Bogø

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bogø
Ganggrab Hulehøj im Østerskov auf Bogø
Ganggrab Hulehøj im Østerskov auf Bogø
Gewässer Ostsee
Inselgruppe Storstrømmen
Geographische Lage 54° 56′ 0″ N, 12° 2′ 0″ O54.93333333333312.03333333333332Koordinaten: 54° 56′ 0″ N, 12° 2′ 0″ O
Bogø (Sjælland)
Bogø
Länge 7 km
Breite 3 km
Fläche 13,07 km²
Höchste Erhebung 32 m
Einwohner 1109 (1. Januar 2014[1])
85 Einw./km²
Hauptort Bogø By
Der kleine Hafen auf der Nordseite von Bogø
Der kleine Hafen auf der Nordseite von Bogø

Bogø ist eine dänische Insel in der Ostsee. Sie liegt zwischen Falster und Seeland westlich von Møn. Die Insel ist ungefähr sieben km lang, drei km breit und hat eine Fläche von 13,07 km²[2]. Die maximale Höhe über dem Meeresspiegel beträgt 32 m. Die Bevölkerung beträgt 1109 Menschen (1. Januar 2014)[1], wovon 878 in Bogø By leben. Bogø bildet eine eigene Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) Bogø Sogn, die bis 1970 zur Harde Mønbo Herred im damaligen Præstø Amt gehörte, danach zur Møn Kommune im damaligen Storstrøms Amt, die mit der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der Vordingborg Kommune in der Region Sjælland aufgegangen ist.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die hügelige Insel hat eine mannigfaltige Landschaft einschließlich bewaldeter Bereiche, traditioneller Dörfer und Ferienhaussiedlungen. Sie war lange Zeit Krongut, wurde aber im Jahre 1769 zum Verkauf angeboten und von den Inselbewohnern für 18.456 Reichstaler erworben. Um den Kaufpreis aufbringen zu können, rodeten die Inselbewohner den Vesterskov, der nun wieder als Schonung existiert.

Verkehr[Bearbeiten]

Blick von Bogø nach Møn

Westlich von Bogø liegt die kleinere über einem Damm verbundene Insel Farø (Schafsinsel), auf der ein Anschluss an die Autobahn E47/55 von Kopenhagen zu den Inseln Lolland und Falster besteht. Bogø ist seit 1943 im Osten über einen Damm mit Møn verbunden. Als der schwedische König Karl X. Gustav im Jahre 1659 Møn angriff, watete er noch durch das flache Wasser zwischen den Inseln. Heute erinnert ein Gedenkstein daran. Die Verbindungsstrasse zwischen der Autobahn im Westen und Møn im Osten erschließt die Insel. Im Süden liegt ein Hafen mit einer Autofähre, die während der Sommermonate nach Stubbekøbing auf Falster fährt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Windmühle von Bogø
Die Museumsfähre Ida nach Falster
  • Insgesamt sind 119 Großsteingräber aus der Jungsteinzeit auf den nur 231 km² großen Inseln Møn und Bogø bekannt. 38 davon wurden bewahrt und geschützt. 21 sind Ganggräber der Trichterbecherkultur (TBK) die zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstanden. Im Nordosten der Insel, im Østerskov (Wald) liegt der Hulehøj, ein restauriertes Ganggrab. Seine Kammer ist 6,3 m lang. Der Zugang erfolgte über einen 5,5 m langen Gang. Im Wald liegen nahe der Küste zudem noch fünf Langdolmen. Ein weiterer 25 m langer mit zwei Kammern, liegt im Ellenæs Hage nördlich der Kirche. Nördlich von Vestenskov liegt ein 90 m langer und 22 m breiter Langdysse mit ebenfalls zwei Kammern.
  • In der Inselmitte steht auf dem höchsten Punkt Bogø Mølle, eine Windmühle die wiederhergestellt wurde, um als Museum zu dienen.
  • Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die historische Autofähre, die zwischen Bogø und Stubbekøbing pendelt. Die „Ida“ erinnert mit ihren gelben Holzaufbauten an die Zeit vor der Errichtung der Autobahnbrücke, die nun den Fernverkehr über die Nachbarinsel Farø führt. In unregelmäßigen Abständen finden auf der „Ida“ auch Festfahrten statt.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer (dänisch)
  2. Danmarks Statistik: Statistical Yearbook 2009 - Geography and climate, Table 3 Area and population. Regions and inhabited islands (englisch; PDF; 39 kB)
  3. http://www.daenemark-moen.de/Insel_Bogo/Museumsfahre_Ida/museumsfahre_ida.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bogø – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien