Bogen (Waffe)

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Ein Skythe spannt seinen Bogen
Recurve

Der Bogen ist eine Abschussvorrichtung für Pfeile. Seit der jüngeren Altsteinzeit (30.000–10.000 v. Chr.) nutzen Menschen Pfeil und Bogen für die Jagd und auch für kriegerische Auseinandersetzungen. Heute dient der Bogen primär als Sportgerät und gilt nach dem deutschen Waffengesetz nicht als Waffe. Die Bogenjagd auf Schalenwild und das Bogenfischen sind in der Bundesrepublik Deutschland verboten.

Bögen werden traditionell aus Holz, Horn und Tiersehnen gefertigt; ein hochwertiger Kompositbogen erforderte einen aufwendigen mehrmonatigen Herstellungsprozess. Die Kunst des Bogenbaus wird bis zum heutigen Tage ständig verfeinert. Moderne Faserverbundwerkstoffe ermöglichten die Entwicklung des Compoundbogens. Das meist bunte mit allerlei Federn versehene oder auch selbstgebastelte Kinderspielzeug Pfeil und Bogen wird umgangssprachlich auch als Pfeilbogen, Flitzbogen oder Flitzebogen bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufbau und Funktionsprinzip

Ein Bogen besteht stets aus einem elastischen, stabähnlichen Gegenstand, dem eigentlichen Bogen, dessen Enden durch eine Schnur, der Bogensehne, verbunden werden. Der Bogen selbst kann in 5 Abschnitte gegliedert werden: einem meist starren Mittelstück, das als Griff für den Bogenschützen dient, zwei daran anschließende flexible Wurfarme und den beiden abschließenden Bogenenden, an denen die Bogensehne befestigt wird. Beim Einhängen der Bogensehne müssen die Wurfarme gekrümmt werden, dies sorgt für die Vorspannung des Bogens. Beim Ausziehen der Bogensehne, dem Spannen, werden die Wurfarme stärker gekrümmt und speichern Energie. Diese sorgt beim Loslassen der Sehne für die Beschleunigung eines eingelegten Pfeils. Das Prinzip ist mit dem einer Sprungfeder vergleichbar.

Die zum Spannen nötige Kraft wird als Zuggewicht bezeichnet und aus historischen Gründen häufig in englischen Pfund angegeben. Das maximal mögliche Zuggewicht eines Bogens wird maßgeblich durch die Steifheit der Wurfarme vorgegeben. Sie kann mehr als 100 Pfund betragen, was einer Kraft von 444 N entspricht. Für resultierende Endgeschwindigkeit eines Pfeiles ist zusätzlich der Wirkungsgrad, d. h. der Grad mit dem der Bogen die gespeicherte Verformungsenergie in kinetische Energie umwandeln kann, entscheidend. Nicht nutzbare Energie verpufft in der nötigen Beschleunigung der Wurfarme selbst.

Die gängigste Form des Bogens ist der Rechtshandbogen. Dies bedeutet, dass der Schütze den Bogen mit der linken Hand hält und die Bogensehne mit der rechten Hand spannt. Man bezeichnet den Schützen auch als Rechtshandschützen. Bei einem Linkshandbogen bzw. Linkshandschützen kehren sich die Verhältnisse um. Die Wahl des Bogens wird aber keineswegs nur durch die Händigkeit des Schützen bestimmt, sondern auch durch dessen Augendominanz. Die Sehne mit dem Pfeil wird zu dem dominanten Auge geführt, weil dieses das Zielen übernimmt.

[Bearbeiten] Geschichte des Bogens

[Bearbeiten] Bogen der Urgeschichte

Der älteste als Bogen interpretierte archäologische Fund stammt aus Mannheim-Vogelstang. Das rund 40 Zentimeter lange Fragment eines ca. 110 cm langen Kiefernholz-Bogens (Pinus sylvestris) wurde mittels der Radiokohlenstoffmethode auf ein Alter von 14.680±70 BP datiert, das entspricht 17.600 Kalenderjahren vor heute (Kalibrierung mit CalPal). Der Fund (sofern man ihn als Bogen akzeptiert) kann beweisen, dass diese Jagdwaffen bereits in der Zeit des Magdalénien erfunden waren.[1] Veränderungsspuren an der Holzoberfläche legen eine Interpretation als Bogen nahe. So besitzt eine Seite des Fragments eine geglättete Oberfläche gegenüber einer unveränderten sowie die Korrektur einer Abweichung an einer Seite, ferner eine Kerbe, in der eine Sehne hätte befestigt werden können. Die Leistung wird auf etwa 25-30 englische Pfund geschätzt mit Reichweiten von bis zu 80 Metern.

Als älteste Bogendarstellung gilt eine gravierte Kalksteinplatte aus der Grotte des Fadets, Departement Vienne, Frankreich aus dem späten Magdalénien.[2][3] Die Ritzung auf der Platte ist jedoch nicht so eindeutig, dass die Interpretation als gesichert gelten könnte.

Feuersteinspitzen für Bogenpfeile gibt es evtl. bereits seit dem Solutréen.[4][5] Alternativ kämen hier Speerspitzen für Speerschleudern in Frage. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es sie in Form der sogenannten Federmesser bei den Federmesser-Gruppen während der ersten Wiederbewaldung am Ende der Weichsel-Eiszeit. Die ältesten archäologischen Bodenfunde und damit zweifelsfreien Belege für den Bogengebrauch stellen Pfeile aus dem Stellmoor dar (Ahrensburger Kultur, etwa 10.000 v. Chr.).[6] Vom Ausgräber Alfred Rust wurden zwei ebenfalls dort gefundene Kiefernholzfragmente als Teile von Stabbögen interpretiert.[7] Rust schreibt, dass es sich um Kernholz relativ dicker Stämme handelt, dieses aber außen zur Splintholzzone hin liegt. Die Jahrringe beider Stücke liegen etwa 3mm auseinander. Die Interpretation als Bogenfragmente bleibt unsicher, zumal die Stücke inzwischen verschollen sind. Rekonstruktionen mit Druckholz der nordischen Kiefer beweisen die Schussfähigkeit einer solchen Waffe, obwohl Kiefer gemeinhin nicht als gutes Bogenholz bekannt ist.[8] Eine alternative Deutung der Verwendung von Kiefernholz bestünde z.B. mit Bootsspanten oder Schlittenteilen.[9]

Weitere Bogenfunde stammen aus dem Mesolithikum, zum Beispiel aus Holmegård auf Seeland in Dänemark. Sie waren aus Ulmen- und Eschenholz, später vor allem aus Eibenholz gefertigt. Da mindestens fünf der skandinavischen Bögen sehr ähnlich konstruiert und dimensioniert sind, wird diese Form des Flachbogens mit D-förmigem Querschnitt zuweilen als mesolithischer Standardtyp angesehen.[10]

  • Holmegård IV, Seeland (Kongemose-Kultur, ca. 6.000 v. Chr.): Dabei handelt es sich um zwei Flachbögen aus Ulmenstämmchen (Ulmus glabra), wovon einer vollständig und einer etwa zur Hälfte erhalten ist.[11] Die Innenseiten der Bögen sind flach, die Außenseiten gerundet. Die Griffpartien sind deutlich eingezogen. Die Originallängen betragen 154cm beim vollständigen Exemplar und werden bei dem halb erhaltenen auf 184cm geschätzt.
  • Ageröd V, Südschweden (im Atlantikum, 14C-Datierung 6.860-6.540 BP): Ein Flachbogen aus Ulme (Ulmus sp.), ca. 170cm lang; ein Flachbogen aus Eberesche bzw. Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia), fragmentarisch noch 61,7cm erhalten; ein Stabbogen.[12] Nach Bergman sei der Stabbogen weniger effizient und seiner Spekulation nach mög-licherweise von Jugendlichen gebaut worden.[13]
  • Ringkloster, Dänemark: Bogen aus der Ertebølle-Kultur, Datierung 5.400-3.550 v. Chr.
  • Tybrind Vig, Dänemark: Bogen aus Ulme (Ulmus sp.), ca. 160cm lang, Ertebølle-Kultur, Datierung 4.600-3.200 v. Chr.[14]

Der Flachbogen mit D-förmigem Querschnitt war bis in die Bronzezeit geläufig. Daneben gab es Fallenbogen aus dem Vis-Moor in Nordrussland. Es handelt sich um insgesamt 31 Bögen aus Nadelhölzern, die in fest installierten Bogenfallen eingesetzt wurden. Die Radiokohlenstoffdatierung beträgt ca. 6000 v. Chr.[15][16]

Bogen mit hohen Querschnitten prägten die Jungsteinzeit Mitteleuropas.[17][18] Trotz der bäuerlichen Wirtschaftsweise behielten Pfeil und Bogen stets eine Bedeutung als Statussymbole des Mannes, wie Grabbeigaben der Linienbandkeramik und der Glockenbecherkultur zeigen, dort in Form von Armschutzplatten und Pfeilspitzen aus Feuerstein. In das Spätneolithikum datieren die Gletschermumie Ötzi mit kompletter Bogenausrüstung sowie die Funde vom Schnidejoch.

Der Kurzbogen entwickelte sich wahrscheinlich mit und in den Steppenreiterkulturen. Auf antiken Darstellungen sowie in den Kurganen finden sich erste Belege. Aufgrund der im Vergleich zum Langbogen ungünstigeren mechanischen Verhältnisse entwickelten sich zurückgebogene Bogenenden (Recurves) und Sehnen-/Hornverstärkungen (Kompositbogen).

[Bearbeiten] Geschichte des Langbogens

Der klassische Langbogen entwickelte sich im europäischen Hoch- bzw. Spätmittelalter zum englischen Langbogen (engl. Longbow) mit sehr hohen Zuggewichten weiter. Diese Entwicklung ist die Antwort auf die besonders im Hochmittelalter vorkommenden Panzerreiter (siehe Ritter). So konnte ein Pfeil, der von einem Langbogenschützen abgeschossen wurde, mühelos einen damals gebräuchlichen Kettenpanzer und unter günstigen Bedingungen sogar die als Reaktion entwickelten Plattenpanzer durchschlagen. Auch die Pferde der Ritter mussten nun, soweit überhaupt möglich, vor Waffenwirkung beschützt werden. Allerdings mussten entsprechend große Kräfte zum Spannen des Bogens ausgeübt werden. Die hohe Effektivität dieser Bögen war einer der militärischen Gründe für den Niedergang des Rittertums. Heranreitende Kavallerie hatte nur selten die Möglichkeit, die Bogenschützen mit ihren Nahkampfwaffen anzugreifen.

Im Mittelalter waren im Westen vor allem Waliser und Engländer, im Osten besonders die Türken und Mongolen gefürchtete Bogenschützen. Mehrere Schlachten im Hundertjährigen Krieg gewannen die Engländer aufgrund ihrer überlegenen Bogenstreitmacht. Um den in diesem Krieg entstandenen Bedarf an Eibenholz zur Bogenherstellung decken zu können, wurde nicht zuletzt auch Holz aus deutschen Wäldern verwendet.

Im Gegensatz zur Jagd wurde mit den damaligen Kriegsbögen nicht gezielt, sondern auf die Salvenwirkung gesetzt. Durch die große Anzahl an Schützen und dementsprechend vielen gleichzeitig niedergehenden Pfeilen war die Trefferwahrscheinlichkeit trotzdem recht hoch. Kriegsbögen hatten ein hohes Zuggewicht, typischerweise mehr als 100 Pfund. Das entspricht einer Kraft von 490 N oder ca. 50 kg. In alten Chroniken wird berichtet, dass die Pfeile „dicht wie Schnee“ auf den Gegner niedergingen.

Zwar hatte schon Wilhelm der Eroberer in der Schlacht von Hastings eine große Truppe von französischen Bogenschützen gegen die Truppen von König Harald eingesetzt, aber sie waren ebenso wie die weniger zahlreichen englischen Bogenschützen nur mit relativ kurzen Bögen ausgerüstet.

Bereits im 11. Jahrhundert wird von walisischen Bogenschützen berichtet, deren Pfeile ca. 10 cm dicke Eichentore durchschlugen. In den Dienst des englischen Königs Eduard I. wurde der Langbogen nach der Unterwerfung der Waliser im späten 13. Jahrhundert übernommen. Zunächst wurden walisische Bogenschützen eingesetzt, später wurden auch englische Langbogenschützen ausgebildet. Ende des 13. Jahrhunderts entwickelte sich der englische Typ mit tiefem D-förmigem Querschnitt, der in Westeuropa zur effektivsten Fernkampfwaffe wurde, die von einem einzigen Menschen bedient werden konnte. Der militärische Einsatz des Langbogens wurde im europäischen Mittelalter zuerst in England realisiert.

Um mit einem Langbogen eine solche Wirkung zu entfalten, war jahrelange Übung notwendig. Im mittelalterlichen England wurden daher Gesetze erlassen, die die männliche Bevölkerung dazu verpflichteten, sich im Umgang mit dem Langbogen zu üben. Zudem mussten englische Väter ihre Söhne mit einem Langbogen ausrüsten, wenn diese ein bestimmtes Alter erreicht hatten. Bei Skelettfunden, die man englischen Langbogenschützen zuordnen konnte (Mary Rose), wurden auf starke mechanische Belastung hinweisende Umbildungen von Arm- und Wirbelknochen festgestellt.

Moderne Versuche haben ergeben, dass ein von einem Langbogen abgeschossener Pfeil unter Idealbedingungen die Brustplatte einer Plattenrüstung durchschlagen konnte.

Zur Herstellung von Langbögen verwendeten die Engländer vorwiegend Eibenholz, da dieses die Eigenschaften besitzt, die hohen auftretenden Zug- und Stauchkräfte aufzunehmen. Diese Eigenschaften ermöglichten die Entwicklung zum leistungsstarken Stabbogen, der im Gegensatz zum Flachbogen auf weite Distanzen einzusetzen ist. Die walisischen Bogenschützen schossen auch mit Ulmenbögen. Noch heute ist die Eibe streng geschützt, weil dem damaligen Bedarf an Eibenholz fast die gesamten Bestände des Alpenraums und der Pyrenäen zum Opfer gefallen waren.

Die meisten englischen Langbögen reichten dem Schützen im ungespannten Zustand mindestens bis auf Augenhöhe.

Bekanntester literarischer (Rechtshand-) Schütze mit dem Langbogen: Robin Hood – Filmplakat zum Film von 1922

In anderen europäischen Reichen wurde der Nutzen dieser Waffe ebenfalls erkannt, sodass der Langbogen auch außerhalb Englands Verbreitung fand, wo er aber aufgrund der Konkurrenz durch andere Fernwaffen, vor allem die gegen Ende des Mittelalters aufkommenden Feuerwaffen, nicht die gleiche Rolle spielte wie in England.

In den Schlachten des Spätmittelalters bewährte sich der Langbogen vielfach. Geriet gegnerische Reiterei unter die wenig bis gar nicht gepanzerten Bogenschützen, hatten diese allerdings meist nur ein leichtes Schwert oder auch nur einen Dolch oder ein Messer zur Verteidigung. Solche Kämpfe endeten meist in einer Katastrophe für die Bogenschützen, die aufgrund ihrer langen Ausbildung nur schwer zu ersetzen waren. Deshalb bezogen die englischen Langbogenschützen meist Deckung hinter spitzen Holzpfählen, die in die Erde gerammt waren. Davor postierten sich schwer gepanzerte Ritter, die zu Fuß kämpften und mit ihren Lanzen gegnerische Truppen auf Distanz halten sollten.

Der Sage nach wurden im Hundertjährigen Krieg englischen Bogenschützen, die in Gefangenschaft gerieten, der rechte Zeige- und Mittelfinger abgehackt, mit denen die Sehne gezogen wurde. Verschiedene Gesten (Fuck off-V, Victory-Zeichen, crossed fingers) werden auf diese Sage zurückgeführt. Da für die nichtadeligen Bogenschützen aber kein Lösegeld wie für gefangene Ritter zu erwarten war, ist es wahrscheinlicher, dass gefangene Bogenschützen einfach getötet wurden.

Noch im Jahre 1590 verteidigte der englische Adlige Sir John Smythe den Nutzen des Langbogens gegenüber den damals gebräuchlichen Arkebusen und Musketen. Smythe wies darauf hin, dass ein Bogen im Gegensatz zu einer Feuerwaffe über keinen Mechanismus verfügt, der versagen könnte. Zudem hob er die deutlich höhere Feuerrate des Bogens im Vergleich zu Feuerwaffen hervor. Außerdem würde ein dichter, heranfliegender Pfeilhagel die Moral des Gegners schädigen.

Aus dem Wrack des in dieser Zeit gesunkenen Schiffs Mary Rose wurden etliche Langbögen geborgen, die zum Teil so gut erhalten sind, dass sie noch schießbar sind.

Im englischen Bürgerkrieg in der Mitte des 17. Jahrhunderts wurden noch Langbögen verwendet, kurze Zeit später wurde der Langbogen in England aber endgültig verdrängt. Musketen erlangten eine immer höhere Feuerkraft und Reichweite und konnten Panzerungen leichter durchschlagen. Zudem war die Ausbildung eines Langbogenschützen weit aufwändiger und länger als die eines Musketenschützen.

[Bearbeiten] Bogentypen und Einsatzbereiche

[Bearbeiten] Langbogen

Hauptartikel Langbogen
Moderner "glasbelegter" Langbogen

Langbogen gibt es als Holzbogen aus einem Stück (englisch: Selfbow), aus laminierten Holzstreifen oder mit auf- oder eingelegten Kunststoffen. Dabei kommen vor allem Fiberglaslaminate für den Belag der Bauch- und Rückenseite zum Einsatz, sowie Carbonfaser als Schichtlaminat.

Im traditionellen Bogenbau wird zwischen Langbogen englischer und amerikanischer Bauart unterschieden. Englische Langbogen haben über die gesamte Länge einen D-förmigen Querschnitt und einen runden Griff, meist mit einer Lederwicklung. Man spricht dabei von einem Stabbogen. Amerikanische Langbogen besitzen flache Wurfarme und einen der Hand stärker angepassten Griff (siehe Bild). Letztere werden auch Flachbogen genannt.

[Bearbeiten] Recurve

Dreiteiliger Recurvebogen mit Zubehör

Recurve (englisch: zurückgebogen) steht für das Hauptmerkmal dieses Bogentyps, die zurückgebogene Form der Wurfarmenden.[19] Abbildungen von Recurvebogen (bei sehr wahrscheinlicher Kompositbauweise) gibt es bereits seit dem Frühneolithikum auf Felsbildern in Spanien.[20] Älteste archäologische Bodenfunde stammen aus Asien. Der Recurvebogen stellt in seinem Wirkungsgrad eine Weiterentwicklung des Flachbogens bzw. des Langbogens dar. Im ägyptischen Theben wurden Exemplare dieses Typs gefunden, die wahrscheinlich assyrischer Herkunft waren und vermutlich aus der Zeit um 1.200 Jahren v. Chr. stammen.

Wurfarmenden (arbeitender Bereich der Recurves rot markiert)

Im Unterschied zum Langbogen sind beim Recurvebogen die Enden der Wurfarme so stark nach vorn gebogen, dass die Sehne anliegt. Dadurch erhält der Bogen einen weicheren Auszug und höheren Wirkungsgrad. Er kann weiter gespannt werden als ein europäischer Langbogen. Die daraus resultierenden Kräfte bedingen höhere Anforderungen an das Material der Wurfarme als beim in dieser Hinsicht unproblematischeren Langbogen oder amerikanischen Flachbogen. Die anliegenden Sehnen dämpfen den Handschock nach dem Schuss.

[Bearbeiten] Kompositbogen/Reflexbogen

Hauptartikel Kompositbogen
Hunnischer Kompositbogen

Ein Komposit- oder Reflexbogen ist ein spezieller, aus mehreren verschiedenen Materialien bestehender Bogen, der vermutlich noch in der Jungsteinzeit in den Steppen Zentralasiens entstand. Von den Steppen aus verbreitete sich die Nutzung von Kompositbögen im bronzezeitlichen mediterranen und chinesischen Kulturkreis. Zur Herstellung von Kompositbögen wurden in einem aufwändigen, bis zu zwei Jahre dauernden Verfahren verschiedene Schichten von Holz und Tierhorn verleimt und mit Sehnen umwickelt. Die Funktion des Holzes beschränkte sich dabei z. T. auf das bloße Tragen der tierischen Materialien. Das Ergebnis war eine gegenüber traditionellen Bögen kleinere Waffe mit dennoch hoher Spannkraft, die sich hervorragend für Reiter eignete. Tiersehnen haben im Vergleich zu Holz eine ca. vierfache Zugfestigkeit. Horn hält eine doppelte Druckbelastung aus wie Holz. Daher lässt sich beim Bogenbau die benötigte Schichtdicke auf ein Viertel bzw. die Hälfte, im Vergleich zu Holz, reduzieren. Dünnere Bogenarme sind elastischer als dickere; je weniger Energie aber beim Biegen der Wurfarme verloren geht, umso mehr kann beim Verschießen des Pfeiles abgegeben werden. Kleinere und kürzere Wurfarme besitzen zudem weniger Masse, die bewegt werden muss. Außerdem kann man Verbundmaterialien in einem technisch besonders effektiven Design zusammenleimen.

Der Vorteil von Sehnen und Horn besteht in ihrer höheren Fähigkeit, Energie zu speichern und auch wieder an den Pfeil abzugeben. Die Effizienz eines solchen gut gebauten Kompositbogens mit entsprechender möglicher Formgebung ist höher als die eines konventionellen Bogens aus Holz, der bei identischem Layout sofort brechen würde. Mongolische und türkische Reiterbögen hatten ein Zuggewicht von durchschnittlich 75 Pfund und schossen speziell abgestimmte leichte Pfeile 500 bis 800 m weit.

Am bekanntesten wurden dabei die Hunnen und einige hundert Jahre später die Mongolen und Türken, deren Zügen nach Westen die Völker Europas anfangs wenig entgegenzusetzen hatten. Ihr militärischer Vorteil beruhte dabei auf dem massiven Einsatz der leichten Kavallerie, die – mit Kompositbögen bewaffnet – mobile und weit reichende Angriffe auf den Gegner durchführen konnte. Kompositbögen wurden jedoch schon seit der Antike auch von sesshaften Völkern übernommen, unter anderem von Römern und Parthern.

Nachteilig ist die starke Anfälligkeit solcher klassischer Kompositbögen gegen jegliche Art von Feuchtigkeit – im Extremfall löst sich der durch elastischen und hochfesten Hautleim zusammengehaltene Materialverbund einfach auf, wodurch der Bogen irreparabel zerstört wird. Diese Problematik beeinflusste vermutlich den für das Schicksal Europas entscheidenden Rückzug der Hunnen um das Jahr 500.

Ein weiteres Beispiel für effektiven Einsatz von Kompositbögen sind die Comanche Nordamerikas, die im 19. Jahrhundert von den feindlichen Armeen der jungen Vereinigten Staaten anerkennend als die „beste leichte Kavallerie der Welt“ bezeichnet wurden.

Die höchste Vollendung in der Kunst des Bogenbaus haben die Türken erreicht. Sehr schöne Exemplare sind im Völkerkundemuseum in Wien und im Schloss in Karlsruhe in den Waffensammlungen der Kriegsbeute der letzten Türkenbelagerung ausgestellt. Besonders zu beachten ist, dass die Bogenenden im ungespannten Zustand nach vorn gebogen sind. Beim Bespannen des Bogens mit der Sehne werden diese meist erwärmt und in die entgegengesetzte Richtung umgebogen, so dass erst dann die endgültige Form des Bogens sichtbar wird.

[Bearbeiten] Backings

Hauptartikel Sehnenbelag

Ein Backing (englisch: Verstärkung des Bogenrückens, gemeint ist die Vorderseite des Bogens, an der Bauchseite befindet sich die Sehne !), auch Lamination (Beschichtung) genannt, ist ein in Streifen geschnittener Bambus oder anderer Hölzer, die Zugbelastung gut vertragen. Sehnen von Großtieren oder Tierroh-haut, werden auf die Vorderseite eines Bogens geklebt, um die starke Zugbelastung aufzunehmen. Die wirkungsvollste Form eines Backings ist die mit Sehne. Je nach Holzart muss das Backing dicker, beziehungsweise dünner sein, damit der Holzteil des Bogens keine Kompressionsbrüche bekommt. Bei Eibe wird dies eigentlich nicht benötigt, da das Splintholz (Aussenbereich) der Eibe über hervorragende Zugeigenschaften verfügt, das Kernholz (Innenbereich) wiederum hohen Druck standhält. Das Splintholz kann sich sehr gut dehnen und das Kernholz gut komprimieren.

[Bearbeiten] Bögen aus Stahl

Die Anfälligkeit der Kompositbögen gegen Feuchtigkeit führte in Indien zur Entwicklung von Bögen aus Stahl. Die indischen Schmiede verfügten über das metallurgische Wissen, um geeignete Legierungen herzustellen. Im Agni Purana, einem indischen religiösen Text aus dem 9. Jahrhundert, werden bereits Bögen aus Metall erwähnt.

Die Bögen waren nicht so leistungsfähig wie herkömmliche Kompositbögen, aber bei feuchtem Klima haltbarer und auch sonst widerstandsfähiger. Stahlbögen konnten auch problemlos gelagert werden. Von adeligen Kriegern gebrauchte Stahlbögen wurden reich verziert.

In Europa wurden Stahlbögen nur für Armbrüste hergestellt.

[Bearbeiten] Kyūdō-Bogen

Hauptartikel Yumi

Der japanische Kyūdō-Bogen (Yumi) ist ein asymmetrischer Kompositbogen. Der Pfeil wird hier, wie es auch bei asiatischen Reitervölkern üblich war, zum Schuss auf der dem Schützen abgewandten Seite des Bogens geführt. In der Frühgeschichte finden sich jedoch auch Darstellungen symmetrischer und Vollmaterialformen.

Es wurde verschiedentlich diskutiert, dass der Kyūdō-Bogen als Reiterwaffe entwickelt wurde. Als Argument wird der kürzere (aber auch stärkere) untere Wurfarm angeführt, der beim Schuss vom Pferd aus den geringen Platz bis zum Pferderücken optimal ausnutzen kann. Gegner dieser umstrittenen Theorie weisen dagegen darauf hin, dass archäologische Funde den asymmetrischen Bogen weit vor domestizierten Pferden in Japan belegen. Zusätzlich ist zu bemerken, dass die Pfeile in Japan eine spezielle Behandlung erfahren: Um die Leitfedern zu stärken, wird der Pfeil (bzw. der Teil von der Nock bis zum Ende der Federn) einige Zeit über Wasserdampf erhitzt. Manchmal haben Pfeile in Japan auch vier Federn, wobei zwei davon oft verkürzt sind.

Beim mongolischen Schießstil liegt der Pfeil auch auf der „Außenkante“ des Bogens. Auch da hält der Daumen die Sehne und löst sie. Die mongolischen Bögen sind symmetrisch.

Entscheidend für die Position des Pfeils ist die Frage, wie der Bogen gespannt wird, europäisch mit drei Fingern, oder asiatisch mit dem Daumen. Davon ist abhängig, in welche Richtung die Sehne von den Fingern bzw. Daumen gleitet. Der Pfeil liegt immer auf der Seite dieser Richtung, bei drei Fingern links, beim Daumen somit rechts. Dies ist erforderlich, um zu vermeiden, dass der Pfeil beim Abschuss am Bogen anschlägt. Wird der Schuss gelöst, krümmt sich der Pfeil zuerst in die Bogenmitte, dann durch die eigene Elastizität in die entgegengesetzte Richtung. Genau zu diesem Zeitpunkt passiert der Pfeil den Bogen und wird somit nicht abgelenkt. Der Pfeil gleitet nicht die ganze Zeit bis zum Verlassen der Sehne entlang des Bogens. Allerdings gibt es neben den heute am weitesten verbreiteten Kyudo-Schießformen noch viele andere. So finden sich auch heute noch und in Überlieferungen Schießtechniken, die sich von denen der gängigen Schießpraxis im heutigen Kyudo unterscheiden. So gab und gibt es auch Formen (überwiegend im Kriegsschießen), bei denen der Bogenarm steif gehalten oder bei sehr starken Bögen gar mit den Füßen gespannt, ein kürzerer Auszug genutzt oder die Sehne mit den Fingern oder anderen Vorrichtungen gezogen wurde. Dementsprechend würde nach der Theorie die Auflageseite des Pfeiles für diese Schießformen wechseln, oder eine Ablenkung bzw. Ausbremsung des Pfeiles in Kauf genommen werden.

[Bearbeiten] Compoundbogen

Hauptartikel Compoundbogen
Compoundbogen der Fa. Hoyt mit Twin-Limbs und Twin-Cams

Der Compoundbogen besitzt an den Bogenenden des Bogens drehbare Räder, die sogenannten Camwheels, kurz Cams genannt. Sie verfügen über zwei verschiedene Durchmesser, auf denen Kabel oder Sehne aufgerollt sind. Im ungespannten Zustand ist auf dem größeren der beiden Durchmesser die Sehne aufgerollt. Beim Spannen des Bogens wird die Sehne des Bogens vom großen Durchmesser abgerollt, und auf dem kleinen Durchmesser wird das am gegenüberliegenden Wurfarm befestigte Kabel aufgerollt. Die Cams sind zusätzlich exzentrisch aufgehängt.

Moderne Compoundbögen wenden wie bei einem Wellrad das Hebelgesetz an. Die sich nach außen wegdrehende Rolle ist wie ein starrer Hebel, der auf die Drehachse wirkt. Durch die exzentrische Aufhängung der Rollen/Cams verändert sich der Angriffswinkel und der Hebelarm, und man kann so immer im effektivsten Bereich arbeiten. Werden die Rollen/Cams mit der Bogensehne nach außen gezogen, verlängert sich der Hebelarm. Diese Mechanismen sind beim Compoundbogen in einer praktischen Anwendung umgesetzt. Dadurch ergibt sich im Gegensatz zu anderen Bogen ein nicht-linearer Kraftverlauf beim Auszug: Mit steigendem Auszug nimmt die Kraft zunächst stetig zu (wie auch bei anderen Bogen), um dann aber beim Überschreiten des sogenannten Gipfel-Zuggewichtes schlagartig abzunehmen. Der Bogenschütze hält dann bei voll ausgezogenem Bogen nur noch einen Bruchteil des Gipfelzuggewichtes auf der Hand. Die Zugreduzierung kann bis zu 80 % betragen, d.h. bei einem Gipfelzuggewicht von 50 Pfund muss der Schütze nur 10 Pfund im Auszug halten. Dadurch kann der Bogen ruhiger gehalten werden und das Zielen fällt wesentlich leichter.

[Bearbeiten] Bogenschießen als Sport

Hauptartikel Bogenschießen
Recurvebogen (vorne) und Compound-Bogen (hinten) beim Hallenschießen. Vier schießen einen Rechtshandbogen, nur einer (Mitte) einen Linkshandbogen
Trefferaufnahme beim Bogenschießen – Feldbogen

Beim modernen Bogenschießen gibt es verschiedene Disziplinen. Moderne Lang- und sogenannte Jagdrecurvebogen werden aus verschiedenen Holzschichten laminiert (zum Beispiel unter Verwendung von Eschen-, Eiben oder Bambusholz als Kern) und meist mit Kunststoffen (z.B. Glasfiber oder Karbon) verstärkt. Allgemein werden Bogen ohne Visierhilfsmittel und Stabilisationsgewichte als Blankbogen (englisch: "Barebow") bezeichnet.

