Bobbio

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Dieser Artikel behandelt den Ort in Italien. Für andere Bedeutungen siehe Bobbio (Begriffsklärung).
Bobbio
Wappen
Bobbio (Italien)
Bobbio
Staat: Italien
Region: Emilia-Romagna
Provinz: Piacenza (PC)
Lokale Bezeichnung: Bòbi
Koordinaten: 44° 46′ N, 9° 23′ O44.7666666666679.3833333333333272Koordinaten: 44° 46′ 0″ N, 9° 23′ 0″ O
Höhe: 272 m s.l.m.
Fläche: 106,5 km²
Einwohner: 3.710 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einw./km²
Stadtviertel Vedi elenco
Angrenzende Gemeinden Brallo di Pregola (PV), Coli, Corte Brugnatella, Menconico (PV), Pecorara, Piozzano, Romagnese (PV), Santa Margherita di Staffora (PV), Travo
Postleitzahl: 29022
Vorwahl: 0523
ISTAT-Nummer: 033005
Volksbezeichnung: Bobbiesi
Schutzpatron: Hl. Columban
Website: Bobbio
Steinbogenbrücke Ponte Gobbo über die Trebbia
Ponte Gobbo im Frühling 2009
Panorama von Bobbio
Sicht auf Bobbio vom nahegelegenen Monte Penice

Bobbio ist eine Gemeinde in der Provinz Piacenza in der Region Emilia-Romagna in Norditalien mit 3710 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012), aber auch eine Abtei (612) und eine Diözese (1014). Der Ort liegt im Tal der Trebbia südwestlich der Stadt Piacenza. Bobbio hieß früher Bobium oder Ebovium. Seit dem 23. Februar 1990 ist Bobbio Partnerstadt von Ybbs an der Donau.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Weiß ein durchgehendes rotes gemeines Kreuz im Schildoval, auf dessen Armen zwei weiße Tauben mit goldenen Schnäbeln und Füßen sich zuwenden. Über dem Wappen eine fünftürmige goldene Mauerkrone und am Schildfuß zwei Zweige mit dem Band in den Nationalfarben gebunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der irische Mönch Columban von Luxeuil (italienisch Colombano) gründete hier 612 eine Abtei, in der er am 21. November 615 auch starb. Das Kloster San Colombano wurde von den langobardischen Fürsten gefördert und war im Kampf gegen den Arianismus ein wichtiges Zentrum.

Die Malaspina besaßen das Lehen Pregola mit einem großräumigen Territorium im Tal der Trebbia, oberhalb von Bobbio. 1304 eroberte Corradino Malaspina, unterstützt vom Visconte Pallavicino und dem Abt von Bobbio, Guido, Bobbio und wandelte es in eine Herrschaft um. 1341 verleibten sich die Visconti aus Mailand Bobbio in ihren Besitz ein. 1361 müssen die Malaspina das Lehen an die Visconti abtreten, 1436 geht es auf die Dal Verme über.

Die Stadt Bobbio gehörte seit 1748 zu Savoyen. 1859 bis 1927 war die Stadt Hauptort des gleichnamigen Kreises in der Provinz Pavia.

Am 7. Juli 1944 eroberte der italienische Widerstand den Ort und beherrschte ihn, bis er von der deutschen Wehrmacht am 27. August desselben Jahres zerstört wurde.

Bauwerke[Bearbeiten]

Partnerschaftsstadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bobbio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.