Bogdan Denitch

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Bogdan Denitch (amerikanisierte Schreibweise, eigentlich Bogdan Denis Denić, * 1929 in Sofia als Sohn eines jugoslawischen Diplomaten) ist ein US-amerikanischer Soziologe.

Leben[Bearbeiten]

Bogdan Denitch ist emeritierter Professor für Soziologie an der City University of New York. Er engagierte sich politisch unter anderem bei den Democratic Socialists of America, deren Ehrenvorsitzender er heute ist. Seit 1980 veranstaltet er jährlich die Socialist Scholars Conference in New York City. 1991 gründete er die NGO Transitions to Democracy (T.o.D.), die sich in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens für Menschenrechte und gegen Nationalismus einsetzt. Seit 1991 veranstaltet er eine jährliche Konferenz namens School on Democracy and Social Justice für Menschenrechtsaktivisten aus diesen Staaten. Bogdan Denitch gehört dem Herausgebergremium der Zeitschrift Dissent an.

Im Jahre 1999 befürwortete er ein militärisches Eingreifen der NATO im Kosovo-Krieg - allerdings nicht in Form von Luftangriffen, stattdessen forderte er den Einsatz von Bodentruppen -, da er der Darstellung der NATO Glauben schenkte, wonach es schon vor dem Beginn der Intervention zu einem Völkermord an Albanern durch serbische Truppen gekommen sei (Hufeisenplan).

Bogdan Denitch lebte seit den 1950er Jahren in New York. Heute verbringt er die Hälfte des Jahres dort, die andere Hälfte ist er auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien unterwegs. Denitch unterhält einen Wohnsitz auf der Insel Brač.

Werke[Bearbeiten]

  • Die Bedeutung der jugoslawischen Selbstverwaltung, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 1973, S. 335-346 (auch online; PDF; 129 kB)
  • The legitimation of a revolution. The Yugoslav case, 1976
  • Society and social change in Eastern Europe, 1978
  • Legitimation of regimes. International frameworks for analysis, 1979
  • The end of the Cold War. European unity, socialism, and the shift in global power, 1990
  • Limits and possibilities. The crisis of Yugoslav socialism and state socialist systems, 1990
  • After the flood : world politics and democracy in the wake of Communism, 1992
  • Lernen aus Jugoslawiens Tod. Nationalismus und Demokratie, in: Prokla, Jg. 23.1993, S. 369-385
  • Ethnic nationalism : the tragic death of Yugoslavia, 1994, 2. Aufl. 1996
  • Changing Identities: A Story of Democratic Leftism in Two Countries (Autobiographie, in Vorbereitung)

Weblinks[Bearbeiten]