Auch technisch hochentwickelte Recurve-Sportbogen aus Aluminium und Carbon sind Blankbogen, wenn weder am Bogen noch an der Sehne Hilfsmittel zur Visierung, Entfernungsschätzung oder Stabilisierung vorhanden sind. Bei den modernen Sportbogen unterscheidet man daher zwischen Blankbogen (Recurve ohne Visier und Stabilisationshilfsmittel), olympischem Recurve-Sportbogen (Visier und Stabilisationshilfsmittel erlaubt) und Compoundbogen (Visier mit Linsenoptik und Stabilisationshilfsmittel erlaubt). Die Sehne wird bei Blank- und Recurvebogen mit den Fingern gezogen, wobei Tabs oder Schießhandschuhe aus Leder oder Kunststoff eingesetzt werden.

Der wesentliche Unterschied zwischen Recurve- und Compoundbogen liegt an der Sehnenführung, die beim Compound über exzentrisch gelagerte Umlenkrollen (Cams) geführt wird. Durch die Rollen findet eine Übersetzung – Hebelgesetz – statt. Dadurch muss der Schütze weniger Kraft im Ankerpunkt aufwenden. Er kann somit öfter schießen, länger Zielen und höhere Zuggewichte bewältigen, was wiederum zu höheren Pfeilgeschwindigkeiten und größeren Flugweiten führt.

Als „Handschock“ bezeichnet man die Wirkung, die die Hand aufgrund des Rückstoßes der Sehne (von gespanntem in ungespannten Zustand) erfährt.

Ohne Tragen eines geeigneten Armschutzes kann die Verwendung eines Bogens zu einer äußerst schmerzhaften Angelegenheit werden (siehe Ausrüstung)!

Der Wahlspruch der Bogenschützen lautet: „Alle ins Gold“, beziehungsweise „Alle ins Blatt“.

[Bearbeiten] Leistungsfähigkeit, Schussweite

Aus Naturstoffen gefertigte Bögen:

  • Der türkische Sultan Selim III. soll 1798 einen Pfeil 889 m weit geschossen haben. Die bisher größte Entfernung für einen aus Naturstoffen gefertigten Bogen.
  • Englischer Langbogen, Zuggewicht 90,72 kg, 57 g schwerer Holzpfeil, Schussweite 427 m (John Huffer, USA, 11. September 1997)

Mit modernen Bögen erzielte man folgende Weiten:

  • Recurve (1987, Don Brown, USA): 1222,0 m
  • Compound (1992, K. Strother, USA): 1207,4 m
  • Fußbogen-Schießmethode (1971, Harry Drake, USA): 1854,4 m. (Bei dieser Schießmethode liegt der Schütze auf dem Boden. Der Bogen wird mit beiden Füßen nach vorne gedrückt und die Sehne gleichzeitig mit beiden Händen angezogen; [21] [22]

[Bearbeiten] Ikonografie

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Manfred Korfmann: Schleuder und Bogen in Südwestasien : von den frühesten Belegen bis zum Beginn der historischen Stadtstaaten. Antiquitas: Reihe 3, Abhandlungen z. Vor- u. Frühgeschichte, zur klass. u. provinzial-röm. Archäologie u. z. Geschichte d. Altertums , Bd. 13. Habelt, Frankfurt 1972, ISBN 3-7749-1227-0
  • E. Cziesla, Th. Kersting, St. Pratsch (Hrsg): Den Bogen spannen … . Festschrift für Bernhard Gramsch. Weissbach 1999. ISBN 3-930036-35-5
  • Leo Dunan: „Selfcheck Bogenschiessen“ http://www.educatium.de/praxis-bogen/
  • U. Stodiek, H. Paulsen: „Mit dem Pfeil, dem Bogen …“ Techniken der steinzeitlichen Jagd. Oldenburg 1996. ISBN 3895983888
  • Clemens Richter: Bogenschießen. Der abendländische Weg. DSV, Hamburg 2000. ISBN 3-88412-346-7
  • Hilary Greenland: Praktisches Handbuch für traditionelle Bogenschützen. Hörnig, Ludwigshafen 2001. ISBN 3-9805877-0-3
  • Ekkehard Höhn, Karl-Heinz Hörnig: Traditionell Tunen, Feinabstimmung von Langbogen und Recurve. Hörnig, Ludwigshafen 2000. ISBN 3-9805877-1-1
  • Thomas Marcotty: Bogen und Pfeile. Edition Arcofact. Hörnig, Ludwigshafen 2002. ISBN 3-9805877-8-9
  • D. Vorderegger, G. Kaiser: Traditionelles Bogenschießen. Salzburg 2003. ISBN 3-9501778-0-9
  • D. Vorderegger: Schule des traditionellen Bogenschießens. Salzburg 2002. ISBN 3-9501778-1-7
  • Roger Ascham, Hendrik Wiethase (Hrsg.): Toxophilus – Die Schule des Bogenschießens. Wiethase, Untergriesbach 2005. ISBN 3-937632-12-3 (England, 1545)
  • Śārṅgadhara, Hendrik Wiethase (Hrsg.): Dhanurveda – Das Wissen vom Bogen. Wiethase, Untergriesbach 2005. ISBN 3-937632-14-X (Indien, 16. Jahrhundert)
  • Richard Kinseher:Der Bogen in Kultur, Musik und Medizin, als Werkzeug und Waffe. Kinseher, Kelheim 2005. ISBN 3-8311-4109-6
Bogenbau
  • Alrune Flemming: Das Bogenbauer-Buch. Europäischer Bogenbau von der Steinzeit bis heute. Hörnig, Ludwigshafen 2001. ISBN 3-9805877-7-0
  • Dean Torges: Auf der Spur des Osagebogens. Hörnig, Ludwigshafen 2003. ISBN 3-9808743-3-8
  • Steve Allely: Die Bibel des Traditionellen Bogenbaus. Bd 1. Angelika Hörnig, Ludwigshafen 2003. ISBN 398087432X
  • G. Fred Asbell: Die Bibel des Traditionellen Bogenbaus. Bd 2. Angelika Hörnig, Ludwigshafen 2004. ISBN 3980874354 (enthält Kapitel über Kompositbogen)
  • Tim Baker: Die Bibel des Traditionellen Bogenbaus. Bd 3. Angelika Hörnig, Ludwigshafen 2005. ISBN 3980874397
  • Paul Comstock: Der gebogene Stock. Hörnig, Ludwigshafen 2004. ISBN 3-9808743-6-2

