Bodengruppe

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Dieser Artikel erläutert die Bodengruppe im Kraftfahrzeugbau; für die Einteilung von Böden in Gruppen siehe DIN 18196.
Bodengruppe eines Ford Focus 2011 von unten

Die Bodengruppe ist der untere Teil einer selbsttragenden Karosserie. Sie trägt die Fixationspunkte für die Achsen respektive der Fahrwerkskomponenten, die Auspuffanlage und den Antriebsstrang.

Das Äquivalent zu einer Bodengruppe bei einer nicht selbsttragenden Karosserie nennt man Fahrgestell, Chassis oder Rahmen.

Es gibt daneben Sonderfälle, wie z. B. den VW Käfer. Hier war bei den Modellen mit kurzem Vorderwagen (1200, 1300 und 1500) der Aufbau mit der Bodengruppe nur verschraubt und hatte keine tragende Funktion. Dies nutzten zahlreiche Unternehmen, um darauf eigene Aufbauten aus Stahlblech, Holz oder Glasfaserverstärktem Kunststoff zu montieren. Die sogenannten „Superbeetle“, Käfer mit langem Vorderwagen (1302 und 1303), hatten eine mittragende Karosserie. Hier stützte sich die McPherson-Federbein Vorderachse oben an der Karosserie ab.

Es gibt einen fließenden Übergang, in welchem Maß sich zwei oder mehr Autos gleichen oder auf gleiche Komponenten zurückgreifen. Typische Stufen sind:

  • Baugleichheit – Markenlogo, Kühlergrill und ggf. Scheinwerfer sind unterschiedlich (siehe Badge-Engineering)
  • Gleiche Bodengruppe – der untere Teil der selbsttragenden Karosserie ist gleich.
  • Gleiche Plattform – Unterschiedliche Karosserien mit gleichen Fixationspunkten, so dass Radaufhängung, Motor, Getriebe etc. ausgetauscht werden können (siehe Plattform (Automobil)).

[Bearbeiten] Literatur

  • Max Bohner, Richard Fischer, Rolf Gscheidle: Fachkunde Kraftfahrzeugtechnik. 27.Auflage, Verlag Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten, 2001, ISBN 3-8085-2067-1
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