Bochum-Laer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Bochum
Bochum-Laer
Stadtteil von Bochum
Lage von  im Mitte, Ost, Süd
Koordinaten 51° 28′ 18″ N, 7° 15′ 54″ O51.4716666666677.265115Koordinaten: 51° 28′ 18″ N, 7° 15′ 54″ O
Höhe 115 m ü. NN
Fläche 5,67 km²
Einwohner 6208 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 1095 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Aug. 1929
Postleitzahl 44803
Gliederung
Bezirk Mitte, Ost, Süd
Gemarkungen

Havkenscheid, Laer, Laerheide, Steinkuhl, Ümmingen

Quelle: [1][2]
Das alte Adelshaus Laer und das Opel Werk I

Laer [le:r] ist ein Stadtteil von Bochum. Er wurde bereits im Jahr 890 im ältesten Heberegister der Abtei Werden genannt und am 1. August 1929 nach Bochum eingemeindet.[3]

Der Name Laer leitet sich vom althochdeutschen Lahari ab, was Weideplatz bedeutet. Die heutige Schreibweise mit westfälischem Dehnungs-e wird ortsüblich nicht [la:r] sondern [le:r] ausgesprochen.[4] Die Einwohner von Laer bezeichnen sich selbst als Laersche.

Bochum-Laer ist sehr vom Opel-Werk I geprägt. Opel ist der Hauptarbeitgeber des Stadtteiles. Laer wird von allen sozialen Milieus bewohnt und die ethnische Diversifikation ist sehr hoch. Von der sich verschlechternden Arbeitsmarktlage in Bochum und im ganzen Ruhrgebiet ist Laer ebenfalls betroffen, so dass von einem sinkenden Kaufkraftindex der Einwohner auszugehen ist, der sich auch im Wirtschaftsleben widerspiegelt.

Der Stadtteil Laer weist eine ziemlich ausgeglichene Bebauung auf. Die älteren Bauten bestehen aus Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Ab den 1970er-/1980er-Jahren wurden im Rahmen eine Stadtteilsanierung neue Mehrfamilienhäuser, teilweise als Hochhäuser, gebaut. In den vergangenen Jahren kam es vermehrt zu einer Nachverdichtung aufgrund der Bebauung von noch vorhandenen Baulücken.

Laer besitzt eine evangelische und eine katholische Kirche. Die katholische Fronleichnamkirche gehört nach einer Strukturreform im Bistum Essen seit August 2008 zu den sogenannten weiteren Kirchen und wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt.

Folgende Teile des folgenden Satzes scheinen seit 2013 nicht mehr aktuell zu sein: Abriss erfolgt?
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2013

Die evangelische Kirche soll im Jahr 2013 abgerissen werden.[5] Weiterhin existieren zwei Kindergärten und eine Grundschule. Es gibt die Freiwillige Feuerwehr, einen Jugendtreff, eine Schrebergartenanlage, den Fußballverein (LFC Laer), einen Tischtennisverein (TTC Bochum-Laer 1954) und einen kleinen Marktplatz (Lahariplatz).

Laer ist gut durch den Öffentlichen Personennahverkehr erschlossen. Zwei Straßenbahnlinien (302, 310) sowie zwei Kraftomnibuslinien (345, 372) binden den Stadtteil an die Innenstadt sowie benachbarte Stadtteile an. Direkte Verbindungen bestehen zum Bochumer Hauptbahnhof und zur Ruhr-Universität. Auch Nebenstadtteile wie Langendreer, Querenburg, Altenbochum und Bochum-Werne sind gut zu erreichen. Laer ist durch die Eisenbahn ebenfalls erschlossen. Es existiert eine Anschlussstrecke, welche das Opelwerk an den Rangierbahnhof Langendreer anbindet. Sie ist der letzte sich in Betrieb befindliche Teil der ehemaligen Güterverbindungsbahn von Bochum-Dahlhausen über Weitmar nach Langendreer.

Von historischer Bedeutung ist Haus Laer, eine Wasserburg aus dem Jahre 940. Das Rittergut kann besichtigt und für Feste und Veranstaltungen gemietet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2006 (pdf)
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum
  3.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 255.
  4. Artikel zum Haus Laer im 7. Bochumer Heimatbuch auf der Internetseite der Stadt Bochum
  5. derwesten.de