[Bearbeiten] Der Bogen im Film

Lang- & Blankbögen
Compoundbögen

[Bearbeiten] Quellenangaben

  1. Gaëlle Rosendahl, Karl-Wilhelm Beinhauer, Manfred Löscher, Kurt Kreipl, Rudolf Walter, Wilfried Rosendahl, Le plus vieil arc du monde ? Une pièce intéressante en provenance de Mannheim, Allemagne. L'Anthropologie 110/ 3, 2006, S.371-382
  2. Henri Breuil, Une visite à la grotte des Fadets à Lussac-le-Châteaux (Vienne). Bulletin A.F.A.S. Paris, 1905. S. 358
  3. Jean Airvaux, André Chollet, Figuration humaine sur plaquette à la grotte des Fadets à Lussac-les-Châteaux (Vienne). Bulletin Societe Prehistoire Francaise 82 (1985), S. 83-85
  4. L. Pericot GarciaLa cueva del Parpallo. Madrid 1957
  5. Stodiek, U. & H. Paulsen , Mit dem Pfeil, dem Bogen. Oldenburg (Isensee-Verlag), 1996, S. 37-38.
  6. Rust, A. 1943, Die alt- und mittelsteinzeitlichen Funde von Stellmoor.
  7. Rust, A. 1943, Die alt- und mittelsteinzeitlichen Funde von Stellmoor. S. 192-193; Tafel 97/98
  8. Ragnar Insulander: Der Bogen von Stellmoor - Der älteste der Welt? Traditionell Bogenschiessen, Heft 16/ 2000. S. 38-39
  9. Burov, G., Die mesolithischen Schlittenformen in Nordosteuropa. - In: Den Bogen spannen... (Festschrift für B. Gramsch zum 65. Geburtstag). Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 20, 1999. Weissbach (Verlag Beier & Beran).
  10. Bergman, C.A. 1993, The Development of the Bow in Western Europe: A Technological and Functional Perspective. - In: Peterkin, G.L., Bricker, H.M. & P. Mellars (eds.), Hunting and Animal Exploitation in the Later Palaeolithic and Mesolithic of Eurasia. Archaeological Papers of the American Anthropological Association 4. 95-105.
  11. Rausing, G. 1967, The Bow: Some Notes on ist Origin and Development. Acta Archaeologica Lundensia 6. Lund (C.W.K. Gleerups), S. 49.
  12. Larsson, L. 1983, Ageröd V: An Atlantic Bog Site in Central Scania. Acta Archaeologica Lundensia 12. Lund (C.W.K. Gleerups), S. 57-59.
  13. Bergman, C.A. 1993, The Development of the Bow in Western Europe: A Technological and Functional Perspective. - In: Peterkin, G.L., Bricker, H.M. & P. Mellars (eds.), Hunting and Animal Exploitation in the Later Palaeolithic and Mesolithic of Eurasia. Archaeological Papers of the American Anthropological Association 4. S. 98-99
  14. Andersen, S.E. 1987, Tybrind Vig: A submerged Ertebolle settlement in Denmark. - In: Coles, J.M. & A.J. Lawson (eds.), European Wetlands in Prehistory. Oxford (Clarendon Press).
  15. Burov, G. 1980, Der Bogen bei den mesolithischen Stämmen Nordosteuropas. - Veröffentlichungen des Museums für Ur- und Frühgeschichte Potsdam 14/ 15, 373-88.
  16. Leif Steguweit, Bogenfallen - Aus der Trickkiste der Steinzeit. Traditionell Bogenschiessen 21, 2001. S. 21-24.
  17. Junkmanns, J. (2001), Pfeil und Bogen. Herstellung und Gebrauch in der Jungsteinzeit. Biel (Verlag Museum Schwab).
  18. Junkmanns, J. (2001), Jungsteinzeitliche Bogen. In: Das Bogenbauer-Buch. Ludwigshafen (Verlag A. Hörnig). S. 47–55
  19. Aussprache: recurve
  20. Hernández Pérez, M.-S., Ferrer Marset, P., Catalá Ferrer, E., Arte rupestre en Alicante. Alicante (Centre d’Estudis Contestans), 1988.
  21. Fußbogen-Rekordschuss über eine Meile im Bild
  22. siehe hierzu auch Hero (Film) 19. Minute

[Bearbeiten] Weblinks

Auch ein „wichtiger“ Bogen
Commons Commons: Bow (Waffe) – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Commons Commons: Bows in Heraldry – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikibooks Wikibooks: Bogenbau – Lern- und Lehrmaterialien
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