Meilen, ehe er seine Karriere beendete, da er immer wieder Verletzungen hatte. Bei seinem Versuch, sich 1968 noch einmal für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, wurde er noch 5. bei den Olympic Trials in South Lake Tahoe.[3]

1971 war Schul für ein Jahr Nationaltrainer in Malaysia, bevor er in die USA zurückkehrte. 1978 wurde er Ausdauertrainer der Air Force. Schul selbst trainierte auch wieder und nahm an Alterklassenrennen erfolgreich teil (33:55 Min über 10.000 m und 76:00 im Halbmarathon als 50-Jähriger; 17:56 Min für 5.000 m mit 60). Schul arbeitete als Leichtathletiktrainer der Männer- und der Frauenmannschaft der Wright State University in Dayton, Ohio, von 1996 bis 2007.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arnd Krüger (1998).Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850 - 1997), in: N. GISSEL (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg: Czwalina, pp. 41 – 56.
  2. http://www.racingpast.ca/john_contents.php?id=176
  3. Fred Wilt (Hrsg.): How they train. Bd. 2. Long Distances. Palo Alto, CA: TAFNEWS Press 1973
  4. Bob Schul; Laura Rentz Krause (2000): In the long run. Dayton, Ohio Landfall Press.

Weblinks[Bearbeiten]