Bodo Schäfer

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Bodo Schäfer (* 10. September 1960 in Köln) ist Motivationstrainer und Autor diverser Bücher.

Leben[Bearbeiten]

Bodo Schäfer riss nach eigener Darstellung mit 16 Jahren von zu Hause aus und wanderte in die USA aus. In Kalifornien hat er nach eigenen Angaben die Highschool besucht und an der University of San Francisco und Köln Rechtswissenschaft studiert. Später sei er nach Mexiko-Stadt gewechselt, jedoch habe er das Studium ohne Abschluss abgebrochen. Er betrieb in Mexiko, Guadalajara, nach eigenen Angaben eine kleine Handelsfirma, die bald insolvent geworden sei. Mit 26 Jahren habe er vor dem Ruin gestanden. Mit Hilfe eines Coaches habe er dann eine persönliche Strategie gefunden, die ihn innerhalb von vier Jahren nicht nur aus den Schulden, sondern sogar zu Wohlstand geführt habe, wobei es zu Schäfers finanzieller Situation und seiner Tätigkeit zu diesem Zeitabschnitt keine nachprüfbaren Fakten gibt.

Bodo Schäfer war zweimal verheiratet, aus den Ehen gingen drei Kinder hervor.

Schäfers Theorien[Bearbeiten]

Nach den Büchern von Bodo Schäfer ist jeder für den Grad des Glücks und Wohlstands in seinem Leben selbst verantwortlich. Diese Selbstverantwortung beginnt mit der Art und Weise, wie man über sich und die Welt denkt. In seinen Büchern will Schäfer die Art und Weise vermitteln, wie viele erfolgreiche Menschen denken. Dabei bezieht er sich auf eine lange Tradition von Autoren wie Seneca, Benjamin Franklin, Dale Carnegie, Anthony Robbins, Robert T. Kiyosaki, Deepak Chopra und vielen anderen. Um über Dinge anders zu denken, müsse man oft seine Glaubenssätze ändern - hier baut Bodo Schäfer auf die Neurolinguistische Programmierung auf.

Schäfer betont in seinen Büchern auch die Bedeutung, seinen Wohlstand für Bedürftige einzusetzen. Im Jahr 2000 hat er die Stiftung Kinder - unsere Zukunft gegründet.[1] Der Sitz der Stiftung ist in Bergisch Gladbach, ein Vorstand der Stiftung ist Bodo Schäfer selbst.

Tätigkeit als Redner und Unternehmer[Bearbeiten]

Schäfer begann Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts in Deutschland Vortragsreihen zu halten und Bücher zu schreiben. Mitte 2002 beendete Bodo Schäfer nach eigenen Angaben seine Tätigkeit als Vortragsredner zum Thema finanzielle Freiheit in Deutschland und verlegte diese Aktivität nach Osteuropa, wo er u.a. in Moskau und Riga Vorträge hielt.

Von 1989 bis Dezember 1992 arbeitete er nach Angaben des ARD-Magazins Plusminus als Versicherungsvertreter der Hamburg Mannheimer-Versicherung.[2] Danach gründete er die Schäfer Finanz Coaching GmbH, die unter der späteren Firmierung FCM Finanz Coaching GmbH[3] bis zum Februar 2000 bestand.[4] Mitte 2000 folgte als nächste Gründung die fin.wis.media GmbH, seit April 2001 firmierend unter AHEAD Products GmbH, mit Schäfer als Alleingeschäftsführer.[5]

Die ebenfalls von Schäfer im Jahr 2000 gegründete Firma AHEAD Seminare & Coaching GmbH wurde 2007 aufgelöst, das Restvermögen vom Liquidator unter den Gläubigern verteilt.[6] 2006 kam als Gründung (zusammen mit Bernd Reintgen) der Finanzvertrieb Reintgen & Schäfer invest GmbH hinzu.[7]

Kritik[Bearbeiten]

