Bodendipol

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Ein Bodendipol ist eine spezielle Form einer Dipolantenne für die Übertragung von Funksignalen besonders auf extrem niedrigen Frequenzen, den Längstwellen oder noch tiefer (Extremely Low Frequency).

Ein Bodendipol besteht aus einer in der Mitte gespeisten elektrischen Leitung, deren Enden in möglichst großer gegenseitiger Entfernung möglichst niederohmig geerdet sind.

Bodendipole haben einen sehr geringen Wirkungsgrad (unter 1 %) und werden als Sendeantenne in der professionellen Nachrichtentechnik nur dann verwendet, wenn herkömmliche Antennen aus wirtschaftlichen und technischen Gründen nicht realisiert werden können, da sich Antennengrößen normalerweise aus der Wellenlänge ergeben und diese bei extremen Längstwellen im Kilometerbereich (bis weit über 1000 km) liegt.

Durch Abschluss eines Endes mit einem Erdungswiderstand und Verschieben des Einspeisepunkts erhält der Bodendipol eine Vorzugsorientierung. Die Anordnung heißt Beverage-Antenne. Diese Langdrahtantenne ist aber nur für eher höhere Frequenzen möglich, z.B. 160-m-Band und kleinere Wellenlängen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Klawitter: Antennenratgeber Empfangsantennen für alle Wellenbereiche. 6. Auflage. Verlag für Technik und Handwerk, Baden-Baden 2005, ISBN 3-88180-613-X.