Kritiker werfen ihm Bauernfängerei vor und behaupten, seine Biographie sei großenteils erfunden und von Unternehmensführung bzw. dem Aktienmarkt verstünde er nichts. So verkaufte er seine Firma Schäfer-Finanzcoaching GmbH im Jahre 2000 für 250.000 DM an einen Mitarbeiter. Kurz nach dem Verkauf kam es zur Insolvenz der Schäfer-Finanzcoaching GmbH, wobei das Unternehmen zum Zeitpunkt der Insolvenz 1,7 Millionen DM Schulden aufwies.[8] Kritisch wurde auch sein Auftritt in einer deutschen Fernsehsendung verfolgt, bei der er den britischen Nebenwert yellowbubble.com empfahl.[9] Nicht nur, dass diese Aktie binnen kurzer Zeit fast völlig an Wert verlor und das Unternehmen sogar später Insolvenz anmeldete, sondern es wurde auch bekannt, dass Bodo Schäfer vor dieser Empfehlung geschäftlich mit diesem Unternehmen in Kontakt stand.

Zudem wird von dem ARD-Magazin Plusminus aufgeführt, dass die Behauptungen von Bodo Schäfer, er habe mit dem amerikanischen Ölmilliardär Daniel S. Peña eine Beratungsfirma gegründet, falsch seien. Schäfer habe im August 1996 lediglich sieben Wochen als dessen Übersetzer gearbeitet und sei danach von Pena entlassen worden.[10] [11]

2008 erregte eine Spam-Mail-Aktion Aufsehen im Netz, in der offensiv für eines seiner Produkte geworben wurde,[12] die er aber angeblich nicht veranlasst haben soll. Dennoch überzeugte die Argumentation nicht.[13]

Werke[Bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Uwe Kanning: Wie Sie garantiert nicht erfolgreich werden! Dem Phänomen der Erfolgsgurus auf der Spur. Lengerich: Pabst, 2007, ISBN 978-3-89967-388-3
  • Bärbel Schwertfeger: Dubioser Konkurs - Die Bodo Schäfer Finanz Coaching GmbH ist pleite, doch der Geldguru will unschuldig sein. In: Wirtschaftswoche Nr. 24 / 8. Juni 2000, S. 88-90.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stiftungsverzeichnis des Landes NRW, Ordnungsnummer 99/18
  2. Bärbel Schwertfeger: Die Bluff-Gesellschaft.: Ein Streifzug durch die Welt der Karriere. Wiley, Weinheim 2002, S. 121.
  3. Amtsgericht Köln, HRB 27285-3. April 1996
  4. Amtsgericht Köln, HRB 27285-23. Februar 2000
  5. Amtsgericht Köln, HRB 35130-23. März 2006
  6. Amtsgericht Köln, HRB 34611-29. Januar 2007.
  7. Amtsgericht Köln, HRB 47303- 27. Juni 2006
  8. Andreas Haslauer: Seminare: Geld-Guru in Nöten. In: Focus 23/2000. 31. Mai 2000. Abgerufen am 9. September 2011.
  9. Frank Gerbert: Modernes Leben: Krise? Einfach mehr verdienen!. In: Focus 34/2002, 19. August 2002. Abgerufen am 9. September 2011.
  10. Auszüge des Textes der Sendung, ARD, Plusminus, Juni 2000.
  11. Vgl. Bärbel Schwertfeger: Die Bluff-Gesellschaft.: Ein Streifzug durch die Welt der Karriere. Wiley, Weinheim 2002, S. 123.
  12. Thomas Kilian: Bodo Schäfer spammt sich zur Million. Auf: Neukunden-Magnet. 29. August 2008. Abgerufen am 10. September 2011.
  13. Thomas Kilian: Money Coach Bodo Schäfer zeigt reichen Humor. Auf: Neukunden-Magnet. 23. November 2008. Abgerufen am 10. September 2011.

Weblinks[Bearbeiten]